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Telefónica demonstriert Mobilfunknetz für Notfälle

Auf dem Mobile World Congress zeigt Telefónica die 5G Tactical Bubble, ein neues Notfall-, Sicherheits- und Verteidigungsnetzwerk, das innerhalb von Minuten aufgebaut werden kann.
© Telefonica

Bei Naturkatastrophen, grossen Unfällen oder Terroranschlägen werden Mobilfunk- und Festnetze meist geschädigt oder geraten an die Grenze ihrer Kapazität. Um dafür gerüstet zu sein, zeigt Telefónica auf dem Mobile World Congress die 5G Tactical Bubble, ein neues Notfall-, Sicherheits- und Verteidigungsnetzwerk. Damit lässt sich in Katastrophen- und Krisengebieten innerhalb weniger Minuten ein komplettes Notfallreaktionssystem aufbauen. Die Lösung verbindet 5G, KI, Drohnen sowie mobile Leitstellen und stellt schnell wieder Kommunikation her. Auf seinem Messestand hat der spanische Netzbetreiber dieses System mit einer fiktiven Überschwemmung im Einsatz demonstriert.

Die 5G Tactical Bubble kann per Fahrzeug, Boot oder Drohne in betroffene Regionen gebracht werden. Die Lösung bietet umfassende Abdeckung, Bandbreite, geringe Latenz und mehrere Verbindungen. Sie soll eine stabile und sichere Kommunikation auch dann ermöglichen, wenn die bestehende Infrastruktur ausgefallen ist. Einsatzteams können ihre Kräfte koordinieren, Lagebilder erstellen und medizinische Informationen austauschen – und das schon weniger als eine Stunde, nachdem sie das Gebiet erreicht haben.

Zum Beginn eines Einsatzes wird zunächst eine Funk- und Datenverbindung hergestellt, mit der sich die Einsatzkräfte ein Lagebild verschaffen können. Die 5G-Einheit kann so lange aktiv bleiben, wie es Strom aus einem Generator gibt. Auf Basis der 5G-Verbindung kommen mehrere Technologien zum Einsatz: Ein zentrales Command-and-Control-System bietet ein Echtzeit-Lagebild und bindet KI-gestützte Informationsmanagement-Tools ein. Ein Backhauling-System verbindet unterschiedliche Einsatzknoten mit Satellit, Richtfunk oder öffentlichem 5G. Mit Fog Computing werden Daten dort verarbeitet, wo sie entstehen, um Bandbreite zu sparen und schneller reagieren zu können.

Drohnen und andere robotische Geräte ermöglichen die Erkundung aus der Luft, die Suche nach Vermissten und das Erreichen schwer zugänglicher Bereiche. KI-basierte virtuelle Assistenten erleichtern die Erkennung anomaler Ereignisse und datengestützte Entscheidungen. Ein Telemedizin-Koffer, der per Drohne transportiert wird, schafft medizinische Erstversorgung in Regionen, die Rettungskräfte noch nicht erreichen können. 

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