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Frauen sehen Cybersecurity als attraktive Karriere

Eine neue Untersuchung von ISC2 zeigt: Rund 72 Prozent der befragten Frauen sehen Cybersecurity als attraktiven Karrierepfad. Gleichzeitig berichten sie deutlich häufiger als Männer von strukturellen Hürden – etwa bei Karrierechancen, Work-Life-Balance oder Entlassungen.
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Die Befragungsdaten zeigen ausserdem deutliche Unterschiede zwischen den Einschätzungen von Frauen und Männern, was die Hürden für Frauen in der Cybersecurity-Branche betrifft. Besonders gross sind die Differenzen bei Work-Life-Balance und ungleicher Bezahlung.

© KI-generiertes Bild

Cybersicherheit bleibt für viele Frauen ein spannendes Berufsfeld – auch wenn strukturelle Herausforderungen weiterhin eine Rolle spielen. Das zeigt eine neue Analyse der internationalen Fachkräfteumfrage Cybersecurity Workforce Study 2025 von ISC2. Für die Auswertung wurden mehr als 2’600 weibliche Cybersecurity-Fachkräfte befragt. Sie sind Teil der insgesamt 16’029 Teilnehmenden umfassenden Studie, die weltweit die Entwicklung des Cybersecurity-Arbeitsmarktes untersucht.

Mehrheit sieht Cybersecurity als attraktiven Beruf

Die Ergebnisse zeichnen ein grundsätzlich positives Bild: 72 Prozent der befragten Frauen bezeichnen Cybersecurity als einladenden Karriereweg in ihrer Region. Auch die Arbeitszufriedenheit ist gestiegen – von 67 Prozent im Vorjahr auf 71 Prozent. Damit bestätigt sich ein Trend, der bereits in früheren Workforce-Studien sichtbar wurde: Trotz Fachkräftemangel und wachsender Bedrohungslage bleibt die Branche für viele Spezialistinnen attraktiv.
 

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Die Befragungsdaten zeigen deutliche Unterschiede zwischen den Einschätzungen von Frauen und Männern zu den Hürden für Frauen in der Cybersecurity-Branche. Besonders gross sind die Differenzen bei Work-Life-Balance und ungleicher Bezahlung.

© ISC2
Mehr Hürden beim beruflichen Aufstieg

Gleichzeitig zeigt die Untersuchung deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. 34 Prozent der Frauen geben an, dass Ungleichheiten bei Bezahlung oder Beförderungen ihre Karriere gebremst haben. Bei Männern liegt dieser Wert bei 19 Prozent. Auch beim Thema Wahrnehmung von Hindernissen zeigt sich eine grosse Diskrepanz: 42 Prozent der männlichen Befragten sehen keine besonderen Herausforderungen für Frauen in der Branche. Unter Frauen teilen nur 17 Prozent diese Einschätzung.

Work-Life-Balance bleibt zentrale Herausforderung

Als grösste Hürde nennen viele Teilnehmerinnen die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. 45 Prozent der Frauen sehen Work-Life-Balance oder Betreuungsverpflichtungen als entscheidenden Faktor für ihre berufliche Entwicklung. Bei Männern liegt dieser Anteil mit 29 Prozent deutlich niedriger. Auch die aktuelle Marktsituation spielt eine Rolle: 28 Prozent der Frauen berichten von Entlassungen im Sicherheitsbereich ihres Unternehmens im vergangenen Jahr – bei Männern sind es 23 Prozent.

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Die Arbeitszufriedenheit in der Cybersecurity-Branche wird stark von wirtschaftlichen Faktoren wie Entlassungen beeinflusst. Frauen berichten von einer Zufriedenheit von 74 Prozent, wenn es in ihrem Unternehmen keine Entlassungen oder nur ausserhalb des Security-Teams gab. Kam es jedoch zu Entlassungen im Cybersecurity-Team, sank die Zufriedenheit auf 67 Prozent.

© ISC2
Frauen sehen sich bei KI-Kompetenzen teilweise im Vorteil

Ein überraschendes Ergebnis betrifft Kompetenzen rund um künstliche Intelligenz. 27 Prozent der Frauen geben an, über signifikante Kenntnisse in KI und Machine Learning zu verfügen. Bei Männern liegt dieser Anteil bei 17 Prozent. Gleichzeitig denken 33 Prozent der Frauen darüber nach, aufgrund der aktuellen Marktbedingungen den Beruf zu wechseln – etwas häufiger als Männer (27 Prozent).

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Interessanterweise überlegen sich 27 % der Studienteilnehmerinnen einen Laufbahnwechsel zu Gunsten einer KI-orientierten Berufsperspektive. Ein deutlich höherer Wert als bei den männlichen Befragten.

© ISC2
Cybersecurity-Fachkräfte weiterhin stark gefragt

Die Ergebnisse passen zum Gesamtbild der Cybersecurity Workforce Study: Trotz wachsender Nachfrage nach Sicherheitsfachkräften bleibt der Fachkräftemangel weltweit hoch. Unternehmen sind daher zunehmend darauf angewiesen, neue Talentpools zu erschliessen – dazu zählen insbesondere Frauen, die im Cybersecurity-Arbeitsmarkt weiterhin unterrepräsentiert sind. Für Organisationen bedeutet das laut ISC2 vor allem eines: bessere Karrierepfade, flexible Arbeitsmodelle und gezielte Weiterbildung könnten entscheidend sein, um mehr Fachkräfte langfristig in der Branche zu halten.

Der vollständige Bericht über Frauen in der Cybersicherheitsbranche steht zur Verfügung unter: https://www.isc2.org/Insights/2026/03/isc2-women-in-cybersecurity-study-workplace-ai-skills.
 

Frauen in der IT
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