Kooperation 15.01.2018, 11:16 Uhr

Hypi Lenzburg lanciert mit Sonect den virtuellen Geldautomaten

Die Hypothekarbank Lenzburg geht mit der offenen Schnittstelle für ihr Kernbankensystem in den operativen Betrieb. Gemeinsam mit dem Start-up Sonect lanciert sie einen Dienst, der Kunden den Bargeldbezug in Shops und Läden per Smartphone ermöglicht.
Die Hypothekarbank Lenzburg erweitert ihr Netz von momentan 25 Geldautomaten – und zwar mithilfe des Zürcher Fintech-Start-ups Sonect. Die Partnerschaft ermöglicht es Kundinnen und Kunden des Finanzinstituts, kostenlose Geldbezüge bei ausgewählten Geschäften und Ladenlokalen zu tätigen. Denn das Jungunternehmen entwickelte eine Smartphone-App, die jedes Geschäft zum potenziellen Geldautomaten macht. Kunden müssen dafür lediglich einen Barcode scannen, den sie von den Besitzern teilnehmender Läden erhalten. Danach wird in der App ein gewünschter Betrag eingegeben, der darauf von Konto abgebucht und in bar ausbezahlt wird.

Neue Schnittstelle nimmt operativen Betrieb auf

Wie die «Hypi» Lenzburg in einer Medienmitteilung schreibt, findet der Datentransfer dabei über jene Schnittstelle statt, welche sie im vergangenen Sommer im Rahmen ihrer Open-API-Initiative in den Testbetrieb genommen hatte. Ausgewählte Fintech-Unternehmen hätten die Technologie in den vergangenen Monaten auf ihre Praxistauglichkeit hin geprüft. Mit der Integration des Sonect-Apps beende die Hypothekarbank nun die Testphase – somit werde die offene Schnittstelle im operativen Kernbankensystem Finstar aktiviert. In den kommenden Monaten soll das System mit weiteren Fintech-Angeboten ergänzt werden, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Aktiv ab Ende des ersten Quartals

Nun dauert es aber noch einen Moment, bis Kunden der Hypothekarbank Lenzburg Geld bei Geschäften und Läden beziehen können. Erste Bezugspunkte sollen laut Mitteilung bis Ende des ersten Quartals aktiviert werden. Danach werde das Netz kontinuierlich ausgebaut. Als ersten Kooperationspartner konnte das Finanzinstitut in ihrem Einzugsgebiet die Lindenapotheke gewinnen. Sandipan Chakraborty, CEO von Sonect, ist der Überzeugung, dass er die Grösse des «Hypi»-Geldautomaten-Netzes mit seinem Dienst in den kommenden Monaten mehr als verdoppeln könne. Hinzu kommen schweizweit weitere 100 virtuelle Geldautomaten, die den Sonect-Dienst bereits nutzen.
Damit Kundinnen und Kunden den neuen Dienst nutzen können, brauchen sie laut Angaben der Hypothekarbank Zugang zu ihrem E-Banking sowie zur Smartphone-App von Sonect. Denn der Service müsse zuerst im E-Banking freigeschaltet werden. Damit geben Userinnen und User die Einwilligung, dass zwischen dem Kernbankensystem der «Hypi» und der Sonect-App diejenigen Kontodaten ausgetauscht werden, die für die Nutzung der virtuellen Geldautomaten nötig sind.


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