Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Zürcher Regierung soll Lehrpersonen KI-Einordnung liefern

Künstliche Intelligenz ist längst in den Zürcher Klassenzimmern angekommen. Doch was soll erlaubt sein, wo ist Vorsicht geboten? Der Kantonsrat hat deshalb am Montag den Regierungsrat beauftragt, dazu Antworten zu liefern.
© (Quelle: EMGenie)

Mit 123 zu 45 Stimmen überwies das Parlament ein Postulat der GLP. Der Regierungsrat muss nun innerhalb von zwei Jahren aufzeigen, wie Künstliche Intelligenz an Schulen angewendet werden soll.

«Lehrpersonen wünschen sich klare Orientierung und Unterstützung»,  begründete GLP-Kantonsrätin Sonja Gehrig (Urdorf) den Vorstoss. Die Verunsicherung derzeit sei gross. Klar ist für die GLP aber, dass KI eine Chance darstellt und Platz haben soll.

KI könne Lehrpersonen entlasten. Beispiele seien das neutrale Korrigieren von Aufsätzen oder das individualisierte Lernen, bei dem die KI das Niveau der Fragen den Schülerinnen und Schülern anpasst. «All dies braucht aber Vorgaben», sagte Gehrig.

Wer bringt den Schülern das Prompten bei?

Die SP wollte ebenfalls eine Einordnung durch den Regierungsrat. «Viele Fragen sind ungeklärt», sagte Sibylle Jüttner (Andelfingen), die selber als Lehrerin tätig ist. «Schafft es wirklich mehr Chancengleichheit, wenn sich Jugendliche ihre Texte von KI gegenlesen lassen?» Fraglich sei etwa auch, wer den Schülerinnen und Schülern das richtige Prompten, also Fragen stellen, beibringe.

Die FDP unterstützte den Vorstoss ebenfalls, fand aber, dass es «eigentlich schon zu spät» ist, weil die KI bereits in den Schulzimmern im Einsatz ist. «Ein koordiniertes Vorgehen wäre aber gut», sagte Raffaela Fehr (Volketswil).

Gegen den GLP-Vorstoss stimmte einzig die SVP. Sie befürchtete «Regulierung auf Vorrat». Man dürfe die Entwicklung nicht im Keim abwürgen, sagte Rochus Burtscher (Dietikon). Man müsse den Lehrpersonen vertrauen, dass sie die KI angemessen anwenden würden. Zudem sei das ohnehin ein nationales Thema.

Künstliche Intelligenz (KI) Politik
Anzeige

Neueste Beiträge

Gratis-WLAN im Postauto nur noch bis Ende 2026
Die Nutzerzahlen des Gratis-WLAN in Postautos sinken, und für den Betrieb wird WLAN nicht mehr benötigt. Da sich auch die Finanzierung ändern wird, bietet PostAuto diese Dienstleistung noch bis Ende 2026 an.
2 Minuten
11. Jun 2026
Christof Legat übernimmt DACH-Führung bei Zoom
Zoom stärkt seine Präsenz in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit Christof Legat übernimmt ein Manager mit Erfahrungen bei Komsa und Avaya die neu geschaffene Position des Head of DACH.
3 Minuten
11. Jun 2026
100 Jahre Flugdienst von swisstopo
1926 begann die Landestopografie die räumliche Entwicklung der Schweiz aus der Vogelperspektive zu dokumentieren. Die vom Flugdienst erhobenen Luftbilder bilden bis heute die Basis der amtlichen Geodatenproduktion.
4 Minuten
11. Jun 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Darum lohnt sich eine Weiterbildung - Karriere-Tipps
Ihre berufliche Karriere stockt? Sie fühlen sich unterfordert und auch finanziell soll es aufwärtsgehen? Dann verlieren Sie keine Zeit. Computerworld nennt fünf Gründe für eine Weiterbildung und zeigt, wie Sie erfolgreich durchstarten.
5 Minuten
25. Okt 2024
Stärkung der globalen Position der Schweiz im Bereich Bildung, Forschung und Innovation - Swissnex-Jahresbericht 2025
Swissnex ist das weltweite Schweizer Netzwerk für Bildung, Forschung und Innovation. Auch im Jahr 2025 hat es seine Mission mit weitreichenden Initiativen rund um den Globus fortgesetzt. Das Berichtsjahr war durch eine verstärkte Fokussierung auf künstliche Intelligenz (KI), planetare Diplomatie, Klimaresilienz und Quantentechnologien geprägt. 
4 Minuten
15. Apr 2026
Steuerfahnder führen Razzia bei Herweck durch
Bei der Herweck AG haben Behörden Geschäftsräume durchsucht. Hintergrund sind Ermittlungen wegen mutmasslichen Umsatzsteuerbetrugs bei Geschäftspartnern des Distributors. Herweck kooperiert nach eigenen Angaben mit den Behörden.
2 Minuten
14. Mai 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige