Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

Hackerangriff auf tschechisches Ministerium alarmiert Nato und EU

Ein mutmasslicher chinesischer Hackerangriff gegen das Aussenministerium in Tschechien alarmiert die Nato und die Europäische Union.
© (Quelle: Jiri Flogel/Shutterstock.com)

In einer gemeinsamen Erklärung der 32 Nato-Staaten heisst es, man beobachte mit wachsender Besorgnis die zunehmenden böswilligen Cyberaktivitäten, die von der Volksrepublik China ausgehen, und sei entschlossen, diese zu bekämpfen. Die EU teilte zeitgleich mit, sie stehe bereit, bei Bedarf weitere Massnahmen zu ergreifen. Dazu hatten in der Vergangenheit auch Sanktionen gezählt.

Die Attacke gegen das Aussenministerium des Nato- und EU-Staats hat nach offiziellen Informationen bereits 2022 begonnen. Nach Informationen des tschechischen Nachrichtenportals Seznamzpravy.cz konnte China dadurch mutmasslich jahrelang E-Mails tschechischer Diplomaten mitlesen. Hinter dem Angriff auf das Kommunikationsnetz des Aussenministeriums soll nach den bisherigen Ermittlungen die Cyberspionage-Gruppe APT31 (Advanced Persistent Threat 31) stecken, die dem Ministerium für Staatssicherheit der Volksrepublik China zugeordnet wird.

Kallas: Inakzeptabler Verstoss gegen internationale Normen

An den umfassenden Ermittlungen waren laut offiziellen Angaben die tschechischen Inlands-, Auslands- und Militärgeheimdienste und die nationale Behörde für Cyber- und Informationssicherheit beteiligt. Das Aussenministerium betonte, dass das infiltrierte Kommunikationsnetz nicht für den Austausch von als geheim eingestuften Informationen verwendet wurde.

Sanktionen gegen Hacker aus China hatte die EU erstmals 2020 verhängt. Damals waren mutmassliche Mitglieder der chinesischen Hackergruppe APT10 betroffen, die bei einer Aktion mit dem Namen «Cloud Hopper» IT-Dienstleister in aller Welt angegriffen haben sollen.

Zu der Attacke auf das Aussenministerium in Prag erklärte die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas nun in sozialen Netzwerken: «Heute macht die EU einen vom chinesischen Staat unterstützten Akteur für eine bösartige Cyberkampagne gegen Tschechien verantwortlich.» Dies sei ein klarer und inakzeptabler Verstoss gegen internationale Normen.

Hacking China
Anzeige

Neueste Beiträge

Acer ruft die E-Scooter / Predator ES Series 5 wegen Brandgefahr zurück
In Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) ruft Acer die E-Scooter / Predator ES Series 5 zurück. Es besteht Brandgefahr. 
2 Minuten
26. Mär 2026
Telekom-Technikchef verlässt Konzern überraschend
Der für Technik und Produkte zuständige Vorstand Abdu Mudesir verlässt die Deutsche Telekom nach nur wenigen Monaten im Amt. Eine Nachfolge ist bislang nicht geregelt.
2 Minuten
25. Mär 2026
Neue Chips von der ETH gegen Deepfakes
KI-generierte Bilder und Videos gefährden demokratische Prozesse und untergraben das Vertrauen in der Gesellschaft. Forschende der ETH Zürich haben nun eine Chip-Technologie entwickelt, die es ermöglicht, die Authentizität von Sensordaten wie Bildern und Videos überprüfbar zu machen. 
4 Minuten
25. Mär 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Neun von zehn Unternehmen erleiden einen Sicherheitsvorfall
Eine globale Umfrage des Enterprise-CMS-Anbieters Storyblok unter 300 leitenden IT- und Security-Verantwortlichen zeigt eine deutliche Diskrepanz zwischen Selbstwahrnehmung und Realität.
2 Minuten
Ist Ihr Passwort sicher? - Sicherheits-Tipps
Nur mit sicheren Passwörtern und den neuesten Technologien sind Ihre Daten und Ihre Konten im Internet effizient geschützt. Wir haben für Sie die ultimativen Tipps zum Passwort-Check!
9 Minuten
5. Mär 2026
E-Voting-Panne im Kanton Basel-Stadt
Elektronisch abgegebene Stimmen in Basel-Stadt werden zur Ermittlung des Abstimmungsergebnisses vom 8. März 2026 nicht gezählt. Das betrifft die Stimmen der Auslandschweizer sowie angemeldete Stimmberechtigte mit Behinderungen.
2 Minuten
9. Mär 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige