Schweiz als Pilotprojekt für Googles Indoor Maps

Unter dem Namen Indoor Maps bietet Google seit einiger Zeit in ausgewählten Ländern Karten zur Orientierung in Gebäuden an. Die Schweiz ist das erste europäische Land, für das nun solche Indoor Maps verfügbar sind.

Indoor Maps hilft bei der Orientierung in Gebäuden, hier am Flughafen Zürich

» Von Hannes Weber , 20.06.2012 10:42.

Ende des letzten Jahres stellte Google die Indoor Maps vor: Eine Erweiterung für die Maps-App für Android, die es erlaubte, sich innerhalb von Gebäuden zurechtzufinden. Möglich machen dies detaillierte Gebäudepläne, die Google zur Verfügung gestellt werden, sowie eine Lokalisierungstechnik, die nicht auf GPS, sondern auf WLAN-Zugangspunkten basiert.

Nach den USA und Japan ist Indoor Maps jetzt auch in der Schweiz an ausgewählten Standorten verfügbar. Dazu gehören primär Einkaufszentren: So etwa das Airport Center am Flughafen Zürich, das Sihlcity in Zürich und das Westside in Bern. Ausserdem ist Google eine Zusammenarbeit mit Media Markt eingegangen, daher sind die Gebäudekarten auch für diverse Filialen des Elektronik-Discounters verfügbar, zum Anfang in jenen in Dietikon, Dietlikon und Sihlcity. Aber auch das Verkehrshaus der Schweiz gehört zu den Lokalitäten, die Google kartographiert hat.

Neue Standorte werden laut Google laufend ergänzt. Betreiber von Einkaufszentren oder anderen öffentlich zugänglichen Einrichtungen können aktiv dazu beitragen, dass ihr Standort über Indoor Maps erfasst wird, indem sie die Gebäudepläne selbst hochladen.

Indoor Maps wird vollständig die in die mobile Maps-App für Android integriert. Betritt man ein Gebäude, für das eine Indoor Map vorhanden ist, wechselt Google Maps automatisch zum Gebäudeplan, wenn man auf der Karte nahe genug heran zoomt. Wie bei den normalen Aussenkarten auch, lässt sich zudem der eigene Standort innerhalb eines Gebäudes jederzeit bestimmen. Die App erkennt sogar, auf welcher Etage man sich befindet, und aktualisiert automatisch den Grundrissplan für das jeweilige Stockwerk. Nur eine Schritt-für-Schritt-Navigation gibts (noch) nicht – die soll aber bald folgen.

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KOMMENTARE

Michael Nuts: 26-06-12 12:24

Alles schön und gut, aber meiner Meinung nach sollte das Orientierungssystem eines Gebäudes schon in Frage gestellt werden, sobald man solche Maps braucht. Wie man bei www.leitskulptur.de sehen kann, erklärt sich ein vernünftiges Leitsystem von alleine, ohne Maps oder andere externe Hilfsmittel.

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