13.10.2016, 14:58 Uhr

Acht Power-Tipps für den leichteren Mac-Alltag

So arbeiten Sie auf dem Mac effizienter.
Viele Anwendungen haben seit Mac OS X einen weit grösseren Umfang, der sich im Alltag nicht erschliesst. Wir zeigen Ihnen einige nützliche Alltagstipps, die Ihnen das Leben mit dem Mac erleichtern. Mehrere Dateien auf einmal umbenennen im Finder 1. Seit OS X Yosemite können Mac-User auch mehrere Dateien auf einmal umbenennen. Dazu wählen Sie die gewünschten Objekte und bringen mit Ctrl+Rechtsklick das Kontextmenü hervor. 2. Wählen Sie anschliessend Objekte umbenennen. 3. Es öffnet sich nun ein Fenster mit den drei Optionen Text ersetzen, Text hinzufügen und Format. Wenn Sie die einzelnen Einstellungsmöglichkeiten nutzen, wird Ihnen im unteren Ende des Fensters jeweils ein aktuelles Beispiel angezeigt, damit Sie gleich sehen, wie sich die jeweiligen Änderungen auswirken. Mit einem Klick auf Umbenennen werden alle markierten Dateien nach dem gewählten Format umbenannt. Klemmende Prozesse finden und beenden Unter Mac OS stehen Ihnen zwei Optionen zur Wahl, um Prozesse und Programme zu überwachen. Die Option «Programme sofort beenden» empfiehlt sich vor allem, um schnell ein bestimmtes Programm zu beenden. Dieses Dialogfenster erreichen Sie mit der Tastenkombination Alt+Cmd+Esc. Diese Vorgehensweise sollten Sie immer zuerst wählen, wenn ein Programm klemmt. Die zweite Methode eignet sich, um zwischendurch zu überwachen, welche Programme seit Monaten eventuell Ihren Mac verlangsamen; Prozesse lassen sich aber auch dort beenden. Den Taskmanager in Mac OS – die sogenannte Aktivitätsanzeige – finden Sie im Finder am einfachsten oben über die Menüoption Gehe zu im Pfad Applications/Utilities oder in Programme/Dienstprogramme. Man erkennt anhand der verschiedenen Ansichten schnell, welche Prozesse am meisten Systemressourcen beanspruchen. Nächste Seite: Wo versteckt sich der Mauszeiger? Wo versteckt sich der Mauszeiger? Es kann schon einmal vorkommen: Der Mauszeiger verschwindet auf einmal von der Bildfläche, weil vielleicht gerade ein Prozess im Hintergrund hängt oder weil Sie an einem riesigen Bildschirm arbeiten. Dann kennen Sie vielleicht diesen Trick noch nicht: Bewegen Sie einfach für zwei Sekunden den Mauszeiger hin und her. Daraufhin vergrössert sich der schwarze Pfeil temporär. Wenn Sie sich an der temporären Vergrösserung des Pfeils schon gestört haben, können Sie diese auch einfach ausschalten. Den entsprechenden Eintrag «Schüttele den Mauszeiger, um ihn zu finden» finden Sie in den Systemeinstellungen bei der Bedienungshilfe unter Anzeige. Dateien sofort löschen Manchmal will man eine verdächtige Datei oder einen unwichtigen Brief sofort löschen, damit man die Datei gar nicht erst umständlich in den Papierkorb verschieben muss. Das geht im Finder mit der Tastenkombination Alt+Command+Backspace. Wichtig: Die Datei wird damit nicht dauerhaft vom SSD oder von der Festplatte entfernt. Dazu müsste der Speicher mehrmals überschrieben werden, was mit Gratis-Tools wie Permanent Eraser machbar ist. Besser suchen mit Spotlight und Finder Für alte Mac-Hasen dürfte die im System integrierte Spotlight-Suchfunktion schon längst bekannt sein. Was aber wenige wissen: Auch die Mac-Suchfunktion wird immer schlauer und differenziert mittlerweile schon zwischen sprachlichen Syntaxen. Wie bei Cortana unter Windows 10 können Sie beispielsweise auch einen Satz eintippen wie «Suche mir das Word-Dokument, an dem ich letzte Woche gearbeitet habe». Sie erreichen Spotlight entweder über die Cmd-+Leertaste oder über das Lupen-Suchsymbol am oberen Menürand. Was aber auch viele nicht wissen: Sogar der Finder bietet eine zusätzliche Filterfunktion an, die sich mittels Cmd+F öffnet. Über zwei Drop-down-Menüs anerbieten sich weitere Filterkriterien. Wählen Sie beispielsweise links «Art» und rechts «Bild», können Sie über das «+»-Symbol noch weitere Filter wie «Letztes Änderungsdatum» oder «Erstellungsdatum» zum Vorschein bringen und diese bei der Suche kombiniert einsetzen. Nächste Seite: Effizienter mit zwei Fenstern arbeiten Effizienter mit zwei Fenstern arbeiten Mit der Funktion «Split View» trennen Sie schnell und leicht den Bildschirm, um beispielsweise während dem Durchstöbern im Finder im Fenster nebenan im Browser zu navigieren. Etwas verwirrend ist anfangs die Handhabe, dabei geht das eigentlich kinderleicht. Das funktioniert hauptsächlich mit Mac-Apps und auch nicht ganz mit allen – aber zwischendurch ist Split View durchaus nützlich. Um «Split View» zu verwenden, drücken und halten Sie das grüne «Kreissymbol» des Programmfensters. Wenn Sie die Taste gedrückt halten, verkleinert sich das Fenster. Es lässt sich nun bewegen. Schieben Sie, während Sie die Schaltfläche noch immer gedrückt halten, das aktuelle Fenster in den linken oder rechten Bildschirmbereich. Klicken Sie dann auf die App, die im gegenüberliegenden Bildschirmbereich angezeigt werden soll. Die schwarze Trennlinie in der Mitte lässt sich verschieben, um der einen oder anderen App mehr Platz einzuräumen. Sie können nun in zwei Apps gleichzeitig arbeiten. Intelligente Foto-Suche unter macOS Sierra Das neue macOS Sierra wurde auch mit etwas künstlicher Intelligenz aufgefrischt. Apples Foto-Anwendung ist nun in der Lage, Situationen und Objekte in Bildern zu erkennen. Das vereinfacht vor allem eines: die schnelle Suche! Beim ersten Start der Anwendung braucht die Anwendung ein Weilchen, abhängig davon, wie viele Bilder Sie auf Ihrem Mac bereits horten. Sie können nun über das Suchfeld der Fotos-App (alternativ auch mittels Cmd+F) einfach nach einem Stichwort wie «Computer» suchen. Noch mehr Tipps zu macOS Sierra finden Sie in unserem Einstiegsartikel Ist Ihr Mac fit fr macOS Sierra?. Webcam vor Spionagezugriff schützen Der ehemalige NSA-Mitarbeiter und Sicherheitsexperte Patrick Wardle hat bei seiner Analyse verschiedenartiger Malware entdeckt, dass schon einige Schadprogramme theroretisch in der Lage wären, sich Zugriff auf die Webcam des Mac-Computers zu verschaffen. Sie können natürlich auch die Webcam wie Mark Zuckerberg einfach abkleben, aber wenn Sie häufig auf Skype etc. angewiesen sind, können Sie stattdessen nun auch ein kleines Gratis-Programm von Wardle installieren, das die Webcam-Zugriffsprivilegien sämtlicher Prozesse im Hintergrund überwacht. Sie können die ZIP-Datei direkt von seiner Webseite herunterladen. Je nach Browser müssen Sie die ZIP zuerst entpacken (mit Chrome geschieht das zum Beispiel automatisch). Dann das kleine Programm einfach zur Installation anklicken. Keine Angst: Falls eine Warnung aufpoppt, da es sich nicht um eine offizielle Mac-Applikation mit signiertem Code handelt, können Sie das Tool einfach trotzdem installieren. Danach platziert OverSight oben in der Menüleiste ein Regenschirmsymbol und läuft ab sofort im Hintergrund. Die App gibt nun eine Warnung aus, sobald ein Prozess auf Mikrofon und Kamera zugreift.

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