Analyse: Google zieht mit Motorola in den Patent-Krieg

Google dürfte Motorola Mobility nicht nur wegen der Hardware gekauft haben. Die 12,5 Milliarden Dollar sind auch eine Inverstition in Patente und damit in ein Waffenarsenal im Kampf gegen Apple, Microsoft und Oracle.

» Von Jens Stark , 16.08.2011 10:31.

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Denn die Handy-Sparte von Motorola ist ein regelrechter Mobilfunk-Pionier und damit im Besitz von gut 24'500 Patenten und zum Patent angemeldeten Techniken weltweit. Diese Schutzbriefe berühren eine Reihe von sehr wichtigen Mobilfunktechniken, darunter 2G, 3G und 4G sowie die Datenkompressions-Standards H.264 und MPET-4. Schliesslich hat Motorola eine Reihe Patente in Bezug auf das zukunftsträchtige Verfahren Near Field Communications (NFC) im Köcher.

Somit hat Google ein ganzes Arsenal an Patenten gekauft, das es zur Verteidigung des hauseigenen Smartphone-Betriebssystem Android einsetzen wird. Dies zumindest hat Firmengründer und CEO Larry Page selbst angedeutet. «Wir haben vor Kurzem dargelegt, wie Firmen, darunter Microsoft und Apple, sich zusammenrotten, um wettbewerbswidrige Patent-Attacken gegen Android zu reiten», führt Page aus. «Unsere Übernahme von Motorola wird durch die Stärkung des Google-Patent-Portfolios den Wettbewerb verbessern. Somit werden wir besser Android beschützen können vor wettbewerbsfeindlichen Bedrohungen von Seiten Microsofts, Apples und anderen Unternehmen», folgert der Google-Chef.

Kurzum: Wenn besagte Firmen ihre Klagen gegen Android-Smartphone- und Tablet-Hersteller nicht fallen lassen, wird wohl Google seinerseits Patentrechtsklagen gegen Apple, Microsoft und Oracle vom Zaun reissen.

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