Best Practice Ricoh Schweiz 02.09.2019, 08:30 Uhr

«Wir können grosse Projekte stemmen»

Anwenderunternehmen sollten beim Outsourcing auf verschiedene Kriterien achten, um Vendor-Lock-in oder Qualitätsmängel zu vermeiden.
Toni Fuchs, Head of IT & Digitalisation Services bei Ricoh Schweiz
(Quelle: Ricoh Schweiz )
Im Interview spricht Toni Fuchs, Head of IT & Digitalisation Services bei Ricoh Schweiz, über Vorteile, mögliche Stolperfallen und die Trends im Outsourcing-Geschäft.
Computerworld: Auf welche drei Punkte sollten IT-Entscheider bei der Auswahl ihrer IT-Dienstleister achten?
Toni Fuchs: Die bedeutendsten Entscheidungskriterien bei der Wahl eines IT-Provider sind Servicequalität mit einem Single Point of Contact, Innovationsfähigkeit sowie umfangreiche Service- und Technologiekompetenz.
CW: Wen adressieren Sie mit Ihren Services?
Fuchs: Wir fokussieren nicht explizit auf eine spezifische Kundengrösse oder auf eine bestimmte Branche. Bedeutend ist, dass wir dem jeweiligen Unternehmen basierend auf seinen Bedürfnissen die richtigen Lösungen anbieten können. Ist dies der Fall, dann ist das Unternehmen ein potenzieller Kunde für uns.
CW: Inwieweit verzeichnen Sie bestimmte Outsourcing-Trends und wie adressieren Sie diese?
Fuchs: Die stärkste Nachfrage registrieren wir in den Bereichen Cloud Services, Workplace Management, Document Management Services (DMS) und Enterprise Content Management (ECM). Unsere Kunden wünschen Unterstützung bei Themen rund um die Cloud und bei der Digitalisierung von Geschäftsprozessen. Dank unseren Lösungen in diesen Bereichen sind wir optimal positioniert, um Kunden bei ihren Digitalisierungsvorhaben mit Applikationen und auch IT-Services zu unterstützen.
CW: Worin unterscheiden Sie sich bei den Angeboten von Ihren Mitbewerbern? Welches sind Ihre konkreten Alleinstellungsmerkmale?
Fuchs: Die Cloud ist heute eines der zentralen IT-Themen für unsere Kunden. Ebenso die Servicequalität und die benötigte Verfügbarkeit der IT-Landschaft, was immer wichtiger wird. Verschiedene Leistungspartner können aufgrund der mangelhaften End-to-End-Verantwortung hinderlich werden. Wir übernehmen als Drehscheibe die Koordination und Leistungserbringung anderer IT-Servicepartner des Kunden. Wir sind einer der wenigen Anbieter in der Schweiz, der ein so breites Spektrum an IT-Infrastruktur-Services abdecken kann. Hierzu zählen Bereiche wie Data Center, Workplace Management, Drucker, Scanner bis hin zu DMS- und ECM-Lösungen – alles aus einer Hand. Die Schweiz ist ein Land von KMU. Viele sind auch international tätig. Wir können aufgrund der weltweiten Organisation und den global verfügbaren IT-Services Kunden auch in anderen Ländern die benötigten IT-Services anbieten. Das können nur wenige Dienstleister offerieren.
CW: Services sind personalaufwendig, insbesondere wenn man ein breites Spektrum anbietet. Wie geht Ihr Unternehmen mit dem Fachkräftemangel um?
Fuchs: Aufgrund der eigenen Engineering Field Force aus dem Kerngeschäft mit Druckern kann Ricoh auch Grossprojekte, bei denen Knowhow im Bereich Rollout und Break und Fix gefordert ist, als End-to-End-Service anbieten. Am Arbeitsmarkt sind wir als attraktiver Arbeitgeber positioniert. Aber auch wir werden nicht verschont und sind dem Fachkräftemangel ausgesetzt. Durch Investitionen in Ausbildung und Transformation bieten wir unseren Mitarbeitern die Möglichkeit, sich mit der Firma weiterzuentwickeln.
CW: Ricoh Schweiz hat seine klassischen Stärken im Geschäft mit Managed Print Services. Inwieweit werden Sie denn am IT-Markt bereits als Full-Service-Provider wahrgenommen?
Fuchs: Wir werden bereits sehr stark als Full-Service-Provider wahrgenommen. Unsere Kunden verstehen, dass Managed Print Services auch ein IT-Thema sind. Die ganzheitliche Betrachtung der IT mit ihren verschiedenen Feldern wie Cloud, Infrastruktur, Prozesse, Services etc. und die Breite des Portfolios stellen einen enormen Mehrwert im Zeitalter der Digitalisierung für die Kunden dar.
CW: Welche Rolle spielt künftig noch das Printing Business für Ricoh Schweiz?
Fuchs: Das Printing Business bildet auch über die nächsten Jahre unser Kerngeschäft. Auch in Zukunft wird gedruckt, dafür wird die Menge abnehmen. Mit den IT-Services wollen wir die verschiedenen Anforderungen unserer Kunden ganzheitlich betrachten und ihnen umfassende Services anbieten. Auf diese Weise können wir den Rückgang im Printing Business ausgleichen respektive dank unseren Mehrwerten überkompensieren.

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