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ETH verdreifacht Gebühren für ausländische Studierende

Ausländische Studierende müssen für ihr ETH-Studium ab Herbstsemester 2025 höhere Gebühren zahlen. Die Hochschule verdreifacht die Studiengebühren, von bisher 730 Franken auf 2190 Franken.
Das Hauptgebäude der ETH Zürich.
© (Quelle: ETH Zürich / Gian Marco Castelberg)

Studierende, die bereits eingeschrieben sind, könnten ihr Bachelor- oder Masterstudium aber noch ohne Verdreifachung abschliessen, heisst es in einer Mitteilung des ETH-Rats vom Freitag. Grund für die Erhöhung ist ein Sparprogramm des Bundes, das weniger Geld für den ETH-Bereich vorsieht. Die Hochschulen müssen deshalb ihre Einnahmen erhöhen.

An der ETH Zürich stammen aktuell rund 40 Prozent aller Studierenden aus dem Ausland. An der EPFL in Lausanne sind es sogar 60 Prozent. Ausländerinnen und Ausländer, die ihren Schulabschluss in der Schweiz gemacht haben, sind von der neuen Regelung ausgenommen.

Die Studierendenvereinigungen VSETH und Agepoly der beiden Hochschulen lehnen die Gebührenerhöhung entschieden ab, wie sie bereits im Sommer mitteilten, als der ETH-Rat die höheren Semestergebühren in Aussicht stellte.

 Studierende seien eine vergleichsweise finanzschwache Gruppe der Gesellschaft und es könne nicht erwartet werden, dass sie mit ihren Gebühren das grosse Loch im ETH-Budget füllten. Studierende sollten aufgrund ihrer Fähigkeiten und ihres Potenzials ausgewählt werden, nicht aufgrund ihrer finanziellen Situation.  

EU will gleiche Gebühren für alle

Dass die Gebühren für Ausländerinnen und Ausländer erhöht werden, wurde auch vom Parlament unterstützt. Es passte im September das ETH-Gesetz entsprechend an.

An einigen Schweizer Universitäten sind die Gebühren für inländische und ausländische Studierende bereits heute unterschiedlich hoch. So etwa an der Universität St. Gallen, wo Schweizer für ein Semester 1229 Franken bezahlen, Ausländer hingegen 3129 Franken.

Die Gebühren für ausländische Studierende sind aktuell auch ein Thema bei den Verhandlungen der Schweiz mit Europa. Die EU zeigte sich offenbar bereit, über eine Einwanderungs-Schutzklausel zu diskutieren. Allerdings fordert sie im Gegenzug, dass europäische Studierende nicht mehr zahlen sollen als jene aus der Schweiz.

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