Siri-Feeling: Android via Sprache steuern
Nicht nur das iPhone, auch Android-Geräte gehorchen aufs Wort. Computerworld.ch präsentiert Gratis-Apps, die Smartphone und Besitzer aufhorchen lassen.

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» Von , 06.12.2011 15:25.
Fragt man das iPhone 4S nach dem Wetter, verrät die Sprachsteuerung namens Siri, dass man einen Schirm mitnehmen sollte. Siri plaudert auch über Aktienkurse und lässt sich SMS oder Mails diktieren. Die Sprachsteuerung erleichtert die Bedienung und ist die bekannteste Neuerung des iPhone 4S. Eine Apple-Erfindung ist die Sprachsteuerung aber nicht. Android-Smartphones nahmen Diktate und Weganfragen lange vor dem iPhone 4S entgegen.
Sprachsteuerung von offizieller Seite
Das ist notwendig: Mindestens Android 2.2 und die App Sprachsuche. Letztere ist oft schon vorinstalliert. Die Sprachsteuerung startet man entweder durch das Öffnen der App oder über das Google-Suche-Widget des Android-Geräts. An der Widget-Seite befindet sich ein kleines Mikrofonsymbol. Es ist nicht nur für die Google-Suche zuständig, sondern versteht auch Sprachbefehle. Sollte das Geräte kein Suche-Widget haben, erstellt man eines durch langes Drücken auf einer ausreichend grossen freien Fläche auf dem Homescreen.
Die Android-Sprachsteuerung beherrscht derzeit folgende Befehle:
SMS senden an [Kontakt] [Text]
SMS senden an Maria Schmidt [kurze Pause] Ich komme etwas später heim. Danach muss man nur noch auf Senden tippen.
[Name/Firma] anrufen
Ob einen Kontakt oder ein Restaurant – man spricht den Namen gefolgt von anrufen ins Mikrofon und das Smartphone verbindet einen.
Wetter in [Ort]
Wie ist das Wetter in Zürich? Wird es morgen schön? Einfach Wetter in Zürich ins Mikro sprechen.
[Ort] ansteuern
Das etwas ungebräuchliche Wort ansteuern startet Google Maps Navigation und bringt User mit dem Android-Handy an einen Ort nach Wahl. Etwa: Paradeplatz Zürich ansteuern
[Internetseite] anzeigen
Wenn man Computerworld.ch anzeigen sagt, öffnet Android unsere Webseite.
Karte von [Einrichtungen] in [Ort]
Hilfreich beim Sightseeing: Karte von Museen in Zürich oder der Ortssuche: Karte von Krankenhäusern in Basel.
Fazit
Die Sprachbefehle funktionieren sehr gut. Anwender müssen weder besonders laut noch besonders langsam sprechen. Ist sich Android einmal unsicher, was gemeint ist, bietet es mehrere Auswahlmöglichkeiten an. Vor der Ausführung des Sprachbefehls bietet das System per Mini-Countdown ausserdem die Möglichkeit abzubrechen – nur für den Fall, dass es den User falsch verstanden hat. Schade: Die deutsche Variante hat weniger Funktionen zu bieten als die englische Version. US-User dürfen beispielsweise auch E-Mails verschicken. Über dieses Manko tröstet die nächste App hinweg.
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