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Studie: Netz und Preis schlagen Sicherheit

Verbraucher achten bei Telekommunikationsangeboten vor allem auf Netzqualität und Preis. Sicherheitsfunktionen oder zusätzliche Schutzangebote spielen laut einer aktuellen Umfrage eine deutlich geringere Rolle.
© o2 Telefónica

Bei der Wahl von Telekommunikationsangeboten stehen für viele Verbraucher weiterhin klassische Kriterien im Vordergrund. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Mobilfunkanbieters O2 Telefónica unter rund 1.000 Befragten in Deutschland.

Demnach nennen 40 Prozent einen guten Netzempfang als wichtigste Priorität bei einem Tarif. Für 32 Prozent ist der Preis entscheidend. Andere Faktoren wie hohe Surfgeschwindigkeit oder zusätzliche Sicherheitsfunktionen spielen für viele Kunden eine geringere Rolle. So landet die Sicherheit der Infrastruktur in der Priorisierung deutlich hinter Netzqualität und Kosten.

Für Anbieter und Händler bedeutet das, dass die klassischen Leistungsmerkmale eines Tarifs weiterhin im Mittelpunkt stehen. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass Verbraucher zusätzliche Leistungen zwar wahrnehmen, diese aber selten ausschlaggebend für eine Tarifentscheidung sind.

Offenheit für Sicherheitsangebote

Trotz der vergleichsweise niedrigen Priorität von Sicherheitsaspekten wächst das Bewusstsein für Risiken im Netz. Laut Umfrage geben 27 Prozent der Befragten an, bereits Opfer von Cyberkriminalität geworden zu sein. 38 Prozent fühlen sich im Internet stärker bedroht als noch vor einem Jahr. Besonders häufig berichten Betroffene von Betrug beim Online-Shopping, unbefugten Zugriffen auf Onlinekonten oder Schadsoftware.

Für zusätzliche Schutzangebote durch Telekommunikationsanbieter sind viele Verbraucher grundsätzlich offen. 44 Prozent könnten sich vorstellen, entsprechende Sicherheitsfunktionen ihres Providers zu nutzen, weitere 23 Prozent halten dies zumindest für wahrscheinlich. Eine wichtige Rolle spielt dabei erneut der Preis: Günstige Tarife und einfache Nutzung gehören zu den wichtigsten Anforderungen an solche Dienste.

Darüber hinaus zeigt die Studie ein wachsendes Interesse an europäischen digitalen Angeboten. Rund zwei Drittel der Teilnehmer geben an, bereits europäische Anbieter zu bevorzugen oder künftig stärker auf entsprechende Dienste setzen zu wollen.

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