Fokus auf Sicherheit und Nutzen
Digital stabil und gewinnbringend
Kein Zweifel, die Digitalisierung schreitet rasant voran, doch Unternehmen betrachten nicht nur Innovationsaspekte, sondern konzentrieren sich zunehmend auf Sicherheit und geschäftlichen Nutzen. Die Swiss IT Studie 2025 zeigt, dass IT-Sicherheit und Compliance für 67 % der Unternehmen die wichtigste Aufgabe der IT-Abteilungen sind, dicht gefolgt von der Unterstützung der Fachabteilungen (47 %) im Tagesgeschäft. IT-Abteilungen stehen somit vor der Herausforderung, innovative Technologien gewinnbringend einzusetzen und gleichzeitig die steigenden Sicherheitsanforderungen zu bewältigen. Die Krux liegt in der Balance zwischen Schutz, operativer Exzellenz und strategischer Innovation. War das nicht schon immer so? Es tönt vertraut, doch sehen sich IT-Provider und -Anwender mit einem zunehmend komplexen und dynamischen digitalen Umfeld konfrontiert, bestehend aus Technologie, Infrastruktur, Vernetzung, Regulatorien und Applikationen.
IT-Sicherheit und Compliance
IT-Sicherheit und Compliance sind für Unternehmen die zentralen Aufgaben ihrer IT-Abteilungen. Kein Wunder, die Risiken durch Cyberangriffe, regulatorische Anforderungen und digitale Abhängigkeiten haben deutlich zugenommen. Die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung machen Unternehmen anfälliger für Bedrohungen wie Ransomware, Phishing und gezielte Angriffe auf Lieferketten. Gleichzeitig verschärfen Regulierungen wie der Cyber Resilience Act, NIS-2 oder der EU AI Act die Anforderungen an Datenschutz und IT-Sicherheit. Unternehmen müssen nicht nur ihre Systeme schützen, sondern auch sicherstellen, dass sie gesetzlichen Vorgaben entsprechen, um Bussgelder und Reputationsverluste zu vermeiden. Besonders in Branchen mit sensiblen Daten – etwa im Finanz- oder Gesundheitssektor – ist Compliance entscheidend. Zudem steigt die Erwartungshaltung von Kunden und Partnern: Vertrauenswürdige IT-Sicherheit wird zum existenziellen Muss jeder Organisation. Aufgrund der heterogenen Systemlandschaften wird jedoch der Schutz der gesamten IT-Infrastruktur immer komplexer. IT-Abteilungen müssen Sicherheitsstrategien nicht nur für Endpunkte, sondern für gesamte Netzwerke und hybride Cloud-Umgebungen entwickeln. Die hohe Priorisierung von IT-Sicherheit und Compliance zeigt, dass Unternehmen erkannt haben: Nur wer seine Daten und Systeme zuverlässig schützt, kann erfolgreich digitalisieren.
Knacknüsse der IT-Abteilungen
Die Swiss IT Studie 2025 zeigt, dass nebst IT-Sicherheit und Compliance die Senkung der osten sowie das Aufzeigen von Innovationspotenzialen für Fachabteilungen die grössten Herausforderungen für IT-Abteilungen darstellen. Die CIOs vieler Unternehmen müssen also gleichzeitig Risiken minimieren, wirtschaftlich effizient arbeiten und die digitale Transformation vorantreiben. Die Herausforderung in der Cybersecurity besteht darin, Massnahmen so zu implementieren, dass sie den Geschäftsbetrieb nicht behindern und gleichzeitig ein hohes Schutzniveau gewährleisten. Besonders problematisch ist der anhaltende Fachkräftemangel: Viele IT-Abteilungen verfügen nicht über genügend Security-Experten, um die wachsenden Anforderungen zu bewältigen. Parallel dazu stehen IT-Teams unter dem Druck, die IT-Kosten zu senken und effizient zu wirtschaften. Die steigenden Ausgaben für IT-Betrieb, Cloud-Infrastrukturen und Cybersicherheit setzen Unternehmen finanziell unter Druck. Besonders der Übergang zu hybriden IT-Strukturen erschwert oft eine nachhaltige Kostenkontrolle. Steigende und zum Teil undurchsichtige Kosten für Cloud-Lösungen, Rechenzentren und SaaS-Anwendungen begrenzen das Einsparpotenzial und damit die Investitionsmöglichkeiten.
Die dritte grosse Herausforderung besteht darin, Fachabteilungen für Innovationen zu begeistern und digitale Potenziale aufzuzeigen. In vielen Unternehmen bleibt die Einführung neuer Technologien hinter den Erwartungen zurück, weil Fachbereiche den Mehrwert nicht sofort erkennen oder sich gegen Veränderungen sträuben. IT-Abteilungen müssen nicht nur technische Lösungen bereitstellen, sondern auch als Vermittler agieren und Fachbereiche aktiv in die Digitalisierung einbinden. IT-Teams müssen verstärkt auf Change-Management setzen und klar kommunizieren, welche Vorteile neue Technologien für den Arbeitsalltag bieten. Die wichtigste Erkenntnis aus der Swiss IT Studie 2025 lautet: Die IT-Abteilung ist nicht nur ein technischer Dienstleister, sondern ein Erfolgsfaktor für das Business.
Bessere Nutzung eigener Daten
Die Schweizer Digitalisierungsagenda wird von den Themen «Digitalisierung und Dokumentation von Geschäftsprozessen» (49 %) und «bessere Nutzung eigener Daten» (32 %) angeführt.ganz oben. Beides Indikatoren für den Wunsch nach mehr Effizienz, Transparenz und datengetriebene Entscheidungen. Die Realität zeigt, dass viele Firmen immer noch mit veralteten, papierbasierten oder ineffizienten Workflows arbeiten. Offenbar findet gerade ein Umdenken statt. Digitale Prozesse ermöglichen nicht nur eine höhere Geschwindigkeit und Genauigkeit, sondern auch eine bessere Nachvollziehbarkeit und Standardisierung. Dies ist besonders relevant in regulierten Branchen, in denen Dokumentationspflichten eine zentrale Rolle spielen, etwa im Finanz- oder Gesundheitssektor. Zudem erleichtert die Digitalisierung von Prozessen die Automatisierung, was langfristig Kosten spart und Fehlerquellen reduziert.
Viele Firmen haben auch erkannt, dass Daten ein entscheidender Wettbewerbsfaktor sind. Das Sammeln von Informationen allein bringt jedoch wenig, wenn man diese nicht gewinnbringend einsetzen kann. Datenanalysen helfen, Muster zu erkennen, Prozesse zu optimieren und fundiertere Entscheidungen zu treffen – sei es bei der Kundenbetreuung, der Produktionsplanung oder der Marktstrategie. Besonders durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Machine Learning können Unternehmen aus ihren Daten echten Mehrwert generieren, indem sie Trends frühzeitig erkennen oder betriebliche Engpässe vorausschauend vermeiden.