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Lesedauer 3 Min.

KI wächst in Firmen schneller als IT-Security

Laut dem "Global Security Research Report" des IT-Sicherheitsanbieters Fastly modernisieren viele Unternehmen in der DACH-Region ihre Sicherheitsarchitektur nicht im gleichen Tempo wie ihre KI-Infrastruktur.
© Gemini

Das hat seinen Preis: So erhöht sich die Recovery-Zeit bei AI-First-Unternehmen nach Cyber-Security-Vorfällen den Experten nach um 123 Tage.

Schnelle KI-Integration

Der Befund trifft vor allem auf sogenannte AI-First-Unternehmen zu, also jene Firmen, die KI von Beginn an in zentrale Prozesse und Angebote integrieren, anstatt diese nur ergänzend einzusetzen. Der Grund: Die Weiterentwicklung der Sicherheitsarchitektur hält nicht mit dem Tempo der KI-Integration in der IT-Infrastruktur Schritt.

Die finanziellen Schäden eines Cyber-Security-Vorfalls übersteigen bei AI-First-Unternehmen laut dem Report die von Unternehmen ohne AI-First-Ansatz um 140,5 Prozent. Diese erhöhten finanziellen Auswirkungen sind sowohl auf die längeren Wiederherstellungszeiten als auch auf eine höhere Zahl KI-spezifischer Kompromittierungen zurückzuführen.

Fast die Hälfte der befragten AI-First-Organisationen in der DACH-Region (49 Prozent) gibt an, dass KI bei ihrem jüngsten Sicherheitsvorfall direkt ausgenutzt wurde. Bei Unternehmen, die sich nicht als AI-First bezeichnen, liegt dieser Wert bei null Prozent. KI-native Systeme erweitern also die potenzielle Angriffsfläche in erheblichem Masse.

Viele Sicherheitslücken

Nahezu ein Drittel der AI-First-Unternehmen in DACH (27 Prozent) sagt, dass der Einsatz von KI zu übersehenen Sicherheitslücken beigetragen hat, die den letzten Sicherheitsvorfall begünstigten. Bei Nicht-AI-First-Unternehmen liegt dieser Anteil bei 21 Prozent. Je tiefer KI in operative Abläufe integriert wird, desto schwieriger wird die Nachvollziehbarbeit für IT-Teams.

"Die Geschwindigkeit, mit der KI eingeführt wird, verändert Sicherheitsinfrastrukturen nahezu über Nacht. Für AI-First-Unternehmen besteht die Priorität nicht darin, Innovation zu bremsen, sondern Sicherheit im gleichen Tempo zu modernisieren", verdeutlicht Marshall Erwin, CISO bei Fastly. Hierbei sei die Absicherung von KI- und Inferenz-Infrastrukturen entscheidend.

Allein KI-Scraping hat sich für über die Hälfte der Organisationen (57 Prozent) zu einem relevanten Kostenfaktor entwickelt. Die durchschnittlichen jährlichen Auswirkungen auf die Infrastruktur liegen bei über 372'059 Euro. Und 37 Prozent der Unternehmen berichten Fastly von steigenden Infrastrukturkosten als direkte Folge von KI-Aktivitäten. (pressetext.com

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