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Das ThinkPhone 25 von Motorola im Test

Zum halben Preis des Vorgängers bringt Motorola das neue ThinkPhone mit speziellen Features für Firmenkunden. Im Alltagstest bietet es gute Leistungen.
Dank IP68-Zertifizierung verträgt das ThinkPhone 25 auch mal ein Wasserbad
© (Quelle: Motorola)

Downsizing ist in der Smartphonewelt eher selten, doch genau das hat Motorola bei seinem neuen ThinkPhone gemacht. Das erste Modell, das speziell für die Bedürfnisse von Unternehmenskunden gedacht war, wurde noch mit einem Preis von 999 Frankenangeboten, das ThinkPhone 25 halbiert diesen mit 499 Franken. Ein Grund dafür dürfte die breitere Zielgruppe in Unternehmen sein, da damit nicht mehr nur höhere Managementebenen angesprochen werden können.

Dank IP68-Zertifizierung verträgt das ThinkPhone 25 auch mal ein Wasserbad © Quelle: Motorola

Der Hersteller hat für das Gehäuse eine relativ kompakte Bauweise gewählt, auch das Gewicht von 171 Gramm ist niedrig. Das Design soll an die ThinkPad-Notebooks der Motorola-Mutter Lenovo erinnern, dazu passt auch die leicht gummierte Rückseite in Schwarz, für die ein Schutzcover beigelegt ist. Das Gehäuse ist gemäss den Standards IP68 und MIL-810H vor Staub, Stürzen und Wasser geschützt.

Gegenüber dem Vorgänger ist das pOLED-Display von 6,55 auf 6,36 Zoll geschrumpft, was auch die kompaktere Bauweise ermöglicht. Es ist von hoher Qualität dank starker Leuchtkraft auch bei direkter Sonneneinstrahlung und guter Schärfe (2.670 x 1.220 Bildpunkte). Die Bildwiederholrate kann auf 60 oder 120 Hertz eingestellt werden.

Gespart hat Motorola allerdings am Prozessor, denn der Vorgänger wurde noch vom Snapdragon 8+ Gen 1, einem der Topmodelle von Qualcomm, angetrieben. Im ThinkPhone 25 arbeitet dagegen ein günstigerer MediaTek Dimensity 7300, der zwar alle täglichen Anwendungen ohne Verzögerungen beherrscht, aber bei grafisch anspruchsvollen Spielen langsam wird. Für ein Business-Smartphone spielt das aber keine Rolle.

Zwei Tage Betrieb und schnelles Laden

Wichtig ist hier ein ausdauernder Akku und da liefert Motorola ab: Wir kamen im Normalbetrieb locker über zwei Tage, aufgeladen wird der 4.310-mAh-Kraftspender über das beigelegte Netzteil mit 68 Watt schnell in einer halben Stunde von null auf 80 Prozent. Drahtloses Laden mit 15 Watt ist ebenfalls möglich.

Bei der rückwärtigen Dreifachkamera gibt es eine 50-Megapixel-Hauptlinse, einen 120-Grad-Weitwinkel und eine Telelinse für dreifache optische Vergrösserung. Bis auf eine Schwäche bei schlechteren Lichtverhältnissen sind die Bilder gut. Motorola setzt auf Wunsch auch eine KI zur Optimierung ein, was allerdings für etwas unrealistische Farben sorgt.

Die weitere Ausstattung ist komplett: Das 5G-Smartphone hat Wi-Fi 6E, einen etwas störrischen Fingerabdrucksensor im Display, eine 32-Megapixel-Selfiecam und eine zusätzliche eSIM zur physischen SIM-Karte. An Speicher stehen 8 GB RAM und 256 GB für Daten zur Verfügung, die nicht erweitert werden können.

Auch die fünfjährige Android-Update-Garantie ab dem Erscheinen mit Android 14 ist positiv zu werten. Bei der Software kann das ThinkPhone 25 ohnehin punkten, vor allem die Verbindung zu Windows-PCs funktioniert reibungslos und ermöglicht unter anderem den schnellen Austausch von Dateien per Drag-and-Drop oder die Nutzung der Smartphonekamera als Webcam des PCs.

Insgesamt ist das ThinkPhone 25 ein Business-Smartphone mit solider Technik und viel Ausdauer, das mit dem schicken schwarzen Design auch so manchem Privatkunden gefallen könnte. Wer es bunter mag, kann dagegen zum technisch weitgehend baugleichen Motorola Edge 50 Neo greifen.

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