Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Unternehmen lassen KI-Gewinne liegen

Eine neue globale Studie von Workday zeigt, dass Künstliche Intelligenz zwar messbare Produktivitätsgewinne ermöglicht, viele Unternehmen deren wirtschaftlichen Nutzen jedoch nicht vollständig realisieren.
© Workday

Mitarbeitende sparen mit KI Zeit, doch ein erheblicher Teil dieser Gewinne wird durch Nachbesserungen wie Fehlerkorrekturen, Umschreiben und Validierung von KI-Outputs wieder aufgezehrt.

Die Untersuchung mit dem Titel „Jenseits von Produktivität: Was KI wirklich wert ist“ kommt zu dem Schluss, dass erfolgreiche Organisationen sich nicht auf den reinen KI-Einsatz beschränken. Stattdessen investieren sie die gewonnene Zeit gezielt in Qualifizierung, neue Rollenprofile und moderne Arbeitsweisen, um aus Geschwindigkeit nachhaltigen Geschäftswert zu machen.

„Zu viele KI-Tools verlagern Fragen zu Vertrauen, Genauigkeit und Wiederholbarkeit auf einzelne Nutzer“, sagt Gerrit Kazmaier, President Product and Technology bei Workday. Workday verfolge dagegen einen menschenzentrierten Ansatz, bei dem KI komplexe Aufgaben im Hintergrund übernehme, damit sich Anwender auf Urteilskraft, Kreativität und Zusammenarbeit konzentrieren könnten.

Für Deutschland zeichnet die Studie ein gemischtes Bild. Rund 79 Prozent der Befragten berichten von spürbaren Produktivitätsgewinnen durch KI in den vergangenen zwölf Monaten. Gleichzeitig geben 44 Prozent an, ein bis zwei Stunden pro Woche für Nachbesserungen KI-generierter Inhalte aufzuwenden. Etwa 36 Prozent nutzen KI-Tools täglich in ihrer Arbeit.

Auffällig ist zudem eine Diskrepanz bei der Weiterbildung: 59 Prozent der Führungskräfte sagen, ihr Unternehmen priorisiere Reinvestitionen in Qualifizierung. Auf Mitarbeiterseite nehmen dies jedoch weniger als die Hälfte (44 Prozent) so wahr. Insgesamt investieren Unternehmen eingesparte Mittel häufiger in Technologie (39 Prozent) als in die Weiterentwicklung ihrer Belegschaft (30 Prozent). In 32 Prozent der Fälle steigt stattdessen schlicht die Arbeitslast.

Organisationen mit positiven KI-Erfahrungen zeigen laut Studie ein anderes Muster. Dort nutzen Mitarbeitende die gewonnene Zeit häufiger für Analysen, strategisches Denken und fundiertere Entscheidungen (57 Prozent). Zudem berichten sie deutlich öfter von erweiterten Weiterbildungsangeboten (79 Prozent).

Das Fazit der Studie: Unternehmen, die KI-Gewinne als strategische Ressource begreifen und systematisch in Kompetenzen, Zusammenarbeit und urteilsgestützte Tätigkeiten investieren, erzielen den grössten Nutzen. Die gezielte Reinvestition in Menschen gilt dabei als zentraler Hebel, um Nachbesserungen zu reduzieren und aus KI-Tempo nachhaltigen Geschäftswert zu generieren.

Anzeige

Neueste Beiträge

Leiter Informatikdienste verlässt Stadtverwaltung Winterthur
Christian Manser, Leiter der Informatikdienste der Stadt Winterthur, verlässt die Stadtverwaltung per Ende Juni 2026 auf eigenen Wunsch. Er geht in die Privatwirtschaft.
2 Minuten
13. Feb 2026
Deutschland startet Umsetzung des AI Acts - KI-Regulierung
Mit einem Durchführungsgesetz legt die Bundesregierung fest, welche Behörden künftig KI-Systeme überwachen. Wirtschaftsverbände begrüssen den Schritt, warnen aber vor zusätzlicher Bürokratie und möglichen Innovationshemmnissen.
4 Minuten
13. Feb 2026
Chip macht autonome Autos reaktionsschneller
Forscher der University of Hong Kong, der Beihang University, weitere Kollegen aus China und Saudi-Arabien sowie von der Universität in Cambridge haben einen neue Hardware in Form eines Chips zur schnelleren Reaktion für autonom fahrende Autos und Roboter entwickelt.
2 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

Telekom nimmt grösste KI-Fabrik Deutschlands in Betrieb
Sechs Monate Bauzeit, eine Milliarde Euro: Die Deutsche Telekom hat in München die Industrial AI Cloud eröffnet und steigert damit Deutschlands KI-Rechenleistung um 50 Prozent. CEO Tim Höttges nutzte die Eröffnung für klare Forderungen an die Politik.
7 Minuten
KI vernichtet keine Jobs, sondern verändert sie - Studie
Eine Studie des Kiel Instituts für Weltwirtschaft sieht Know-how-Bedarf bei höherqualifizierter Arbeit. Künstliche Intelligenz (KI) vernichtet keine Arbeitsplätze, sondern verändert sie.
2 Minuten
27. Jan 2026
Software wird zunehmend von KI geschrieben - Python
Künstliche Intelligenz (KI) beschert der Software-Branche enorme Einsparungen. 29 Prozent der Python-Codes werden dort bereits von KI geschrieben.
3 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige