Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

Parlament bewilligt 666-Millionen-Franken-Kredit für EU-Programme

Die Schweiz soll sich mit einem Pflichtbeitrag wieder den vollen Zugang für die EU-Forschungsprogramme sichern. Dieser Meinung sind die eidgenössischen Räte. Der Nationalrat hat als Zweitrat einem entsprechenden Nachtragskredit zugestimmt.
© (Quelle: Parlamentsdienste / Rob Lewis)

Die Wiederassoziierung der Schweiz an die Forschungsprogramme war Teil der Verhandlungen über das Gesamtpaket Schweiz-EU. Seit Anfang Jahr können Forschende wieder an fast allen Ausschreibungen von Horizon Europe, Euratom sowie Digital Europe teilnehmen.

Die Übergangsbestimmung ist mit einem Pflichtbetrag verbunden. Der Bundesrat beantragt dafür 666 Millionen Franken. Am Dienstag hatte die kleine Kammer grünes Licht dafür gegeben, am Mittwoch folgte ihr die grosse Kammer - mit 120 zu 65 Stimmen bei 3 Enthaltungen. Das Geschäft ist damit bereinigt.

Nun kann der Bund bis Ende Jahr den Pflichtbeitrag nach Brüssel überweisen. Die Teilnahme von Forschenden in der Schweiz an den Ausschreibungen der EU des Jahres 2025 ist dann finanziert.

Kritik an hohem Nachtrag

In beiden Räten war ein Antrag auf Streichung des Kredits für die EU-Forschungsprogramme vorgelegen. Mehrere bürgerliche Ratsmitglieder kritisierten, dass der Nachtrag nicht konform sei mit der Schuldenbremse.

Die SVP stellte die Assoziierung an Horizon Europe grundsätzlich infrage und sprach sich für die Fortsetzung der Übergangslösung aus. Zwischen 2021 und 2024 war die Schweiz von einer Finanzierung durch die EU ausgeschlossen und hatte stattdessen eine nationale Finanzierung bereitgestellt.

Der nun fällige Pflichtbeitrag für die erneute Teilnahme an den EU-Programmen könne nicht mit den für die Übergangsmassnahmen eingestellten Mitteln kompensiert werden, konterte Finanzministerin Karin Keller-Sutter. Sie versicherte, dass die Schuldenbremse auch mit Annahme des umfangreichen Nachtragskredits Ende Jahr eingehalten werden könne.

Grund dafür seien die nicht ausgeschöpften Voranschlagskredite, sogenannte Kreditreste. In den Jahren 2015 bis 2024 hätten sich diese im ordentlichen Haushalt auf durchschnittlich 2,3 Milliarden Franken belaufen.

Forschung Politik
Anzeige

Neueste Beiträge

Immer mehr Nutzer sind bereit, für die KI zu zahlen
Eine Umfrage des Bitkom zeigt, dass immer mehr Deutsche für die Nutzung einer Künstlichen Intelligenz Geld ausgeben und auch die Bereitschaft dies künftig zu tun, steigt. Dafür erwarten die Anwender vor allem eine bessere Leistung der KI und mehr Qualität bei den Ergebnissen.
3 Minuten
18. Mai 2026
SpaceX plant Börsengang für Mitte Juni
SpaceX plant laut Medienberichten seinen Rekord-Börsengang für den 12. Juni. 
2 Minuten
18. Mai 2026
Studie deckt Erinnerungslücken zu KI-Inhalten auf
Eine Studie zeigt, dass sich Nutzende von KI-Systemen bereits nach nur einer Woche nicht mehr zuverlässig daran erinnern, ob erstellte Inhalte KI-generiert sind oder nicht.
3 Minuten
18. Mai 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Darum lohnt sich eine Weiterbildung - Karriere-Tipps
Ihre berufliche Karriere stockt? Sie fühlen sich unterfordert und auch finanziell soll es aufwärtsgehen? Dann verlieren Sie keine Zeit. Computerworld nennt fünf Gründe für eine Weiterbildung und zeigt, wie Sie erfolgreich durchstarten.
5 Minuten
25. Okt 2024
Tuning und Ergonomie für jedes Display - Apple-Ecke
Bei der Ergonomie am Arbeitsplatz denkt man zuerst an die korrekte Tischhöhe oder an die ­Anpassungen des Bürostuhls. Doch genauso wichtig sind die Einstellungen am Mac: Sie sorgen für den Unterschied zwischen einem Arbeitsplatz und einer Wohlfühlzone.
3 Minuten
30. Apr 2026
«Swiss IT-Studie» - KI im Business - Computerworld Ausgabe 1/2026
Am Thema KI kommt niemand mehr vorbei. Das sehen auch die befragten Schweizer Unternehmen. Wo und wie man diese einsetzen könnte und welchen Nutzen damit verbunden ist, da scheiden sich die Geister. Die Schweiz im KI-Dilemma?
2 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige