Swico House View 2020 27.01.2020, 14:28 Uhr

Schweizer Firmen: Grösste Investitionen gehen in die Cloud

Der Schweizer Branchenverband Swico hat seine Mitglieder zu Projekten und Ausgaben im ICT-Bereich befragt. Am aktivsten ist demnach die Finanzindustrie. Und: Durchs Band weg wird am meisten in Cloud-Projekte investiert.
(Quelle: Swico)
Schweizer Unternehmen investieren hauptsächlich in die Cloud. Zu diesem Ergebnis kommt der Branchenverband Swico in seiner aktuellen Studie «Swico House View 2020». Im Rahmen der Untersuchung hat Swico seine Mitglieder in Sachen ICT-Prokjekte und -Investitionen befragt. Von den gut 600 Mitgliedern haben sich rund 100 an der Umfrage beteiligt.
Die Cloud ist der grösste Investitionsposten der Schweizer Unternehmen
Quelle: Swico House View 2020: Befragung der Swico Mitglieder 2019, durchgeführt von sieber&partner
Der Studie zufolge fliessen 28 Prozent der Investitionen in einen der Technologietrends in die Cloud. An zweiter Stelle folgen Plattformen mit 19 Prozent. Auch für Cyber-Security machen viele Schweizer Firmen Geld locker. Gut 15 Prozent der Mittel fliessen in dieses ICT-Feld.
Nicht ganz so investitionswillig sind die befragten Firmen in Sachen Big Data (12 Prozent) und Internet of Things (10 Prozent). Obwohl ein viel diskutiertes Thema sind konkrete Investionen in Blockchain-Projekte mit 3 Prozent relativ rar.

Aufschlüsselung nach Branchen

Swico hat für die «House View» auch nach konkreten ICT-Projekten gefragt. Im Fragebogen wurden dabei 16 Branchen gemäss dem Bundesamt für Statistik berücksichtigt. Auf diese verteilen sich die ingesamt 1154 Projekte von rund 100 antwortenden Mitgliedern.
ICT-Projekte in Schweizer Unternehmen, aufgeschlüsselt nach Branchen
Quelle: Swico House View 2020: Befragung der Swico Mitglieder 2019, durchgeführt von sieber&partner
Dieser Teil der Studie zeigt, dass die Finanzdienstleister am aktivsten sind. Diese Branche hat 130 ICT-Projekte am Laufen. Allen Industrien ist gemein, dass die meisten Projekte im Bereich Cloud laufen. Allerdings gibt es auch hervorzuhebende Unterschiede. So können die Branchen «Maschinen und Fahrzeugbau» sowie «Verkehr und Logistik» vergleichsweise viele Projekte in Sachen Internet der Dinge (Internet of Things) aufweisen.

Schweizer ICT-Cluster und regionale Unterschiede

Anhand der Angaben der Mitglieder von Swico zu ihren Investitionen in die ICT-Trends und zum Standort ihres Hauptsitzes kann ein grobes Bild der ICT-Cluster in der Schweiz gezeichnet werden. Auch bei der Einteilung der Standorte wurden die Grossregionen des Bundesamts für Statistik als Massstab verwendet.
Schweizer ICT-Cluster
Quelle: Swico House View 2020: Befragung der Swico Mitglieder 2019, durchgeführt von sieber&partner
Die Auswertung zeigt, dass die Mitglieder im Raum Zürich für rund 50 Prozent der Investitionen verantwortlich sind. Anders gesagt ist Zürich für alle ICT-Trends ein guter Standort. Die Grossregion Zentralschweiz (Luzern, Uri, Schwyz, Obund Nidwalden, Zug) verzeichnet in den Bereichen Big Data, Cybersecurity, Plattformen und Internet of Things jeweils mehr als 15 Prozent der gesamten schweizerischen Investitionen in Technologietrends.
Die Region Mittelland (Bern, Freiburg, Solothurn, Neuenburg, Jura) investiert mit 32 Prozent viel in Plattformen, gefolgt von Internet of Things mit 15 Prozent. Die Mitglieder der Region Nordwestschweiz (beide Basel, Aargau) investieren mit 19 Prozent viel Geld in Augmented Reality, Virtual Reality und Mixed Reality. Zu den Région Lémanique, Ostschweiz und Tessin können aufgrund der erhaltenen Anzahl Antworten keine schlüssigen Aussagen gemacht werden.
Weitere Grafiken zu den Umfrageergebnissen finden sich in der folgenden Bilderstrecke:

Bildergalerie
Ausgewählte Ergebnisse der Swico House View 2020




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