Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Angestellte sehen KI-Revolution positiv - Kaum Angst vor Jobverlust

Die meisten Arbeitnehmenden sind gegenüber der künstlichen Intelligenz (KI) positiv eingestellt. Das zeigt eine am Donnerstag veröffentlichte Umfrage des Personaldienstleisters Adecco.
© (Quelle: Adecco)

In der Schweiz blickt ein Grossteil der Arbeitnehmenden positiv auf das sich verändernde Arbeitsumfeld. 86 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass durch KI künftig Arbeitsplätze geschaffen werden. Und 90 Prozent erwarten, dass sich ihre tägliche Arbeit und ihr Wissen mit KI im positiven Sinne entwickeln. Nur 12 Prozent befürchten einen Jobverlust.

Ähnliche Tendenzen sind im Ausland zu sehen. Weltweit rechnen 76 Prozent der Befragten mit einem Job-Wachstum dank KI und nur knapp ein Viertel fürchtet sich vor einem Job-Verlust. Adecco hat im Rahmen der «Global Workforce of the Future 2025»-Studie rund 37'500 Arbeitnehmende aus 31 Ländern zu Themen rund um die Digitalisierung am Arbeitsplatz befragt. 1000 Personen nahmen in der Schweiz an der Umfrage teil.

Verständnis für KI-Anwendungen

Die KI-Revolution am Arbeitsplatz werde von den Arbeitnehmenden grundsätzlich begrüsst, hiess es in der Studie. Sie müssten aber verstehen, welchen Nutzen neue Technologien bieten und wie sie sich persönlich in das neue Arbeitsumfeld einfügen können. Es brauche klare Ziele und Vorgaben der Arbeitgeber, die es den Arbeitnehmern unter anderem erlauben, die Bedeutung von KI in ihrer Arbeit zu verstehen und auch zu messen.

So gehen die Arbeitnehmenden in der Schweiz beispielsweise im Durchschnitt davon aus, dass sie mit dem Einsatz von KI pro Tag 117 Minuten an Zeit in ihrer Arbeit einsparen. Allerdings können laut den Angaben lediglich zwei von fünf Mitarbeitenden die Auswirkungen von KI in ihrem Unternehmen und für ihre Arbeit zuverlässig messen.

Transparenz beim Umgestalten

Auch die Arbeitgeber sind gefordert, damit die Umgestaltung des Arbeitsumfelds gelingt. Dazu seien Transparenz, gezielte Kommunikation und Kooperation mit den Angestellten unerlässlich, hiess es. In der Schweiz haben 41 Prozent der Befragten angegeben, dass sie von den Arbeitgebern in die Umgestaltung ihrer Arbeit miteinbezogen wurden. Im Ausland waren nur 30 Prozent dieser Meinung.

Die Unternehmen befänden sich in einer Zwickmühle, wenn es um die Anwendung von KI gehe, hielt Adecco-Group-Chef Denis Machuel zur Studie fest. «Einerseits herrscht grosse Begeisterung über die Möglichkeiten von KI. Andererseits müssen klare Vorstellungen dazu herrschen, wie die Technologie die Arbeitswelt langfristig verändern wird.»

Solche Massnahmen sollen Vertrauen in der Belegschaft schaffen.

«Ohne einen menschenorientierten Ansatz besteht die Gefahr, dass die Belegschaft verunsichert wird, bevor sie von den Vorteilen der KI profitieren kann», so Machuel. So oder so würden Soft-Faktoren wie Werte, Zweck und Vertrauen für den Erfolg eines Unternehmens auch in Zukunft wichtig bleiben. Es gelte, diese mit dem technologischen Fortschritt zu verbinden.

© Quelle: Adecco
Künstliche Intelligenz (KI)
Anzeige

Neueste Beiträge

Alte Smartphones statt neue Rechenzentren - Alessandro De Carli, Acurast Association
Braucht es immer mehr leistungsfähige Rechenzentren? Nicht unbedingt, sagt Alessandro De Carli, Präsident der Acurast Association und CEO der Papers AG. Statt neue Server zu bauen, nutzt seine Plattform Acurast die Rechenleistung ausrangierter Smartphones. Im Interview erklärt er, weshalb darin enormes Potenzial für nachhaltiges Cloud Computing steckt.
6 Minuten
«Sicherheit schafft Vertrauen auf digitalen Marktplätzen» - Mostafa Hassanin, SMG Swiss Marketplace Group
Millionen von Menschen in der Schweiz nutzen Online-Marktplätze wie Ricardo, tutti.ch, Homegate, ImmoScout24 oder AutoScout24. Mostafa Hassanin verantwortet als Group CISO/CSO der SMG Swiss Marketplace Group die Cybersicherheitsstrategie hinter diesen Plattformen. Dabei zeigt sich: KI wird dort eingesetzt, wo sie Risiken schneller erkennbar macht und den Schutz der Nutzer:innen konkret stärkt.
6 Minuten
Kostenlose Google Summer Academy 2026
Die «Google Summer Academy» geht im Sommer 2026 bereits in die siebte Runde: Zwischen dem 28. Juli und 15. August bietet Google zusammen mit zahlreichen Bildungspartnern interessierten Personen und KMUs wieder die Möglichkeit, sich kostenlos weiterzubilden und sich so fit für die digitale Zukunft zu machen.
2 Minuten
27. Jul 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Darum lohnt sich eine Weiterbildung - Karriere-Tipps
Ihre berufliche Karriere stockt? Sie fühlen sich unterfordert und auch finanziell soll es aufwärtsgehen? Dann verlieren Sie keine Zeit. Computerworld nennt fünf Gründe für eine Weiterbildung und zeigt, wie Sie erfolgreich durchstarten.
5 Minuten
25. Okt 2024
«KI wird ein Treiber für Wachstum» - Interview Corinna Schumacher, ServiceNow
KI-Agenten übernehmen immer mehr Routineaufgaben. ServiceNow sieht darin keine Bedrohung für Mitarbeitende, sondern eine neue Arbeitsteilung, erklärt Corinna Schumacher im Interview.
7 Minuten
Digital Business im Fokus: Wohin geht die Reise? - Computerworld Ausgabe 2/2026
Autonomie und Souveränität werden inzwischen als Schlagworte mindestens ebenso häufig verwendet wie Künstliche Intelligenz und Datenschutz. Automatisierung und die Transformation zu einer hohen Dichte an KI-Agenten in Unternehmen werden die Zukunft des Digital Business prägen. Daraus entsteht ein Mix, der spannender und komplexer nicht sein könnte. Die Digitalisierung hat Dimensionen erreicht, die sich - Ironie des Wandels - fast nur noch mit KI bewältigen lassen. Höchste Zeit also für einen Überblick. 
2 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige