Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Nationale Konferenz für Ingenieurberufe fordert bessere Koordination

Der Bedarf an Ingenieurinnen und Ingenieuren in der Schweiz bleibt hoch und dürfte weiter steigen. Zu diesem Schluss kamen rund 40 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Verbänden an der ersten National Conference of Engineers, die Anfang März an der Hochschule Luzern stattfand.

Der Fachkräftemangel in den MINT-Berufen ist ein strukturelles Problem. Zudem sind Frauen in technischen Berufen weiterhin deutlich unterrepräsentiert.

© zVg

An der Hochschule Luzern (HSLU) trafen sich Anfang März rund 40 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung, Verbänden und der Studierendenschaft zur ersten «National Conference of Engineers». Ziel der Veranstaltung war es, einen Überblick über bestehende Initiativen zur Förderung von Ingenieur-, MINT- und Techberufen zu gewinnen und gemeinsame Massnahmen für die Zukunft zu entwickeln. Ein zentrales Ergebnis der Diskussionen: In der Schweiz mangelt es nicht an Programmen zur Nachwuchsförderung. Auf der Plattform educamint.ch sind derzeit rund 860 Initiativen registriert. Die Herausforderung liege vielmehr in der besseren Koordination, Finanzierung und Sichtbarkeit dieser Angebote.

Sabine Sulzer (Vizedirektorin Departement Technik & Architektur der HSLU) und Stephan Keller (Präsident des Fachhochschulrats der HSLU) eröffneten die erste National Conference of Engineers. 

© Engineers' Day
Schlüsselrolle für Innovation und Transformation

Die Teilnehmenden betonten die zentrale Bedeutung technischer Berufe für die Bewältigung aktueller Herausforderungen wie Klimawandel, Digitalisierung oder nachhaltige Mobilität. Ingenieurinnen und Ingenieure entwickeln Lösungen für erneuerbare Energiesysteme, resiliente Infrastrukturen, smarte Mobilitätskonzepte und datenbasierte Anwendungen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Innovationsfähigkeit und Wettbewerbsstärke der Schweiz. Gleichzeitig bleibt der Fachkräftemangel in technischen Berufen ausgeprägt. Hinzu kommt, dass Frauen in vielen MINT-Disziplinen weiterhin deutlich unterrepräsentiert sind.

Salome Hug (Vorstand sia), Sarah Hauser (Direktorin Dep. Informatik HSLU), Lukas Müller (Leiter Ausbildung HSLU), Sabine Sulzer (Vizedirektorin Dep. Technik & Architektur HSLU), Stephan Keller (Präsident Fachhochschulrat HSLU) und Livia Brahier (Co-Geschäftsführerin suisse.ing) moderierten Workshops.

© Engineers' Day
Roadmap für mehr Nachwuchs

In Workshops und einer Podiumsdiskussion formulierten die Teilnehmenden mehrere Stossrichtungen für eine gemeinsame Roadmap. Dazu zählen unter anderem eine stärkere gesellschaftliche Positionierung des Engineering-Berufsbilds, mehr praxisnahe Beispiele für technische Innovationen sowie eine frühere Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für Technik und Wissenschaft. Zudem soll die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Hochschulen, Verbänden und Politik intensiviert werden, um bestehende Initiativen besser zu vernetzen und Synergien zu nutzen.

Nationale Deklaration geplant

Die Konferenz wurde vom Engineers’ Day Schweiz gemeinsam mit der Hochschule Luzern organisiert und versteht sich als Auftakt für ein langfristiges Engagement zur Stärkung technischer Berufe. Bereits angekündigt ist eine zweite Konferenz am 4. März 2027. Dort soll eine nationale Deklaration verabschiedet werden, mit der die beteiligten Akteure ihre Zusammenarbeit verbindlicher gestalten wollen. 

Podiumsdiskussion mit Tamara Todorovic (Studierende HSLU, Femgineers), Lea Hasler (Geschäftsführerin IngCH), Daniel Löhr (Gründer und Co-Geschäftsführer Engineers' Day), Sabine Sulzer (Moderation), Barbara Frei-Spreiter (VR Schneider Electric).

© Engineers' Day

Spannende Gespräche an der National Conference of Engineers. 

© Engineers' Day
Bildung
Anzeige

Neueste Beiträge

10 Professorinnen und Professoren an den beiden ETH ernannt
Der ETH-Rat hat auf Antrag des Präsidenten der ETH Zürich, Prof. Dr. Joël Mesot, und der Präsidentin der EPFL, Prof. Dr. Anna Fontcuberta i Morral, insgesamt 7 Professorinnen und 3 Professoren ernannt, einer Person den Titel Professor und einer Person den Titel Professor of Practice verliehen sowie den Rücktritt von einem Professor mit Verdankung zur Kenntnis genommen.  
8 Minuten
16. Jul 2026
Wie digitale Archive Unternehmenswissen nutzbar machen - Nachgefragt by CENT Systems
Ist das Zeitalter der physischen Archive vorbei? Für Sascha Büchler, Leiter Innovation beim IT-Dienstleistungsunternehmen CENT Systems, gibt es darauf nur eine Antwort. Der Innovationsexperte sieht papierbasierte Archive als strukturelle Hürde für effiziente Prozesse – und erklärt im Gespräch, weshalb e-Archivlösungen den Weg in die Zukunft weisen.
4 Minuten
SBS Schweiz ruft den World Adapter USB wegen Brand- und Stromschlaggefahr zurück
In Zusammenarbeit mit dem Eidgenössischen Starkstrominspektorat (EST) ruft die SBS Schweiz den World Adapter USB «TEADAPTUSB2CPD20UNI» zurück. Es besteht Brandgefahr und Stromschlaggefahr. Die Konsumenten erhalten den Kaufpreis rückerstattet.
2 Minuten
16. Jul 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Davos wird zur ersten Robot City Europas
Mehr als 50 Roboter aus Europa, China und den USA arbeiten derzeit mitten in Davos. Der erste Davos Tech Summit zeigt damit erstmals Robotik-Anwendungen im öffentlichen Raum. Fachleute diskutieren zudem über Physical AI, Cybersecurity und Europas Rolle in der Robotik.
2 Minuten
Schweizer Funk-Uhren haben deutsche Zeit - Zeitumstellung
Am Sonntag beginnt die Sommerzeit. Um 02.00 Uhr werden alle Uhren auf 03.00 Uhr eine Stunde vorgestellt. Viele Uhren erledigen dies automatisch. Aber wie eigentlich? Und sollte die Zeitumstellung nicht schon längst abgeschafft werden?
3 Minuten
27. Mär 2024
Digitalisierung senkt Zahl fehlgeleiteter Gepäckstücke
Trotz steigender Passagierzahlen hat die Luftfahrtbranche im Jahr 2025 ihre grössten Fortschritte seit der Pandemie erzielt: Die Zahl falsch abgefertigter Gepäckstücke sank um 23 %.
4 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige