Lesedauer 4 Min.

Die nächste Evolution im Patch-Management

Da hybrides Arbeiten für viele Unternehmen mittlerweile zur Norm geworden ist, überrascht es Nicht, Dass Cyberkriminelle Verstärkt Auf Geräte Und Endpunkte Von Angestellten Abzielen Und Damit Erfolgreich Sind.
© (Quelle: Freepik)

Laut Microsoft stammen 80-90 % erfolgreicher Ransomware-Angriffe von nicht verwalteten Geräten, die sich im Zuge der verstärkten Remote-Arbeit von Mitarbeitenden stark verbreitet haben.

Effizientes Patch-Management gilt als Grundpfeiler einer wirksamen Cybersicherheit. Unternehmen sind ständig auf der Suche nach besseren Wegen, ihre stetig wachsenden digitalen Umgebungen abzusichern und Risiken einzudämmen, während die globalen Sicherheits- und Datenschutzvorschriften immer strenger werden.

Die gute Nachricht: Neue Technologien eröffnen Möglichkeiten, um IT- und Sicherheitsteams bei der Automatisierung und Optimierung der Patch-Prozesse zu unterstützen. Das Ergebnis: mehr Effizienz, stärkere Resilienz, bessere Compliance und optimierte operative Ergebnisse durch eine verbesserte Zusammenarbeit der Teams. Die Zukunft des Patch-Managements ist da – und diese ist autonom.

Automatisiert vs. Autonom: Wo liegt der Unterschied?

Automatisiertes Patch-Management ist darauf ausgelegt, bestimmte Aspekte des Patch-Prozesses zu automatisieren. IT-Teams ­müssen jedoch weiterhin Aufgaben wie Evaluierung, Protokollierung und manuelles ­Aus­rollen übernehmen. Autonomes Patch-Management geht hingegen deutlich weiter: Es automatisiert den gesamten Prozess basierend auf definierten Risikotoleranzstufen (mit optionaler Beteiligung der IT-Teams). IT-Teams legen im Vorfeld Richtlinien und Workflows fest. Anschliessend sammeln autonome Systeme Informationen, geben fundierte Empfehlungen zur Relevanz und Kritikalität von Patches und führen diese aus.

«Die Zukunft des Patch Managements ist da, und diese ist autonom.»

Andre Schindler, Senior Vice President of Global Sales und General Manager, EMEA

Richtig umgesetzt ordnet autonomes Patching kritische Schwachstellen direkt den betroffenen Endpunkten zu, priorisiert nach Schweregrad und stellt sicher, dass Patches über vorab genehmigte Workflows verteilt werden. Kritische Updates werden automatisch angewendet, während andere Patches durch vordefinierte Workflows laufen. Klingt nach Automatisierung, oder? Autonomes Patching nutzt jedoch moderne KI-Technologien, um fehlerhafte oder riskante Patches zu pausieren, die sonst Probleme für den Endpunkt-Bestand und das Team verursachen könnten.

Das zentrale Versprechen des autonomen Patch-Managements lautet: effizienteres Patchen, vereinfachte Abläufe und resilientere Unternehmen – sowie entlastete IT-Teams. Allerdings nur, wenn es richtig umgesetzt wird.

© NinjaOne GmbH

Die drei Säulen des autonomen Patchings

Eine erfolgreiche autonome Patching-Strategie stützt sich auf drei zentrale Säulen:

Integration, Integration, Integration

Die effektivsten Lösungen vereinen Schwachstellen-informationen, Patching und Konfiguration in risikobasierten Workflows.

Gemeinsame Ressourcen nutzen

Anbieter, öffentliche Foren und Telemetrie liefern wertvolle Einblicke in die Stabilität von Patches.

Sicherheit hat Vorrang

Autonomes Patching stellt sicher, dass sich IT- und Sicherheitsteams auf die wirklich relevanten Schwachstellen konzentrieren.

Patches sollten nach Risiko und nicht nach Aktualität priorisiert werden.

Der Weg in die Zukunft

Intelligentes Patching ist vergleichbar mit dem Ausbessern von Rissen in einer Festungsmauer, bevor man eine Schlacht erwartet. Wer bekannte Schwachstellen frühzeitig schliesst, kann die Verteidigung auf die echten Bedrohungen von aussen fokussieren – statt hektisch gegen Angreifer innerhalb der eigenen Mauern anzukämpfen.

Mit autonomen Patch-Lösungen können IT-Teams bekannte Schwachstellen künftig effizienter und gezielter adressieren.

Patch-Management war lange Zeit ein reaktiver und mühsamer Prozess, ist aber heute unverzichtbar für die Widerstandsfähigkeit von Unternehmen. In einer digitalen Landschaft, die stetig wächst und gefährlicher wird, verschafft autonomes Patching den IT-Teams dringend benötigte Entlastung: Risiken werden proaktiv reduziert, Updates effizient eingespielt und eine stabile Grundlage geschaffen, auf der Unternehmen weiter skalieren können.

© NinjaOne GmbH

Zum Autor

Andre Schindler ist Senior Vice President of Global Sales und General Manager, EMEA

Bio: Andre  Schindler ist Senior Vice President of Global Sales und General Manager, EMEA, bei NinjaOne. Er ist verantwortlich für die Umsatzsteigerung in den genannten Regionen. Andre Schindler gründete 2018 die EMEA-Zentrale des Unternehmens in Berlin und baute sowohl den Vertrieb als auch den Service in ganz Europa auf. Bevor er zu NinjaOne kam, war Schindler in verschiedenen Managementpositionen für TeamViewer tätig, unter anderem im Vertrieb, in der Unternehmensentwicklung und im Bereich strategische Partnerschaften. Der gelernte Ingenieur studierte Medizintechnik und Biotechnologie an der Universität Bayreuth.

Zum Unternehmen: NinjaOne, die automatisierte Endpoint-Management-Plattform, bietet mehr als 30.000 Kunden in über 130 Ländern umfassende Transparenz, Sicherheit und Kontrolle über alle Endpoints.

Mehr Informationen: ninjaone.de

Dieser Beitrag wurde von der NinjaOne AG zur Verfügung gestellt und stellt die Sicht des Unternehmens dar. Computerworld übernimmt für dessen Inhalt keine Verantwortung.

Firmenbeiträge Best Practice Best Cases

Neueste Beiträge

Zug und Uni Luzern gründen Blockchain-Institut - Markets & Business
Der Kanton Zug und die Universität Luzern eröffnen das Zug Institute for Blockchain Research (ZIBR). Mit einem Startkapital von 25 Mio. Franken soll das neue Institut die interdisziplinäre Blockchain-Forschung stärken und Zugs Rolle als Crypto-Valley weiter ausbauen.
3 Minuten
Telekom bleibt wertvollste Telco-Marke - Markenranking
Die Telekom behauptet ihre Spitzenposition im globalen Markenranking von Brand Finance. Der Markenwert steigt deutlich, im Gesamtranking verbessert sich der Konzern auf Platz elf.
2 Minuten
25. Jan 2026
«IT-Verantwortliche brauchen 2026 einen klaren Plan» - Quotes & Thoughts
Beat Müller, Director Systems Engineering, Switzerland & Austria, Nutanix, wagt den Blick auf die kommenden Monate und schätzt IT-Trends für 2026 ein. Dabei betont er die Wichtigkeit hybrider Multicloud-Modelle und das Bedürfnis nach Datensouveränität.
3 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

VBZ setzt im Kundendiensts auf KI-Butler auf Basis von IBM watsonx.ai - Proof of Concept
Um das steigende Anfragevolumen mit der vorhandenen Kapazität zu bewältigen, haben die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) einen Proof of Concept (PoC) für einen auf künstliche Intelligenz gestützten E-Mail-Butler durchgeführt.
3 Minuten
11. Dez 2024
Berner Softwarefirma Xplain wird nach Deutschland verkauft - Übernahme
Der Berner IT-Dienstleister Xplain wird von der Schweizer Tochter der deutschen Chapters Group mit Sitz in Hamburg übernommen. Die Softwarefirma war wegen eines Cyberangriffs 2023 mit Folgen für die Bundesverwaltung bekannt geworden.
3 Minuten
18. Okt 2024
Swiss CIO & Cybersecurity in der neuen Computerworld-Ausgabe - Computerworld Ausgabe 4/2024
Die aktuelle Ausgabe zeigt, was die CIOs der grössten Schweizer Unternehmen bewegt. Stefan Fraude gibt Einblicke in die Transformation von Brack-Alltron und von Anna Kuruvilla erfahren wir, wie sich T-Systems in der Schweiz aufstellt. Doch das ist längst nicht alles.
2 Minuten