Konzentrationsrisiko bei IT-Outsourcing
FINMA sensibilisiert
Das Konzept von Outsourcing bei Banken und Versicherungen besteht bereits seit längerem. Erste Vorgaben dazu gab es für Banken schon vor der Jahrtausendwende, als insbesondere IT- und Business Process (BPO) Leistungen oft noch gemeinschaftlich durch Kooperationen erbracht wurden. Die FINMA sensibilisiert in ihrem Risikomonitor 2024 für Outsourcing-Risiken. Die Tatsache ist, dass ein Drittel der an die FINMA gemeldeten Cyberangriffe auf Finanzinstitute indirekt über Drittparteien erfolgen.
Der technologische Fortschritt und der Einzug von Cloud-Diensten sowie die Komplexität und der vorherrschende Fachkräftemangel im IT-Bereich haben zu einer verstärkten Auslagerung von IT-Leistungen geführt. Bei den Banken haben per Ende 2018 74 % einen Teil des IT-Betriebs an Dritte ausgelagert – per Ende 2023 ist dies bei 82 % der Banken und rund 55 % der Versicherungen der Fall. Entsprechend lagern auch Versicherungen, die ihre IT bisher häufig selbst betrieben haben, ihre IT-Infrastruktur, und damit die Grundlage vieler geschäftskritischer Prozesse, zunehmend an einen Dritten aus.