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Lesedauer 2 Min.

Der Kanton Zug bremst die Digitalisierung im Klassenzimmer

Bis zum Ende der zweiten Klasse sollen an den Kindergärten und Schulen des Kantons Zug keine digitalen Geräte zum Einsatz kommen. Der Regierungsrat spricht sich dafür aus, dass der Lehrplan entsprechend angepasst wird.
© (Quelle: Kanton Zug)

Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat, ein Postulat der SVP gutzuheissen. Der Vorstoss verlangt, dass bis Ende der zweiten Primarklasse weder im Unterricht noch für die Hausaufgaben digitale Geräte, Apps oder Lehrmittel verwendet werden sollen.

Die SVP begründet ihr Anliegen mit den mutmasslichen Schäden, welche digitale Medien bei Kindern und Jugendlichen verursachen. Der Kanton solle deswegen seine Fürsorgepflicht ausüben und die Digitalisierung, vor allem in der frühen Bildung, eindämmen.

Wie die SVP in dem Postulat schreibt, sieht die Informations- und Kommunikationsstrategie (ICT) für die Zuger Schulen vor, bereits für den Unterricht in der ersten und zweiten Klasse Tablets anzuschaffen. Erfahrungen in skandinavischen Ländern zeigten aber, dass digitales Lernen nur wenige Vorteile habe.

Die Entwicklung von Kindern müsse ganzheitlich sein, «denn nur was man fühlen, riechen, schmecken kann, kann man auch verstehen» erklärte die SVP. Es sei Zeit, am Lehrplan und der ICT-Strategie Korrekturen vorzunehmen.

Der Regierungsrat teilt die Einschätzung des Postulats, wie aus seiner am Dienstag veröffentlichten Antwort hervorgeht. Die Medienkompetenz der Kinder solle bis Ende der zweiten Klasse auf analoge Weise gestärkt werden. Er wolle den Bildungsrat deswegen einladen, die entsprechenden Anpassungen vorzunehmen.

Digitalisierung Politik
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