4G-Netz 26.11.2018, 14:30 Uhr

Swisscom-Kunden surfen am schnellsten

OpenSignal hat die Leistungsfähigkeit von Schweizer Mobilfunknetzen ausgewertet. Am schnellsten surft es sich bei Swisscom, Sunrise kann bei der Verfügbarkeit punkten.
Die britische Firma OpenSignal hat erneut die Leistungsfähigkeit von Schweizer Mobilfunknetzen unter die Lupe genommen. Punkto Geschwindigkeit auf dem LTE-Netz steht Swisscom aktuell an der Spitze, wie die Auswertung zeigt. Gemäss OpenSignal gelang es dem Telco-Primus beim Download-Speed als erster Schweizer Provider, die Marke von 40 Mbps zu knacken. In den letzten Monaten steigerte Swisscom den Schnitt insgesamt um mehr als 3 Mbps. Den zweiten Platz teilen sich Salt und Sunrise. Salt machte im letzten Halbjahr rund 3 Mbps gut und schloss so zu Sunrise auf.
Anders sieht es auf dem 4G-Netz mit der Upload-Geschwindigkeit aus. Hier muss sich Swisscom mit Rang zwei begnügen. Salt uns Sunrise teilen sich den Spitzenplatz. Die Messungen ergaben durchschnittliche Geschwindigkeiten von 13,37 Mbps bei Sunrise und 13,12 Mbps bei Salt. Swisscom kommt auf 10,73 Mbps.
Die Ergebnisse des Netztests in der Übersicht
(Quelle: OpenSignal)
Weiter wurden zwei Awards zur Latenz verteilt. Beide räumte Swisscom mit Zeiten von 28,99 Millisekunden (4G) und 40,36 Millisekunden (3G) ab. OpenSignal verzeichnete hierbei die grösste Verbesserung bei Salt. Der Provider verringerte seine Latenzzeit auf dem 4G-Netz im Vergleich zum letzten Test um fünf Millisekunden, bleibt damit jedoch nach wie vor auf Rang drei sitzen.
Bei der Verfügbarkeit trumpfte hingegen Sunrise gross auf. Mit einer schweizweiten Availability von durchschnittlich 89 Prozent sicherte sich der Provider in diesem Bereich die Krone. OpenSignal schlüsselt alle Kategorien zusätzlich nach sieben individuellen Regionen auf – Mittelland, Genfersee, Tessin, Zürich, Zentral-, Ost- und Nordwestschweiz. Dabei zeigt sich, dass Sunrise in der Nordwestschweiz bereits die Marke von 90 Prozent knackte. Mit einer schweizweiten Verfügbarkeit von 86,7 Prozent folgt Swisscom auf Platz zwei, Salt belegt mit 84,78 Prozent Platz drei.

Daten von knapp 13'000 Devices

Die Auswertung von OpenSignal basiert momentan auf mehr als 133 Millionen Messdaten. Diese werden dem Unternehmen von Nutzerinnen und Nutzern freiwillig zur Verfügung gestellt, die die OpenSignal-App auf ihren Geräten installiert haben. Laut Angaben von OpenSignal konnte man auf Nutzungsinformationen von knapp 13'000 Devices zurückgreifen. Durchgeführt wurden die Messungen zwischen dem 1. August und dem 29. Oktober 2018.
Der gesamte Report zum aktuellen OpenSignal-Test ist unter diesem Link einsehbar.


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