swissICT zieht Bilanz und bleibt im Takt
GV 2026 von swissICT
Die Location «Tanz eins0eins» in Zürich war nicht ohne Symbolwert für die diesjährige Generalversammlung von swissICT. Der Wechsel im Vorstand und in der Verbandsleitung boten jedenfalls genügend Platz für bemerkenswerte Einlagen. Dabei muss hervorgehoben werden, dass der Verband dabei keineswegs aus dem Takt kommt. Im Gegenteil, die Neubesetzungen wollen das Ensemble stärken, um mit dem dynamischen Rhythmus der ICT-Branche noch besser mithalten zu können. Entsprechend harmonisch und emotional verlief die Jahresversammlung. Zum letzten Mal liessen Thomas Flatt und Christian Hunziker die Mitglieder über die Traktanden abstimmen. Jeweils ohne Gegenstimmen, was Thomas Flatt zu der humorvollen Anmerkung verleitete, das grenze schon fast an «nordkoreanische» Verhältnisse.
Das Team der swissICT-Geschäftsstelle bereitete Christian Hunziker (rechts, bereits im Freizeit-Look) einen herzlichen Abschied.
ComputerworldPräsidium und Geschäftsleitung neu besetzt
Nachfolger des scheidenden Präsidenten wird Claude Honegger, bisher Mitglied des Vorstands und Leiter der Fachgruppen. Er wurde von der Versammlung einstimmig gewählt.
Ab 1. August wird zudem Kurt Lanz die operative Leitung des Verbands übernehmen. Lanz folgt auf Christian Hunziker, der per Mitte Mai in Frühpension geht.
Vorstand wurde teilerneuert
Auch auf Vorstandsebene gab es einen Doppelwechsel. Frank Boller und Gerhard Stortz traten nach langjährigem Engagement im Verband zurück. Mit grossem Applaus wurde ihre wertvolle Unterstützung gewürdigt. An ihre Stelle rücken Dr. Mario Crameri (Head IT, Operations, and Real Estate bei der ZKB) und Thomas Jung (Chief Data AI Officer bei Syngenta Group) nach.
Kein Break(dance) auf der Bühne
Die ganz grossen Veränderungen bei swissICT blieben erwartungsgemäss aus. Man setzt auf Stabilität und Kontinuität. Sicher keine schlechte Strategie in eher schwierigen Zeiten für die Branche und den Verband. Das führt aber leider auch dazu, dass das Potenzial von jüngeren Generationen und von Frauen aus meiner Sicht in der Verbandsleitung zu kurz kommt. Vielleicht ringt man sich an der nächsten GV durch, von den Standardtänzen in eine etwas modernere Gangart zu wechseln.