Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

KI sagt Arbeitslosigkeit am schnellsten vorher

Social-Media-Posts über Arbeitslosigkeit können die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung bis zu zwei Wochen früher als die Veröffentlichung der offiziellen Daten vorhersagen.
© (Quelle: Grok)

Zu dem Ergebnis kommen Forscher unter der Leitung der Development Impact Group der World Bank. Das Team um Sam Fraiberger hat dafür das KI-Modell «JoblessBERT» entwickelt, das entsprechende Äusserungen im Social Web identifiziert.

JoblessBERT erkennt Slang

Insgesamt haben die Experten die Daten von 31,5 Mio. X-Usern für das Training des transformerbasierten Klassifikators verwendet. Dieser sollte aus den zwischen 2020 und 2022 geposteten Inhalten jene Posts erkennen, die mit einer Arbeitslosigkeit in Zusammenhang standen. Dabei wurden auch Posts berücksichtigt, die Slang oder Rechtschreibfehler wie «I needa job!» aufwiesen.

Auch demografische Justierungen sind eingesetzt worden, um der nicht repräsentativen Nutzerbasis von X Rechnung zu tragen. Zusätzlich sind die Ansprüche aus der Arbeitslosenversicherung in den USA auf nationaler, bundesstaatlicher und Stadtebene berücksichtigt worden. Das Modell hat fast drei Mal mehr Aufdeckungen einer Arbeitslosigkeit erfasst als frühere regelbasierte Ansätze. Gleichzeitig wurde eine hohe Genauigkeit beibehalten.

KI während Krisen nützlich

Das neue Verfahren, so die Wissenschaftler, verringert im Vergleich zu den Konsensprognosen der Industrie die Prognosefehler um 54,3 Prozent und erweist sich während Krisen wie der COVID-19-Pandemie als besonders nützlich. Die KI entdeckte, dass es im März 2020 zu einem massiven Anstieg der Anträge auf Arbeitslosenunterstützung gekommen war. Diese Informationen standen Tage vor der Veröffentlichung der offiziellen Statistiken zur Verfügung.

Die Studienautoren betonen, dass diese Methodik zeigt, wie KI-Modelle in Kombination mit den Daten der sozialen Medien traditionelle Wirtschaftsstatistiken ergänzen können. Sie dürften vor allem bei wirtschaftlichen Krisen von grossem Vorteil sein, unterstreichen die Wissenschaftler abschliessend. Details zur aktuellen Forschungsarbeit sind in «PNAS Nexus» nachzulesen. (presseportal.com)

Künstliche Intelligenz (KI) Forschung
Anzeige

Neueste Beiträge

Simon Lackerbauer ist neuer Head of Cyber Security atrete
Simon Lackerbauer ist seit dem 1. Januar 2026 als neuer Head of cyber security bei atrete tätig und verantwortet den weiteren Ausbau der Practice Area cyber security.
2 Minuten
19. Mai 2026
Schweizer Geoportal zeigt die Schweiz aus 1000 Perspektiven
Das vom Bundesamt für Landestopografie swisstopo betriebene Geoportal umfasst seit Mai 2026 schon 1000 Datensätze zu unterschiedlichsten Themen wie Gesellschaft, Umwelt, Energie bis hin zu historischen Karten, Landschaftsmodellen und Luftbildern.
3 Minuten
19. Mai 2026
Apples Worldwide Developers Conference beginnt am 8. Juni
Apple hat das Programm der Worldwide Developers Conference vorgestellt. Es beginnt wie immer mit der Keynote im 19 Uhr.
2 Minuten
19. Mai 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Darum lohnt sich eine Weiterbildung - Karriere-Tipps
Ihre berufliche Karriere stockt? Sie fühlen sich unterfordert und auch finanziell soll es aufwärtsgehen? Dann verlieren Sie keine Zeit. Computerworld nennt fünf Gründe für eine Weiterbildung und zeigt, wie Sie erfolgreich durchstarten.
5 Minuten
25. Okt 2024
Tuning und Ergonomie für jedes Display - Apple-Ecke
Bei der Ergonomie am Arbeitsplatz denkt man zuerst an die korrekte Tischhöhe oder an die ­Anpassungen des Bürostuhls. Doch genauso wichtig sind die Einstellungen am Mac: Sie sorgen für den Unterschied zwischen einem Arbeitsplatz und einer Wohlfühlzone.
3 Minuten
30. Apr 2026
«Swiss IT-Studie» - KI im Business - Computerworld Ausgabe 1/2026
Am Thema KI kommt niemand mehr vorbei. Das sehen auch die befragten Schweizer Unternehmen. Wo und wie man diese einsetzen könnte und welchen Nutzen damit verbunden ist, da scheiden sich die Geister. Die Schweiz im KI-Dilemma?
2 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige