Der grosse Google-Umbau

Google stellt mit einer umfassenden Reorganisation die Weichen für mehr Transparenz und Flexibilität. Der Konzern bekommt eine Holding als Dach und einen neuen CEO. Computerworld liefert Hintergründe zum grossen Umbau.

» Von Frank Kemper, «com-magazin», 28.08.2015 17:32.

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Der Google-Chef hat seine Probezeit bereits hinter sich. Seit Oktober 2014, so sagen Insider, führt Sundar Pichai de facto die Geschäfte des Suchmaschinenkonzerns. Dennoch kannten bis zum 10. August 2015, dem Tag der Bekannt­gabe der grössten Umstrukturierung in der Firmengeschichte, nur Google-Kenner das Gesicht des 43-Jährigen, der mit vollem Namen Pichai Sundararajan heisst.

Marissa Mayer, die heutige Yahoo-Chefin, holte den Inder 2004 zu Google, als sie in Mountain View Produktchefin war. Pichai hatte zu diesem Zeitpunkt schon einiges erreicht: Technik-Studium am Indian Institute of Technology in Kharagpur, danach Studium in den USA, erst in Stanford, dann an der Management-Schmiede Wharton School an der Universität von Pennsylvania, ein Job als Ingenieur, dann als Berater bei McKinsey.

Als die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin im Herbst vergangenen Jahres durchblicken liessen, es werde bei Google grössere Veränderungen geben, hatte niemand Pichai auf dem Zettel - obwohl er ganz offiziell die Hoheit über die gesamte Produktentwicklung des Hauses bekam. Viele von diesen Produkten kennt Pichai wie kein Zweiter, da er deren Entstehung koordinierte.

Zu seinen ersten richtig grossen Projekten bei Google gehörte die Entwicklung des Webbrowsers Chrome, der nach seiner Premiere 2009 nur wenige ­Jahre brauchte, um Microsofts Internet Explorer als Weltmarktführer abzulösen. Weitere Meilensteine in Pichais Google-Laufbahn: Entwicklung des Betriebssystems «Chrome OS», Übernahme der Web App Division, Verantwortung für die Mobil-Plattform «Android», nachdem «Android»-Gründer Andy Rubin den Konzern 2013 verlassen hatte.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: «Eric Schmidt ist immer noch mit von der Partie»

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