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Lesedauer 3 Min.

HR im digitalen Wandel

Bei der SAP HR Connect 2025 in Zürich drehte sich alles um die Zukunft der Arbeitswelt. In Vorträgen und Praxisbeispielen diskutierten Expertinnen und Experten, wie Künstliche Intelligenz, Automatisierung und neue Technologien das Personalwesen verändern.
Wie sieht das HR der Zukunft aus?
© (Quelle: Nakarin-Fotografie)

Der 6. Mai 2025 wird in die Geschichte der alten Papierfabrik Sihl in Zürich eingehen. Statt antiquierter Lohntüten und patriarchalischer Einstellungsgespräche präsentierte SAP neue, digitale Lösungen, welche sich mit den aktuellen Herausforderungen und Lösungen im Personalwesen befassen. Im Mittelpunkt standen Themen wie die Integration von Künstlicher Intelligenz in HR-Prozesse, die Bedeutung authentischer Mitarbeiterstimmen und die Gestaltung menschlicher Arbeitsumgebungen trotz fortschreitender Automatisierung.

Voice of the Employee - bitte zuhören

Der Tag begann mit einer Pre-Event-Session, in der Partnerunternehmen wie ATOSS, Ingentis und Qualtrics ihre Ansätze präsentierten. Corina Friedli von der Confiserie Sprüngli erläuterte gemeinsam mit Laura Sommer von ATOSS die Einführung einer automatisierten Personaleinsatzplanung, die zu effizienteren Prozessen und höherer Produktivität führte. Anschliessend sprach Markos Tafakis von Ingentis über erfolgreiche Strategien bei Unternehmensreorganisationen und betonte die Notwendigkeit gut strukturierter Prozesse. Natalie Heiler-Schepp von Qualtrics hob die Relevanz von «Voice of the Employee»-Programmen hervor und zeigte anhand von Praxisbeispielen deren positiven Einfluss auf Unternehmenskultur und Leistungsfähigkeit auf.

KI ist kein Ersatz für Menschen

In ihrer Keynote stellte Anita Lettink, Gründerin von HRTechRadar, zentrale Fragen zur Zukunft der Arbeitswelt. Sie machte deutlich, dass neue Technologien wie KI nicht primär als Ersatz für Menschen gedacht werden sollten, sondern als Instrumente zur Stärkung ihrer Fähigkeiten. Besonders junge Menschen, die heute ins Berufsleben einsteigen, hätten neue Erwartungen an Arbeit – sie wünschen sich mehr Sinn, Flexibilität und Mitgestaltung. Um das volle Potenzial der Belegschaft zu nutzen, sei es entscheidend, auf die Stimmen der Mitarbeitenden zu hören und deren Erfahrungen aktiv einzubeziehen. Lettink betonte zudem, dass die moderne Zusammenarbeit weniger vom Arbeitsort als vielmehr von guter Führung und digitaler Kompetenz abhängt. Die digitale Transformation im HR-Bereich müsse daher immer auch eine kulturelle sein.

Reger Austausch zwischen HR-Verantwortlichen. © Quelle: Nakarin-Fotografie

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Kompetenz von heute für morgen nutzen

Alexandra Walker von der Emmi Management AG und Michael Bernet von tts gewährten einen Einblick in die Talent- und Nachfolgeplanung bei Emmi. Unter dem Motto «Mit den richtigen Mitarbeitenden in der richtigen Position, mit einem Growth Mindset und Teamfokus erreichen wir alles» betonten sie die strategische Bedeutung des Talent Managements als zentrale Führungsaufgabe. Ziel sei es, relevante Kompetenzen nicht nur für die Gegenwart, sondern auch für zukünftige Anforderungen zu sichern. Im Zentrum steht dabei der Wille, Menschen für Emmi zu begeistern und ihre Entwicklung aktiv zu fördern. Alexandra Walker schilderte, wie kontinuierliches Kompetenzmanagement, klare Entwicklungswege und eine gelebte Feedbackkultur helfen, Mitarbeitende gezielt zu fördern und langfristig zu binden. Dabei spiele die Zusammenarbeit zwischen HR, Führungskräften und externen Partnern eine zentrale Rolle.  Michael Bernet ergänzte die Präsentation mit Erfahrungen aus der Praxisberatung und betonte, wie digitale Tools und datenbasierte Prozesse helfen, Talent Management transparent, skalierbar und unternehmensspezifisch umzusetzen – gerade in einem wettbewerbsintensiven Umfeld wie der Lebensmittelindustrie.

Digitalisierung der HR-Bereiche - Zukunftsmusik oder schon bald Realität? © Quelle: Nakarin-Fotografie

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