Top Case 09.09.2019, 08:15 Uhr

Mit proALPHA immer einen Schritt voraus

Von der Automobil- und Elektroindustrie über die Medizinaltechnik bis zum Maschinen- und Anlagenbau: Kaum eine Branche kommt ohne Werkzeug- und Formenbau aus.
Gestanzt, umgeformt und oberflächenbehandelt: Metallteile für einen bekannten Heimwerkermaschinen-Hersteller
(Quelle: Jehle AG/Ajas Kulici )
Präzisionsteile aus Metall sind ausserdem in vielen dieser Branchen wesentliche Bausteine für das Endprodukt. Qualitätsbewusste Hersteller übertragen daher diese verantwortungsvollen Aufgaben nur an Zulieferer, die ihr Handwerk verstehen – wie die 1947 gegründete Jehle AG. Das Schweizer Unternehmen aus Etzgen im Kanton Aargau hat sich mit umfassenden Dienstleistungen vom Engineering über Produktion bis zur Logistik genau auf die Bedürfnisse seiner Kunden eingestellt. Damit dabei alle Geschäftsprozesse reibungslos klappen, setzt der Mittelständler seit 2007 auf die ERP-Komplettlösung von proALPHA.
In den USA beginnen Erfolgsgeschichten in Garagen, in der Schweiz im Keller. Eine davon nahm 1947 ihren Anfang, als Josef Jehle im Untergeschoss seines Wohnhauses in Etzgen ein Unternehmen zur Herstellung von Stanzwerkzeugen und Metallwaren gründete. Inzwischen ist daraus die Jehle AG geworden, ein international erfolgreicher Metallverarbeiter mit rund 170 Mitarbeitern. Im hart umkämpften Markt der Lohnfertiger konnte und kann sich die Jehle AG vor allem über die Qualität ihrer Produkte und ihr Know-how behaupten. «Aber die Konkurrenz schläft nicht. Man muss einfach immer versuchen, einen Schritt voraus zu sein», erklärt Martin Baksa, Leiter Finanzen, HR und IT sowie Mitglied der Geschäftsleitung der Jehle AG. Dazu gehört, Möglichkeiten zur Produktivitätssteigerung konsequent auszuschöpfen. Deshalb setzt der Mittelständler bereits seit 2007 auf die ERP-Komplettlösung von proALPHA. Angefangen bei der Finanzbuchhaltung über die Produktionsplanung bis hin zur Lagerlogistik unterstützt die Standard-Software mit ihren integrierten Modulen alle Kernprozesse in der Serienfertigung.

CAD-Daten für den Werkzeug und Prototypenbau

Ein Kundenauftrag besteht bei Jehle in der Regel aus einer Vielzahl einzelner Teile. Diese gilt es, im Rahmen eines Gesamtprojekts so vorzubereiten, dass sie rechtzeitig zum Wunschtermin des Kunden montiert werden können. «proALPHA hilft uns dabei sehr, Termintreue zu gewährleisten», sagt Baksa.
Bevor ein Teil oder eine Baugruppe überhaupt in Serie gehen kann, bedarf es jedoch einer Projektphase, die je nach Projektgrösse bis zu drei Jahre dauern kann. Sie umfasst unter anderem die Definition des optimalen, mehrstufigen Produktionsprozesses und die Erstellung von Prototypen. Eine zentrale Aufgabe ist ausserdem der Werkzeug- und Formenbau. Dort konstruiert und fertigt Jehle Stanz- und Biegewerkzeuge sowie Folgeverbund- und Spritzgusswerkzeuge. Um die Arbeitsvorbereitung zu entlasten und zu beschleunigen, setzt das Unternehmen auf sein ERP-System: proALPHA sorgt dafür, dass die relevanten Daten für die Stückliste und die Fertigung aus dem CAD-System importiert werden können, um daraus Produktionsaufträge zu generieren.

Digital vom Angebot bis zum Auftrag auf Abruf

Auch in der Serienfertigung setzt Jehle auf digitale Abläufe, die ihren Anfang bereits im Vertrieb nehmen. So lassen sich die Daten aus einem Angebot mithilfe von proALPHA direkt in einen Auftrag übernehmen. Das ERP-System übergibt die Bestellungen anschliessend nahtlos an die Arbeitsvorbereitung. Dadurch weiss die Produktionsplanung jederzeit, welche Aufträge sie disponieren soll. Dieser durchgängige Prozess hilft ausserdem, Doppeleingaben und Tippfehler zu vermeiden. Die meisten Kunden ordern grössere Bestände, die Jehle dann bei sich an Lager hält. Manche der mit Hochpräzision gefertigten Teile entstehen in Serien von 100 bis 100 000 Stück pro Auftrag. In einigen Fällen schliesst Jehle auch umfangreiche Rahmenaufträge über Serien von 100 000 bis 5 000 000 Stück ab. Um die dazugehörenden Abrufe direkt in proALPHA verarbeiten zu können, hat Jehle seine Auftraggeber über EDI angebunden. «Die EDI-Funktionalität von proALPHA beschleunigt insbesondere die Zusammenarbeit mit unseren ausländischen Kunden», berichtet Baksa.

Produktionsplanung mit Weitblick

Die Schnellläufer unter den Aufträgen wickelt Jehle in zwei bis drei Tagen ab. Komplexere Teile haben bis zu drei Monate Durchlaufzeit. Dabei sind 25 Arbeitsschritte keine Seltenheit: Sie reichen vom (Vor-)Stanzen über das Umformen bis zum Schweissen. Vor der Montage der Baugruppe kann ausserdem Gewindeschneiden, Fräsen, Schleifen, Waschen oder Pulverbeschichten auf dem Programm stehen. Jede Aufgabe erfordert eine spezielle Kombination von Maschine, Werkzeug und menschlichen Ressourcen.
Weil hierzu noch eine steigende Anzahl an Einzelaufträgen kommt, ist eine manuelle Planung nicht mehr zu leisten. Und selbst eine leichtgewichtige Software-Lösung stiesse schnell an ihre Grenzen. Denn in der Regel hat die Fertigung zwischen 1000 und 1500 Aufträge parallel eingelastet. Deshalb nutzt Jehle Advanced Planning and Scheduling (APS) von proALPHA. «Wir brauchen schon eine leistungsstarke Software, die mittelständischen Anforderungen genügt», sagt Baksa. «Für unsere Serienfertigung funktioniert APS sehr gut.» Das Modul zur Produktionsoptimierung sorgt auch für möglichst kurze Umrüstvorgänge. Da die Werkzeuge bis zu vier Meter lang und mehrere Tonnen schwer sein können, sind Änderungen besonders zeitaufwendig und erfordern präzise Vorbereitung.
«proALPHA liefert uns eine sehr gute Grobplanung», erklärt Baksa. Dazu gehört auch eine Vorausschau auf die benötigten Arbeitsstunden der eingelasteten Projekte. Für die Feinplanung justieren die Mitarbeiter bei Jehle dann manuell im System nach. Denn laut Baksa kommt es immer wieder vor, dass ein Kunde Teile früher benötigt. Oder Probleme mit einer Maschine oder einem Werkzeug führen dazu, dass ad hoc auf Alternativressourcen umgeplant werden muss.
Bei Projektlaufzeiten von mehreren Jahren, bis ein Teil in Serie gehen kann, spielen auch langfristige Planungen eine wichtige Rolle. Deshalb will Jehle in Zukunft die Produktionsprogrammplanung von proALPHA verstärkt nutzen. Ausgehend von den Ziel-Absatzmengen beziehungsweise Projekten lässt sich damit errechnen, welche Kapazitäts- und Materialbedarfe mittel- und langfristig entstehen.
Highlights
  • Beschleunigte Arbeitsvorbereitung dank direkter Übernahme von CAD-Daten als Stückliste aus der Werk-zeugkonstruktion
  • Multiressourcenplanung lastet mehr als 1000 parallele Aufträge optimal ein
  • Verbindung von Einzel- und Serienfertigung in einem System
  • Lückenlose Rückverfolgbarkeit aller verwendeten Materialien und Arbeitsschritte mittels Chargennummern
  • Zukunftssicher aufgrund ständiger Weiterentwicklung der ERP-Lösung

Chargenverwaltung für lückenlose Rückverfolgbarkeit

Als ebenso hilfreich erweisen sich die umfassenden Tracking- und Dokumentationsmöglichkeiten mit proALPHA. Denn mithilfe der integrierten Chargenverwaltung kann Jehle zuverlässig festhalten und nachvollziehen, welche Produktionsschritte ein Teil wo durchlaufen hat – im Haus sowie bei Sub-Unternehmern. Mehr noch: Es lässt sich auch die Quelle des Rohmaterials nachvollziehen. Denn wird das Material angeliefert, vergibt das ERP-System eine Chargennummer. Diese läuft mit dem Auftrag mit, sodass das Unternehmen jederzeit auskunftsfähig ist, welches Material in einem Teil verarbeitet wurde. Insgesamt ist so eine lückenlose Rückverfolgung für jedes ausgelieferte Produkt möglich.

Partnerschaft für eine digitale Zukunft

Um im internationalen Wettbewerb erfolgreich zu bestehen, hat sich Jehle weitere ergebnisorientierte Digitalisierungsprojekte vorgenommen. Eines betrifft die automatische Eingangsrechnungsverarbeitung, ein Zweites die mobile Lagerhaltung. Im Fertigteilelager hält der Serienfertiger zwischen 5000 und 6000 Produkte seiner Kunden vorrätig. Eine dynamische Lagerführung in Verbindung mit einer mobilen Lageranwendung soll künftig für zusätzliche Transparenz sorgen und den Fluss von Waren und Werten durch das Unternehmen weiter beschleunigen.
Auch diesen Schritt in die Zukunft macht Jehle mit proALPHA: «Die partnerschaftliche Zusammenarbeit hat immer gut gepasst», lobt Baksa. Insgesamt böte die Lösung die Stabilität und Kontinuität, die ein mittelständischer Fertigungsbetrieb heute braucht. «Für uns spielt das ERP-System eine tragende Rolle. proALPHA ist für uns das zentrale Werkzeug, mit dem wir unser Know-how in Produkte umsetzen.»
Zum Autor
Rosario De Francisci
proAlpha
Rosario De Francisci, Geschäftsführer der proALPHA Schweiz AG.
Zum Unternehmen: Die proALPHA Gruppe ist in Deutschland, Österreich und in der Schweiz der drittgrösste Anbieter für ERP für mittelständische Unternehmen in Fertigung und Handel. Seit über 25 Jahren bietet proALPHA eine leistungsstarke ERP-Lösung, Consulting, Service sowie Schulungs- und Wartungsleistungen aus einer Hand. Die flexible und skalierbare ERP-Komplettlösung proALPHA steuert mit ihrem breiten Funktionsspektrum sämtliche Prozesse entlang der Wertschöpfungskette. Davon profitieren über 2000 mittelständische Kunden verschiedenster Branchen und in 50 Ländern – etwa aus dem Maschinen- und Anlagenbau, der Elektronik- und Hightech-Industrie, der Metallbe- und -verarbeitung, der Kunststoffindustrie, dem Grosshandel sowie Automobilzulieferer.
Mehr Informationen: www.proalpha.ch


Dieser Beitrag wurde von der proAlpha Gruppe zur Verfügung gestellt und stellt die Sicht des Unternehmens dar. Computerworld übernimmt für dessen Inhalt keine Verantwortung.

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