Braucht die Schweiz eine e-ID?
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Wollen wir das Internet zu einem sicheren Raum für geschäftliche Interaktionen machen? Wollen wir mehr gegen Online-Kriminalität unternehmen? Wollen wir sichere, vertrauenswürdige und trotzdem einfach nutzbare Datenräume realisieren? Wollen wir uns gegen politischen Online-Manipulationen aus dem Ausland wehren? Oder ist es unsere grösste Sorge, dass die halbdirekte Demokratie der Schweiz eine autoritäre Entwicklung nehmen wird?
Bevor wir das Für und Wider des Schweizer e-ID-Gesetzes (BGEID) diskutieren, sollten wir diese Fragen offen und differenziert beantworten. Erst dann macht es Sinn, die Details der gesetzlichen Regelungen und der mittlerweile weit fortgeschrittenen technischen Lösung zu analysieren und zu bewerten. Denn es ist wie immer mit Cybersecurity: Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht. Und natürlich gibt es (wie immer) in mancherlei Hinsicht noch bessere Lösungen als die entwickelte. Das gilt aber auch für alle alternativen technischen Designs einer e-ID und ganz generell für das Internet als Ganzes.