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Kunden kaufen trotz Risiken weiter bei Temu ein

Eine Umfrage zeigt, dass sich eine deutliche Mehrheit der Deutschen der Risiken eines Einkaufs auf dem Billigmarktplatz Temu bewusst ist. Doch viele kaufen dort trotz schlechter Erfahrungen weiter ein.
© (Quelle: Shutterstock / Camilo Concha)

Es klingt paradox: Mehr als zwei Drittel der deutschen Käufer wissen, dass auf der Online-Plattform Temu erworbene Produkte häufig nicht den europäischen Bestimmungen entsprechen. Das betrifft Belange wie die Produktsicherheit, zulässige Inhaltsstoffe oder den Arbeitsschutz. Trotzdem wollen 51 Prozent auch weiterhin über die chinesische Plattform einkaufen, nur sieben Prozent der Befragten wenden sich ab. Das ergab eine repräsentative Umfrage, die von der GfK für den Verband ZVEI durchgeführt wurde.

Siehe auch: Einkaufen bei Temu - PCtipp zeigt wie

Hauptgrund für den Einkauf bei Temu ist der günstige Preis. Dafür werden offenbar die Risiken in Kauf genommen, denn stolze 40 Prozent der befragten Nutzer haben schlechte Erfahrungen mit der Online-Plattform gemacht. Bei 15 Prozent der Käufer gingen Produkte schnell kaputt und bei jedem zehnten funktionierten sie gar nicht erst.

Temu beschäftigt zunehmend auch die einheimischen Unternehmen. In einer aktuellen ZVEI-Befragung von Mitgliedern der Consumer-Industrie gaben 72 Prozent an, von den Marktaktivitäten in Europa bereits betroffen zu sein. Fast alle Unternehmen (92 Prozent) gehen zudem davon aus, dass sich die Situation durch solche Online-Plattformen weiter verschärfen wird. Als besonders problematisch sehen sie die mangelnde Produktsicherheit (92 Prozent) und -konformität (80 Prozent) sowie den Vertrieb von Produkten, in denen verbotene Stoffe verarbeitet wurden (64 Prozent).

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