Kälteprobleme 02.03.2018, 07:30 Uhr

Smartphone-Nutzung: heisse Tipps für kalte Tage

An kalten Tagen leidet auch das Smartphone. Computerworld gibt Tipps, wie man die grössten Kälteprobleme bewältigen kann.
(Quelle: Caroline Krämer / dpa)
Die sogenannte russische Peitsche macht nicht nur den Schweizerinnen und Schweizern zu schaffen, sondern auch deren Handys. Besonders Smartphones und andere berührungsempfindliche Geräte leiden unter tiefen Temparaturen. Dies wirkt sich auf Akkuleistung, Firmware-Stabilität und Touchscreen-Funktionalität aus. Apple schreibt sogar explizit im Support-Dokument, dass das iPhone optimalerweise zwischen 0 und 35 Grad Celcius benutzt wird. Auch Feuchtigkeit ist ein Problem: Sei es durch Schnee und Regen oder aber durch Kondenswasser, das entsteht, wenn man das Smartphone zu schnell einem zu grossen Temperaturunterschied aussetzt.
Allerdings kann man das Wetter gar nicht und die Notwendigkeit des Smartphones nicht immer beeinflussen. Deshalb gibt es hier sechs Tipps, die dem Smartphone helfen, der Kälte zu trotzen.
1. Warm halten
Thank you, Captain Obvious! Ein gutes Mittel, um den Akku oder andere Bauteile des Geräts vor der Schockstarre zu schützen, ist, es warm zu halten. Das heisst konkret: Lassen Sie das Handy nicht im Auto liegen, halten Sie es nicht dauernd in Händen, wo es dem Wetter ausgesetzt ist: Bewahren Sie es in einer Tasche, oder noch besser, in der Hosentasche auf.
2. Warm laden
Kommen Sie direkt mit dem kalten Phone rein, schliessen Sie es nicht sofort an das Ladegerät an. Geben Sie dem Telefon drei Minuten Zeit, um auf Raumtemperatur zu kommen.
3. Reanimieren
Ist das Kind in den Brunnen gefallen, bzw. das Phone der Kälte erlegen, kann es helfen, das Gerät kurze Zeit an den warmen Körper zu halten. Dies kann bereits für einige Minuten Betrieb reichen. Aber Vorsicht, nicht zu lange! Sonst entsteht ob dem Temperaturunterschied Kondenswasser, was dem Handy massiv schadet.
4. Vermeiden Sie Temperaturschocks
Analog zu Tipp 3: Lassen Sie dem Handy Zeit, sich an die neuen Gegebenheiten zu gewöhnen. Haben Sie den ganzen Tag auf der Piste verbracht, sollten Sie das Handy vielleicht auf dem Tisch und nicht auf dem Heizkörper deponieren. Das erzielt den gleichen Effekt, wie wenn Sie direkt vom Schnee in die warme Badewanne hüpfen.
5. Headset benutzen
Wenn ein Telefongespräch im Schnee unvermeidlich ist, benutzen Sie am besten ein Headset mit Freisprech-Einrichtung. So eines wird heutzutage jedem besseren Smartphone beigelegt. So schützen Sie das Gerät nicht nur vor Kälte, sondern auch vor Kondenswasser, das bei Hautkontakt entsteht. Praktisch sind auch Bluetooth-Headsets, bei denen dann das Handy weder für die Verkabelung noch für die Anrufannahme aus der Tasche geholt werden muss. Für tastenlose Headsets gibts unter Android und iOS auch die automatische Anrufannahme, die in den Einstellungen aktiviert werden kann. Sollte dies nicht der Fall sein, gibt es dafür auch Apps für Android. Bei selbst getätigten Anrufen klappt, dank Siri und Google Assistant, die Sprachwahl mittlerweile ganz gut.
Ansonsten nicht vergessen: Klingelton auf laut stellen, wenn Sie keinen Anruf verpassen wollen. 
6. Fallschutz ungleich Wärmeschutz
Für beinah jedes Smartphone-Modell gibt es Hüllen. Diese sind zumeist für den Schutz vor Stürzen konzipiert. Allerdings gibt es auch Hüllen, in denen man das Gerät verstauen kann. Dies schützt zusätzlich vor der Kälte. Diese Hüllen sind gepolstert oder gummiert oder bestehen sogar aus Neopren.
Zusatztipp: Das Smartphone bei ungastlichen Witterungsbedingungen möglichst selten und kurz benutzen.

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