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Lesedauer 4 Min.

Mit dem Freizügigkeitskonto (BVG) die Rentenersparnisse sichern

Das Freizügigkeitskonto (BVG) hilft Ihnen dabei, in Situationen der beruflichen Umorientierung Ihre zukünftigen Rentenansprüche zu sichern.
© Freepik

Freizügigkeitskonto verstehen: Wichtige Tipps für die Schweizer Rente

Damit Sie die Zukunft in finanzieller Hinsicht entspannt geniessen, gibt es das Freizügigkeitskonto als Instrument zur Sicherung der späteren Rentenansprüche. Es ist in verschiedenen beruflichen Situationen im Einsatz, um beschäftigungsfreie Zeiten sinnvoll zu überbrücken.

Was ist ein Freizügigkeitskonto?

Das Freizügigkeitskonto ist als zweite Säule des Rentensystems in der Schweiz ein Konzept der beruflichen Vorsorge. Es dient als vorübergehender „Parkplatz“ für die Rentenersparnisse während einer beruflichen Umstrukturierung. Die Gelder, die Sie bislang in die Pensionskasse einbezahlt haben, müssen Sie dem Gesetz entsprechend weiterhin für die Vorsorge aufwenden. Sie können das angesparte Rentengeld nicht abheben, wenn Sie das Unternehmen verlassen, sondern Sie sind dazu verpflichtet, es auf ein Freizügigkeitskonto zu überweisen. Die Gründe, ein Freizügigkeitskonto anzulegen, sind vielfältig. Dabei kann es sich beispielsweise um Arbeitslosigkeit, eine selbstgewählte Auszeit, eine Weiterbildungsmassnahme, einen Auslandsaufenthalt oder einen Mutterschaftsurlaub handeln. Auch bei einer Kündigung der Mitgliedschaft in der Pensionskasse ist die Eröffnung eines Freizügigkeitskontos notwendig. Auf diese Weise bleiben die Vorsorgegelder sicher verwaltet.

Weshalb ist die Eröffnung eines Freizügigkeitskontos sinnvoll?

Um zu verhindern, dass das Guthaben der zweiten Säule an die Grundlagen und Zusatzsysteme der Nationalen Rentenkasse gelangt, ist es wichtig, das Freizügigkeitskonto selbst zu eröffnen. Treffen Sie keine Entscheidung, dann überweist die Pensionskasse des ehemaligen Arbeitgebers das Vorsorgeguthaben an die Tochter-Stiftung der BVG. Bei der BVG handelt es sich um das Sicherheitsnetz und die Sammelstelle der zweiten Säule. Es ist möglich, subventionierte Organisationen dazu anzuweisen, die freien Leistungen an einen weiteren Anbieter zu übertragen.

Sind Wertpapierfonds eine Alternative?
Viele Menschen bevorzugen Wertpapierfonds, die es bei den Banken, aber auch bei Säule-Freizügigkeitsstiftungen gibt. Die Zinssätze sind zwar niedrig, doch die Renditen fallen häufig langfristig höher aus als die Verzinsung eines Kontos. Allerdings unterliegen die Fonds Kursschwankungen, was ein Verlustrisiko birgt. Die Vorsorgeeinrichtungen informieren Sie auf Wunsch darüber, welche Anlagelösungen Kapitalgarantien bieten. Alternativ zu Konten und Wertpapieren ist die Investition in eine Lebensversicherung möglich. Die freien Policen decken Risiken wie Tod oder Invalidität ab. Die Versicherungsleistung mindert jedoch die Zinseinnahmen. Oft macht es Sinn, das Guthaben der Pensionskasse auf zwei unabhängige Stiftungen aufzuteilen und mehrere Freizügigkeitskonten zu eröffnen. Auf jeden Fall lohnt sich ein Anbietervergleich, um möglichst hohe Zinserträge zu erzielen.

Tipps für eine möglichst hohe Rendite

Langfristige Renditechancen bieten Freizügigkeitsdepots mit Wertschriften, beispielsweise mit Fonds oder Aktien. Am kostengünstigsten sind oft spezialisierte Anbieter. Beim Austritt aus der Pensionskasse ist es möglich, eine Splitting-Option zu nutzen. Wenn Sie Geld aus der Pensionskasse beziehen, teilen Sie die finanziellen Mittel auf zwei unterschiedliche Freizügigkeitseinrichtungen auf. Das bringt steuerliche Vorteile, weil die Auszahlung in verschiedenen Steuerjahren gestaffelt erfolgt. Die Möglichkeit für dieses Splitting besteht jedoch nur beim Verlassen der Pensionskasse. Befindet sich das Geld einmal auf einem bestimmten Konto, dann lässt sich die Aufteilung nicht mehr durchführen.

Fazit

Wenn Sie vorübergehend in keiner Pensionskasse versichert sind, ist das Freizügigkeitskonto ein wichtiges Instrument der zweiten Säule zur Sicherung der späteren Rentenbezüge. Beim Freizügigkeitskonto handelt es sich nicht nur um ein Zwischenkonto, sondern es ist möglich, durch eine gut durchdachte Anbieterwahl, die Nutzung der Splitting-Option und die Anlage in Wertschriften das Vorsorgekapital mit wenig Aufwand zu optimieren und die Zukunft sorgenfreier zu gestalten. Achten Sie darauf, das Freizügigkeitskonto nicht einer Auffangeinrichtung zu überlassen. Wenn Sie aus der Pensionskasse austreten und zeitnah keine neue Anstellung finden, dann landet Ihr Geld automatisch bei einer Stiftung mit sehr niedriger Verzinsung. Deshalb macht es Sinn, ein eigenes Freizügigkeitskonto bei einer Versicherung oder Bank zu eröffnen und somit von höheren Renditen und Zinserträgen zu profitieren.

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