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Krebsregistrierungs-Software kostet Bund 16 Millionen Franken

Die über 9 Jahre vom Bund entwickelte Krebsregistrierungs-Software hat 16 Mio. Franken gekostet. Auf eine Weiterentwicklung werde nun verzichtet. Stattdessen prüft der Bund eine neue, vollständig digitalisierte Lösung für die landesweite Erfassung von Krebsfällen.
© (Quelle: https://krebsregistrierung.ch)

Die 16 Millionen Franken für das gescheiterte Projekt enthalten sämtliche Konzeptions-, Entwicklungs- und Managementleistungen von 2016 bis 2024, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Freitag mitteilte. Radio SRF berichtete zuerst.

Bisher wurden die dezentral registrierten Daten für eine landesweite Erfassung einmal jährlich an die Nationale Krebsregistrierungsstelle (NKRS) weitergeleitet. Die landesweite Erfassung der Krebsfälle sei derzeit unter anderem für die 13 kantonalen und regionalen Krebsregister aber sehr aufwendig, teilte das BAG weiter mit.

Grund dafür seien die dezentralen, nicht-standardisierten Strukturen: Die Daten von Spitälern, Praxen und Labors lägen den Krebsregistern beispielsweise als PDF- oder Excel-Dokument vor. So müssten die Daten grösstenteils manuell nach landesweit einheitlichen Vorgaben digitalisiert werden. Eine nahtlose Erfassung sei daher gegenwärtig nicht möglich.

Die Daten sollen laut der Mitteilung nun im Sinne einer Übergangslösung auf die bestehende kantonale Software-Lösung migriert werden. So sei sichergestellt, dass weiterhin alle Krebsfälle erfasst werden.

Verlässliche Statistiken seien wichtig, um Krebserkrankungen besser zu verstehen und zu bekämpfen, hiess es weiter. Das BAG will daher zusammen mit der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) abklären, ob gemeinsam ein neues Projekt weiterverfolgt werden kann.

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