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Bundesrat will Bedingungen für Stablecoin-Branche verbessern

Der Bundesrat macht mit einer Stablecoin-freundlichen Regulierung vorwärts. Er hat nun eine Vorlage für eine Änderung des Finanzinstitutsgesetzes in die Vernehmlassung geschickt, die bessere Rahmenbedingungen für "innovative Finanztechnologien" bringen soll.
Der Kryptowährungsmarkt hat mit Turbulenzen zu kämpfen
© (Quelle: WorldSpectrum/Pixabay)

Die neue Regulierung solle die Attraktivität des Finanzplatzes Schweiz für «innovative und technologiegetriebene Geschäftsmodelle» erhöhen, teilte der Bundesrat am Mittwoch mit. Gleichzeitig sollen Risiken bei der Finanzstabilität und beim Anleger- und Kundenschutz eingedämmt werden. Die Vernehmlassung dauert bis zum 6. Februar 2026.

Neue Bewilligungskategorien

Konkret schlägt der Bundesrat zwei neue Bewilligungskategorien vor. Neu sollen künftig «Zahlungsmittelinstitute» eine besondere Art von Stablecoins ausgeben dürfen, wobei die Herausgeber besonderen Pflichten unterstehen. Die neue Kategorie soll die bisherige «Fintech-Bewilligung» ablösen.

Ausserdem soll eine neue Kategorie «Krypto-Institute» geschaffen werden. Die Voraussetzungen für die Bewilligung und Tätigkeit von «Krypto-Instituten» orientiert sich an denjenigen für Wertpapierhäuser, diese sind aber weniger umfassend. Institute, die Dienstleistungen mit Kryptowährungen erbringen, müssten zudem gewisse Anforderungen zur Vermeidung von Interessenkonflikten erfüllen, heisst es.

Schwieriges rechtliches Umfeld

Die hiesige Kryptobranche hat wiederholt das Fehlen einer dedizierten Stablecoin-Regulierung in der Schweiz bemängelt. So gebe es hierzulande zwar Initiativen für Stablecoins, erklärte etwa Rolf Weber, Rechtsprofessor und Vorstandsmitglied der «Swiss Blockchain Federation» (SBF) diesen Sommer: «Diese Projekte können aktuell jedoch nicht an den Markt gebracht werden, da das rechtliche Umfeld dies derzeit nicht zulässt.»

Stablecoins sind Kryptowährungen, die meist an nationale Währungengekoppelt sind: So entspricht ein «USDT» des grössten Stablecoin-Anbieters Tether genau einem US-Dollar. Sie ermöglichen Nutzern dank der Blockchain-Technologie direkte und sofortige Zahlungen untereinander ohne dazwischengeschaltete Banken oder Kartenunternehmen.

Vor allem in den USA erleben Stablecoins derzeit wegen einer sehr kryptofreundlichen Regulierung einen Boom. Auch die Trump-Familie hat mit dem «World Liberty Financial USD» einen eigenen Stablecoin ausgegeben. Weltweit umfasst das Volumen der Stablecoins mehr als 250 Milliarden Dollar.

Fintech Bitcoin Politik
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