Obgleich Nachhaltigkeit per se schon seit vielen Jahren ein wichtiges und ernstzunehmendes Thema im Unternehmenskontext darstellt, stehen viele Unternehmen aufgrund von regulatorischen Einflüssen unter Druck, ihre nachhaltigkeitsbezogenen Wirtschaftsaktivitäten offenzulegen.
Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass das Thema Nachhaltigkeit systematisch angegangen und in aktuelle Unternehmensprozesse integriert werden muss, um nachhaltige Erfolge zu erzielen und sich auf ändernde Verbraucherpräferenzen, globale Ressourcenverknappungen und neue Vorschriften anzupassen. Dies wirft eine weitere Frage auf: welche Schritte sind für ein ganzheitliches und integriertes ESG-Reporting notwendig?
3 Schritte zu einem holistischem und integrierten ESG Reporting
Schritt 1: Identifizierung von ESG Risiken, Metriken und anschliess
ender Datensammlung Im ersten Schritt muss eine Grundlage über die Nachhaltigkeitsmetriken geschaffen werden. Wichtig hierbei ist die Einbeziehung notwendiger Unternehmens-Stakeholder wie beispielsweise der Finanz oder HR-Abteilung. Ein erfolgreiches ESG Reporting sollte nie als Silo betrachtet werden. Darüber hinaus müssen Risiken identifiziert und potentielle Auswirkungen festgelegt werden. Anschliessend müssen die Daten entlang der Wertschöpfungskette gesammelt werden. Dies geschieht zumeist noch manuell. Optimalerweise sollte dieser Prozess für Einsparungen von Zeit und Kostenaufwänden automatisiert werden. Hierfür sollten die Nachhaltigkeitsdaten mit operationalen Daten innerhalb bestehender IT-Systemen wie bspw. das ERP- oder HR-System integriert werden, damit eine Datenwahrheit (Single-Source-of-Truth) erzeugt wird.
Schritt 2: ESG Reporting Wie in jedem Bereich rund um das Thema Analytics muss eine ausreichend gute Datenbasis mit guter Datenqualität vorhanden sein, um wichtige Unternehmensentscheidungen auf Grundlage dieser treffen zu können. Erst dann können Reports und Berichte gemäss den gesetzlichen Vorgaben erstellt werden. Langfristig sollten Unternehmen auf eine offene und erweiterbare Lösung setzen, die eine Berichterstattung auf parallele semantische Rahmenwerke ermöglicht.
Neben den typischen Analytics-Funktionalitäten wie Drill-Downs und Filtermöglichkeiten ist es wichtig die Ist- mit den Soll-Daten abzugleichen und Schwellenwerte zu bestimmen. Daraus resultieren Varianzen womit Abweichungen erkannt werden können. Weiterhin sollten Trends zu den Nachhaltigskeitswerten in Form von Forecasts berücksichtig werden. Durch diese Schritte können die unternehmenseigenen Ambitionen hinsichtlich der Nachhaltigkeitsmetriken identifiziert und ausgewertet werden. Das Reporting sollte durch aussagekräftige Visualisierungen unterstützt werden, damit die Endandwender:innen einfach und schnell Rückschlüsse ziehen können.
Schritt 3: Planung und Integration in bestehende Geschäftsprozesse Im letzten Schritt muss sichergestellt werden, dass der Berichterstattungsprozess revisionssicher und in bestehende Unternehmensprozesse eingebettet ist. Wichtig ist der Wandel von einer jährlichen zu einer kontinuierlichen Berichterstattung innerhalb des Unternehmens. Für eine nachhaltige Umsetzbarkeit von Erkenntnissen sollten die Zielvorgaben stets abgeglichen und angepasst werden. Darüber hinaus sollten Initiativen erstellt werden, die das Erreichen der Nachhaltigkeitsziele fördern.
Mit Daten zu mehr Nachhaltigkeit - "Summit Analytics & Sustainability" im Europapark Rust (DE) vom 27. bis 28.10.2022
Um was geht es beim Summit?Beim diesjährigen
Analytics & Sustainability Summit, der gemeinsam von der SAP Schweiz & der s-peers AG veranstaltet wird, steht die Kompetenzvermittlung und der fachliche Austausch – u. a. zum Thema ESG Reporting - im Mittelpunkt.
Was ist das Ziel des Summits?Entscheidungsträger:innen unterschiedlicher Branchen bauen zu den Trendthemen Analytics und Sustainability ein Netzwerk auf und transportieren aktuelle Erkenntnisse aus Forschung und Wirtschaft in ihre Organisation. Damit jeder Teilnehmende am Ende des Summits glaubwürdig sagen kann: „I ain’t afraid of no… Analytics & Sustainability“! Passend zum Ghost Buster Motto findet der Summit an einem Ort statt, der zur Halloween-Zeit besonders zum Grusel einlädt: Der Europapark in Rust (DE)!
Wer kann am Summit teilnehmen?Teilnehmen können Entscheidungsträger:innen einer Organisation, die sich für die Bereiche Analytics und Nachhaltigkeit und deren Verknüpfung interessieren. Die Konferenz ist fachbereichs-interdisziplinär und wird von diversen Verantwortlichen unterschiedlicher Karrierelevel besucht bspw. CXO (z. B. CTO, CIO, CMO), Director:in/Head of X (z. B. Information Design, Data, Marketing).
Wie funktioniert die Anmeldung?Interessent:innen können ihren Teilnahmewunsch unter
https://s-peers.com/events/analytics-sustainability-summit-im-europapark-vom-27-28-10-2022/ online einreichen. Die Teilnehmendenanzahl ist begrenzt.
Fazit Zusammenfassend ist es für ein jedes Unternehmen unabdingbar, sich mit dem Thema ESG Reporting auseinanderzusetzen. Auch für Unternehmen, die aufgrund der vorherrschenden Bestimmungen nicht unter die aktuelle Notwendigkeit einer ESG Berichterstattung fallen, ist es ratsam, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und notwendige Unternehmensschritte zu etablieren.
Denn eines ist klar: Die Vorteile einer integrierten Berichterstattung und eines ganzheitlichen Ansatzes der Unternehmensführung sind unbestreitbar. Unternehmen, die Nachhaltigkeit in ihre Kerngeschäftsprozesse einbinden, schneiden durchweg besser ab, als ihre Wettbewerber2. Und schliesslich berücksichtigt die integrierte Berichterstattung nicht nur die Bedürfnisse der Stakeholder, sondern bietet auch Möglichkeiten aufkommende soziale und ökologische Risiken in Geschäftschancen umzuwandeln. Abschliessend sollte das Thema Nachhaltigkeit und das damit verbundene ESG Reporting somit als Chance und nicht als Herausforderung betrachtet werden.