Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Nvidia trotzt Skepsis nach Deepseek-Schock

Der KI-Boom hat das Geschäft des Chipkonzerns Nvidia weiter rasant wachsen lassen. Nvidia übertraf die Erwartungen der Analysten sowohl mit dem Umsatz im vergangenen Quartal als auch mit der Prognose für das laufende Vierteljahr.
Das Nvidia-Hauptquartier im kalifornischen Santa Clara
© (Quelle: Nvidia)

Im vergangenen Quartal schoss der Umsatz von Nvidia im Jahresvergleich um 78 Prozent auf 39,3 Milliarden Dollar hoch. Das Geschäft mit Technik für Rechenzentren wuchs sogar noch schneller mit einem Plus von 93 Prozent auf 35,6 Milliarden Dollar. «Blackwell» habe elf Milliarden Dollar davon eingebracht. Unterm Strich stieg der Gewinn von 12,3 auf 22,1 Milliarden Dollar.

Aktuell ist Nvidia dabei, eine leistungsstärkere neue Generation seiner KI-Chips mit dem Namen «Blackwell» auf den Markt zu bringen. Technische Probleme hätten die Einführung um einige Monate verzögert, seien inzwischen aber gelöst, sagte Konzernchef Jensen Huang im TV-Sender CNBC. Die «Blackwell»-Nachfrage sei «ausserordentlich», versicherte er. Er habe bei dem Chipsystem, das eineinhalb Tonnen wiege und aus mehr als einer Million Teilen bestehe, ein besseres Gefühl als drei Monate zuvor.

Nvidias Chip-Systeme werden rund um die Welt für das Training von Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz (KI) verwendet. Schwergewichte wie Google oder der Facebook-Konzern Meta füllen ganze Rechenzentren damit - aber auch KI-Start-ups wie die ChatGPT-Erfinderfirma OpenAI setzen darauf. Diese Schlüsselposition lässt das Geschäft von Nvidia immer weiter wachsen.

DeepSeek sei «fantastisch»

In den vergangenen Wochen wurde teilweise in Frage gestellt, ob zum Training Künstlicher Intelligenz wirklich so viele Nvidia-Chips gebraucht werden, wie man bisher annahm. Auslöser war die chinesische KI Deepseek, die angeblich mit sehr geringem Aufwand angelernt worden war.

Huang sagte sogar, Deepseek sei «fantastisch» für Nvidia gewesen. Denn die chinesischen Entwickler hätten eine neue Technik zum Erzeugen von KI-Antworten allgemein verfügbar gemacht. Und das treibe wiederum den Bedarf an Chips von Nvidia an, argumentierte Huang. Denn solche KI-Modelle brauchten zum Teil 100 Mal mehr Rechenleistung als als frühere Software.

Anleger sind vorsichtig

Für das laufende Vierteljahr sagte Nvidia einen Konzernumsatz von 43 Milliarden Dollar voraus - mit der Einschränkung, dass er um zwei Prozent höher oder niedriger ausfallen könne. Analysten hatten im Schnitt eher mit einer Prognose von rund 42 Milliarden Dollar gerechnet.

Die Nvidia-Aktie gab im nachbörslichen US-Handel dennoch um rund 1,5 Prozent nach. Eine der Sorgen der Anleger ist, dass noch härtere Einschränkungen für den Verkauf moderner Nvidia-Chips nach China das Geschäft des Konzerns bremsen könnten.

Unternehmensnachrichten Künstliche Intelligenz (KI)
Anzeige

Neueste Beiträge

Brack.Alltron investiert in den Geschäftsbereich Physical AI
Brack.Alltron steigt als einer der ersten grossen Schweizer Anbieter in den Bereich Physical AI ein und möchte eine breite Produktpalette für Handels- und Geschäftskunden anbieten.
5 Minuten
10. Sep 2026
Apple Event: iPhone Duo und weitere Hardware vorgestellt
Apple hat auf einem Event die neuen iPhone 18 Pro-Modelle sowie die nächste Generation der Apple Watch und AirPods vorgestellt. Der Star des Abends war aber das erste Falt-Smartphone des Herstellers, das iPhone Duo.
5 Minuten
10. Sep 2026
Mehr Besucher und Aussteller: Positive Bilanz der IFA
Die IFA 2026 ist vorbei und die Veranstalter ziehen eine positive Bilanz: Mit 240'000 Besuchern aus 155 Ländern wurden die Zahlen des Vorjahres übertroffen und auch die mehr als 2000 Aussteller bezeichnet die Messeleitung als Rekordwert.
3 Minuten
10. Sep 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Darum lohnt sich eine Weiterbildung - Karriere-Tipps
Ihre berufliche Karriere stockt? Sie fühlen sich unterfordert und auch finanziell soll es aufwärtsgehen? Dann verlieren Sie keine Zeit. Computerworld nennt fünf Gründe für eine Weiterbildung und zeigt, wie Sie erfolgreich durchstarten.
5 Minuten
25. Okt 2024
ICT-Löhne stagnieren - Spezialisten bleiben gefragt - ICT-Salärstudie 2026
Der Schweizer ICT-Arbeitsmarkt tritt bei den Löhnen weitgehend auf der Stelle. Der Gesamtmedian steigt 2026 nur noch um 0,2 Prozent. Deutlich besser entwickeln sich die Saläre hoch spezialisierter Fachkräfte. Besonders gefragt sind Kompetenzen rund um KI, Cloud, Cybersecurity und Daten.
4 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige