Best Practice by Opacc 18.09.2023, 00:08 Uhr

«Mitarbeiterzufriedenheit ist ein Innovationsmotor»

Opacc Software AG steht seit 1988 für Innovation und Erfolg in der Software-Entwicklung. 35 Jahre sind in der schnelllebigen ICT-Branche eine lange Zeit. Gründer Beat Bussmann gibt im Interview mit Computerworld einen Einblick in das Erfolgsrezept seines Unternehmens.
Beat Bussmann ist CEO der Opacc Software AG.
(Quelle: Opacc)
Computerworld: Wie hat sich die Firma seit ihrer Gründung entwickelt und welche Hauptinnovationen haben zum Ansehen des Unternehmens beigetragen?
Beat Bussmann: Unsere Kunden waren in diesen 35 Jahren einem hohen Automatisierungs- und Standardisierungsdruck in ihrer Prozesslandschaft ausgesetzt. Dies führte ab Tag 1 zu einer permanenten Anforderungs-Inflation. Wir sind diesem Druck immer auf zwei Ebenen begegnet. Einerseits durch eine vorausschauende Weiterentwicklung der technischen und applikatorischen Software-Architektur. Andererseits durch die Upgrade-Garantie, welche den Kunden den Zugang zu den neuen Errungenschaften in unserer Plattform und den Anwendungen jederzeit ermöglicht hat.
CW: Sie legen grossen Wert auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter und wurden mehrfach als «Friendly Work Space» ausgezeichnet. Wie schafft es das Unternehmen, eine ausgewogene Work-Life-Balance zu gewährleisten und welche Massnahmen werden ergriffen, um die Mitarbeiterzufriedenheit hochzuhalten?
Bussmann: Die vielen Annehmlichkeiten sind das Ergebnis unserer Überzeugung, dass gute Arbeitsergebnisse und der Abruf überdurchschnittlicher Leistungen eine funktional und emotional passende Arbeitsumgebung voraussetzen. Diese Überzeugung ist im genetischen Opacc-Code verankert, ich selber bin voll und ganz davon überzeugt. Und dann braucht es natürlich auch entsprechende Arbeit, die uns glücklicherweise anspruchsvolle Kunden stets ermöglicht haben.
CW: Ihr Unternehmen betont, dass Sie sowohl Führungskarrieren als auch Fachkarrieren unterstützen. Können Sie uns mehr über Ihre Nachwuchsförderung erzählen und wie Sie Talente im Unternehmen halten?
Bussmann: Es ist tatsächlich so, dass Entlöhnung und sämtliche zusätzlichen Benefits an die Funktionsstufe gebunden sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob die entsprechende Stufe über eine Führungs- oder eine Fachverantwortung erreicht wird. Wer Führungsverantwortung übernehmen will, durchläuft ein entsprechendes Training. So finden alle Beteiligten vorausschauend he­raus, ob eine solche Aufgabe im Einzelfall passt oder nicht.
CW: Die Opacc-Anwendungen werden vollständig in der Schweiz entwickelt und erhalten in den Trovarit-Studien Bestnoten. Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Produkte ständig den sich ändernden Marktgegebenheiten und Geschäftsmodellen Ihrer Kunden entsprechen?
Bussmann: Entscheide über die Weiterentwicklung von Plattform und Anwendungen werden bei uns immer sehr gut vorbereitet. Dabei werden Kundenanforderungen und -wünsche mit unseren eigenen Überlegungen und den aktuellen technischen Möglichkeiten berücksichtigt. Diese münden dann in einem Release-Plan, der sich jeweils über sechs Monate erstreckt. Bei all diesen Entscheiden legen wir einen langfristigen Horizont an und denken in Dekaden.
CW: Sie haben viele renommierte Unternehmen als langjährige Kunden. Wie gelingt es, so eine breite Palette von Kunden aus verschiedenen Branchen zu bedienen und was macht Ihre Lösungen so attraktiv für Unternehmen der unterschiedlichsten Grössen?
Bussmann: Die Branchen-Unabhängigkeit war und ist für uns elementar. Wir sehen Geschäftsprozesse immer sehr abstrakt und adaptieren sie in Projekten mit schlanken Werkzeugen an die Kundenbedürfnisse. So profitieren Kunden von Best-Practice-Ansätzen anderer Unternehmen und erhalten gleichzeitig eine individuelle Lösung im aufwärtskompatiblen Standard. Deshalb haben die Kunden über Jahrzehnte eine aktuelle und wirtschaftliche Lösung. Und wir dürfen im Gegenzug auf treue Kunden zählen!
CW: Welche Zukunftstrends halten Sie angesichts der rasanten Entwicklung für besonders wichtig?
Bussmann: Wir sehen grosses Potenzial in der Nutzung von Services, die in der Cloud verfügbar sind. Dabei meinen wir sowohl Experten-Services wie die Signatur von Dokumenten oder die Marketing-Automation wie auch Data-Science-Modelle, etwa zur Analyse von Kundenverhalten. In der standardisierten Nutzung dieser Innovationen für unsere Kunden haben wir in den letzten Jahren viel investiert.

Johann Scheuerer
Autor(in) Johann Scheuerer



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