Nach erfolreichem Test 05.12.2018, 17:50 Uhr

Postdrohne fliegt Laborproben vom Unispital in die Uni Zürich

Tests in Lugano, Bern und kürzlich in Zürich verliefen positiv. Ab dem 10. Dezember transportiert die Postdrohne Proben zwischen dem UniversitätsSpital und der Universität Zürich.
(Quelle: Die Schweizerische Post )
Im Juni hatte die Schweizerische Post verkündet, dass nach Lugano und Bern nun auch in Zürich Laborproben mit Drohnen transportiert würden (Computerworld berichtete). Offenbar verlief diese Testphase erfolgreich und soll ausgeweitet werden.
Im Auftrag des UniversitätsSpital Zürich (USZ) und der Universität Zürich (UZH) transportiert die Schweizerische Post ab dem 10. Dezember Laborproben per Drohne. Das Projekt dauert voraussichtlich ein Jahr, schreibt die Post in einer Mitteilung. In dieser Zeit wollen das USZ, die UZH, die Post und der Drohnenhersteller Matternet Erfahrungen im Langzeitbetrieb sammeln. Erste Testflüge finden am 6. Dezember statt. Die Drohne fliegt die Laborproben autonom. Die zweieinhalb Kilometer lange Route verläuft von einer Dachterrasse des Nordtrakts am USZ bis zum UZH Irchel – soweit möglich über bewaldetes Gebiet.
Laut Post legt die Drohne die Strecke doppelt so schnell und ökologischer zurück als ein Kurier auf der Strasse. Dies unabhängig von der Verkehrslage. «Wir integrieren Drohnen in unsere Logistikkette, weil wir mit ihnen schneller und flexibler Labortransporte durchführen können. Das verkürzt nicht nur die Wartezeiten für unsere Patientinnen und Patienten, sondern auch für die Ärzte und Pflegefachpersonen im Spital», lässt sich Renate Gröger, Direktorin Betrieb des UniversitätsSpital Zürich, in der Mitteilung zitieren.
Die zweieinhalb Kilometer lange Route verläuft vom UZH Campus Irchel an der Winterthurerstrasse 190 bis zu einer Dachterrasse des Nordtrakts am USZ
(Quelle: Die Schweizerische Post)

Zusammenarbeit mit dem BAZL und Skyguide

Die Sicherheit stehe bei den Drohnentransporten für alle beteiligten Partner stets an erster Stelle, schreibt die Post weiter. Die Drohne verfüge deshalb über moderne Sicherheitssysteme in doppelter Ausführung inklusive eines Kollisionswarnsystems. Die Drohne hat keine Kamera an Bord.
Damit die regulatorischen Rahmenbedingungen genau befolgt werden können, erfolge jedes neue Drohnenprojekt in enger Zusammenarbeit mit dem BAZL, der Skyguide und den kommunalen Behörden. Drohnen würden in Zukunft die traditionelle Paketzustellung und den Pöstler sinnvoll ergänzen, jedoch nicht ersetzen.


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