Update: Schweizer Alternativen zu Dropbox

Nach dem NSA-Skandal sind ausländische Online-Speicherdienste à la Dropbox ein wenig in Verruf geraten. Wir haben neue Alternativen gefunden und den Artikel aufgefrischt

» Von Jens Stark , 08.12.2014 15:00.

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Um es gleich vorweg zu nehmen: Wer seine Dateien auf einem Online-Speicher ablegen will, der in der Schweiz ansässig ist und im Idealfall auch noch seine Server hierzulande stehen hat, muss einerseits mit weniger Komfort leben und andererseits mit weniger Gratisspeicher Vorlieb nehmen. Wenn man das akzeptiert, gibt es sie, die Schweizer Dropbox-Alternativen - und sie werden auch ständig mehr.

Dieses Jahr sind beispielsweise mit Swisscom und der Schweizerischen Post gleich zwei helvetische Riesen in den Ring gestiegen. Sie versuchen, Schweizer Surfer dazu zu bewegen, ihre Bits und Bytes in der lokalen Cloud zu halten. Doch die US-Konkurrenz schläft nicht. Neben Dropbox, macht vor allem Microsoft OneDrive von sich reden. Die Redmonder geben Office-365-Anwendern ein Terabyte Platz in der Cloud. Vor Kurzem hat Microsoft angekündet, dass auch diese Grenze fallen soll und die Office-User bald unbeschränkte Speichermöglichkeiten erhalten werden.

Wir haben die wichtigsten Schweizer Angebote - Stand Ende 2014 - zusammengefasst.

1. Swisscom Docsafe

Klotzen statt Kleckern. Das muss sich Swisscom gedacht haben, als sie Docsafe lanciert hat. Der Online-Speicher bietet Privatpersonen unlimitierten Speicherplatz an. Einzige Bedingung, man muss ein Swisscom-Login besitzen. Und das erhalten nicht nur Leute, die mit dem Schweizer Telekom-Riesen telefonieren. Wer kein Swisscom-Kunde ist, kann ein Swisscom-Login beantragen und die Identität per Post, Festnetz- oder Mobile-Anschluss aus der Schweiz bestätigen lassen.

Nach einem Anmeldeprozedere, das man durch die Anforderung eines SMS-Codes zusätzlich zu ID und Passwort absichern lassen kann, können Dokumente - auch mehrere auf einmal - in die Cloud des helvetischen Fernmelderiesen bugsiert werden. Leider ist das Uploaden ganzer Ordner nicht möglich, wohl auch im Hinblick darauf, dass nicht allzu viele das Versprechen der unlimitierten Speicherkapazität zu ernst nehmen und beispielsweise ihre ganze Bilder-Sammlung hochladen.

2. E-Post Office der Post

Auch die Schweizerische Post ist ins Online-Speicher-Geschäft eingestiegen. Allerdings schwingen die Pöstler nicht die riesengrosse Kelle wie die ehemaligen PTT-Kollegen von Swisscom. Wer sich für E-Post Office anmeldet erhält 5 Gigabyte Speicherkapazität. Das reicht, um die wichtigsten Dokumente im Cloud-Speicher zu verwahren.

Viel auf einmal kann man sowieso nicht hochladen, so lassen sich keine Ordner in die Cloud bugsieren. Und im Gegensatz zu Swisscom Docsafe, müssen die Dateien einzeln hochgeladen werden.

Das gehört offenbar zum Konzept. Wie Bernhard Bürki, Mediensprecher der Post, bereits kurz nach der Ankündigung des Dienstes gegenüber Computerworld mitteilte, sei  E-Post Office als «Drehscheibe für den Empfang von Dokumenten» gedacht und nicht primär als Archiv. Erster Nutzniesser dieser Drehscheibenfunktion ist, wer ein Konto bei Postfinance hat und bislang die Auszüge und Abrechnunge per Briefpost erhielt. Diese Korrespondenz lässt sich direkt als PDF im E-Post Office speichern.

Schliesslich arbeitet E-Post Office mit dem hauseigenen Dienst Swiss Post Box zusammen. Mit diesem Service kann man sich die Briefpost öffnen und einscannen lassen sowie die digitalierten Briefe im E-Post Office aufbewahren lassen.

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KOMMENTARE

Heinz L: 09-12-14 15:50

Weitere Möglichkeiten für Private und KMU bietet: www.itnetworx.ch
zu günstigen Konditionen

Daten Schleuder: 09-12-14 14:43

Sorry, aber am Preis-Leistungsverhältnis gibt's da in vielen Fällen, wenn man die Leistung genau betrachtet, NICHTS zu bemängeln. Führen wir mal ins Feld, dass Du und ich unseren Stutz in der Schweiz verdienen, im Rahmen der hier üblichen Gegebenheiten. So finde ich das Niveau absolut korrekt. Kalkulier so ein Angebot mal von der Anbieterseite her durch, die Angebote sind m.E. kompetetiv. Und: vergleicht nicht Äpfel mit Birnen.

G P: 09-12-14 12:46

Ihr habt einen der grössten und besten vergessen: MOUNT10

Lorenz H: 09-12-14 08:20

Wer garantiert mir, dass die CH-Unternehmen alle "sauber" sind? Wir gehen hierzulande einfach wie selbstverständlich davon aus, dass es hier keinerlei kriminelle Energie gibt und man jedem schweizer Unternehmen blind vertrauen kann. Dies ist mir schon bei der Debatte um die Messenger (Stichwort Swisscom iO, Threema) aufgefallen.

Was macht die Swisscom mit meinen Daten? Haben die kein Interesse mein Nutzerverhalten zu erfahren? Haben das wirklich ausschliesslich die bösen US-Unternehmen?

Ich persönlich finde das ein sehr trügerische "Sicherheit".

tomek b: 20-06-14 11:25

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Other features are cool too: mobile / desktop clients, versioning, fair sharing (15GB shared folder's disk usage is split among the collaborators, making it eg. 5GB for each if they are three).

Rudolf Ammersbacher: 21-08-13 14:48

Der Schweizer Anbieter https://mykolab.com hat neben vielen anderen Dingen auch Dateiablage im Angebot und ist komplett Freie Software.

Gaby Zaugg: 21-08-13 14:37

Hallo, kennt jemand Mount10 und hat schon jemand Erfahrung damit.

Stefan Lengacher: 21-08-13 11:26

Es gibt bei Swisscom bereits einen zu Dropbox vergleichbaren Service: Storebox. Dieser ist allerdings zur Zeit nur für Geschäftskunden verfübar: http://www.swisscom.com/dcs

Alex Braendle: 21-08-13 10:28

Ausländische Services kommen für mich nicht in Frage, ich möchte Herr meiner Daten bleiben.

Ich nutze die iWay cloud und bin sehr zufrieden damit. Funktioniert schnell und einfach und wird von einer seriösen Schweizer Firma zur Verfügung gestellt. Unbedingt anschauen!

Ralf Hauser: 21-08-13 08:29

iWay cloud Sync&Share fehlt in Ihrer Liste:
http://www.iway.ch/cloud-services/iway-cloud-sync-und-share/was-ist-sync-und-share.aspx

Besonders interessant ist das Angebot, da
1) es auf open source software owncloud beruht
2) es nebst "enterprise" auch noch eine iWay-hosted Variante gibt, in der Sie selbst administrieren. So können Sie den Dienst bei Bedarf jederzeit in eine "private cloud" auf Ihrer eigenen Infrastuktur überführen oder in einer anderen Rechtssprechung als der Schweiz wieder hochziehen.

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