Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Bundesrat will Bedingungen für Stablecoin-Branche verbessern

Der Bundesrat macht mit einer Stablecoin-freundlichen Regulierung vorwärts. Er hat nun eine Vorlage für eine Änderung des Finanzinstitutsgesetzes in die Vernehmlassung geschickt, die bessere Rahmenbedingungen für "innovative Finanztechnologien" bringen soll.
Der Kryptowährungsmarkt hat mit Turbulenzen zu kämpfen
© (Quelle: WorldSpectrum/Pixabay)

Die neue Regulierung solle die Attraktivität des Finanzplatzes Schweiz für «innovative und technologiegetriebene Geschäftsmodelle» erhöhen, teilte der Bundesrat am Mittwoch mit. Gleichzeitig sollen Risiken bei der Finanzstabilität und beim Anleger- und Kundenschutz eingedämmt werden. Die Vernehmlassung dauert bis zum 6. Februar 2026.

Neue Bewilligungskategorien

Konkret schlägt der Bundesrat zwei neue Bewilligungskategorien vor. Neu sollen künftig «Zahlungsmittelinstitute» eine besondere Art von Stablecoins ausgeben dürfen, wobei die Herausgeber besonderen Pflichten unterstehen. Die neue Kategorie soll die bisherige «Fintech-Bewilligung» ablösen.

Ausserdem soll eine neue Kategorie «Krypto-Institute» geschaffen werden. Die Voraussetzungen für die Bewilligung und Tätigkeit von «Krypto-Instituten» orientiert sich an denjenigen für Wertpapierhäuser, diese sind aber weniger umfassend. Institute, die Dienstleistungen mit Kryptowährungen erbringen, müssten zudem gewisse Anforderungen zur Vermeidung von Interessenkonflikten erfüllen, heisst es.

Schwieriges rechtliches Umfeld

Die hiesige Kryptobranche hat wiederholt das Fehlen einer dedizierten Stablecoin-Regulierung in der Schweiz bemängelt. So gebe es hierzulande zwar Initiativen für Stablecoins, erklärte etwa Rolf Weber, Rechtsprofessor und Vorstandsmitglied der «Swiss Blockchain Federation» (SBF) diesen Sommer: «Diese Projekte können aktuell jedoch nicht an den Markt gebracht werden, da das rechtliche Umfeld dies derzeit nicht zulässt.»

Stablecoins sind Kryptowährungen, die meist an nationale Währungengekoppelt sind: So entspricht ein «USDT» des grössten Stablecoin-Anbieters Tether genau einem US-Dollar. Sie ermöglichen Nutzern dank der Blockchain-Technologie direkte und sofortige Zahlungen untereinander ohne dazwischengeschaltete Banken oder Kartenunternehmen.

Vor allem in den USA erleben Stablecoins derzeit wegen einer sehr kryptofreundlichen Regulierung einen Boom. Auch die Trump-Familie hat mit dem «World Liberty Financial USD» einen eigenen Stablecoin ausgegeben. Weltweit umfasst das Volumen der Stablecoins mehr als 250 Milliarden Dollar.

Fintech Bitcoin Politik
Anzeige

Neueste Beiträge

Philipp Ringgenberg neuer CEO bei Zühlke in der Schweiz
Philipp Ringgenberg hat im August als CEO die Leitung von Zühlke in der Schweiz übernommen. In seiner Position verantwortet er ab sofort die geschäftliche Entwicklung.
2 Minuten
Motorola zeigt auf der IFA ein neues Smartphone und eine Smartwatch
Mit dem Edge 70 Plus bringt Motorola ein weiteres Mittelklasse-Smartphone. Ausserdem zeigt der Hersteller auf der IFA eine Edition des Razr 70 mit edlen Swarovski-Steinen und die sportliche Smartwatch Moto Watch Ultra.
3 Minuten
8. Sep 2026
yallo bringt Travel eSIM für mobile Daten in über 160 Destinationen
yallo bietet neu eine eSIM-Lösung für günstige Datenpakete beim Roaming, die Kunden von allen Mobilfunkanbietern zur Verfügung stehen. Reisende können ihr Datenpaket fürs Ausland bereits vor der Abreise in der yallo Travel eSIM App auswählen und bei der Ankunft im Ausland sofort zu günstigen Tarifen online gehen.
3 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

Darum lohnt sich eine Weiterbildung - Karriere-Tipps
Ihre berufliche Karriere stockt? Sie fühlen sich unterfordert und auch finanziell soll es aufwärtsgehen? Dann verlieren Sie keine Zeit. Computerworld nennt fünf Gründe für eine Weiterbildung und zeigt, wie Sie erfolgreich durchstarten.
5 Minuten
25. Okt 2024
ICT-Löhne stagnieren - Spezialisten bleiben gefragt - ICT-Salärstudie 2026
Der Schweizer ICT-Arbeitsmarkt tritt bei den Löhnen weitgehend auf der Stelle. Der Gesamtmedian steigt 2026 nur noch um 0,2 Prozent. Deutlich besser entwickeln sich die Saläre hoch spezialisierter Fachkräfte. Besonders gefragt sind Kompetenzen rund um KI, Cloud, Cybersecurity und Daten.
4 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige