Verschlüsselungs-Trojaner: Schweiz weltweit auf Rang 7

Weltweit konnte Symantec einen Malware-Anstieg von 35 Prozent feststellen. So schützen Sie sich.

» Von Simon Gröflin , 14.04.2016 15:42.

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Ransomware und Zero-Day-Lücken nehmen weiter zu: Die Sicherheitsexperten von Symantec haben ihren «Internet Security Report» von 2015 veröffentlicht. Dieser handelt von den weltweiten Bedrohungsaktivitäten. Global wurden im vergangenen Jahr über 430 Millionen neue Malware-Varianten festgestellt werden. «Ein starker Trend sind derzeit definitiv die Verschlüsselungs-Trojaner, welche die Daten verschlüsseln und dann vom Benutzer Lösegeld fordern», sagt Candid Wüest von Symantec gegenüber Computerworld. Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Unternehmen weltweit einen Anstieg von 35 Prozent ausmachen. 

Deutlich mehr Zero-Day-Lücken und Datenlecks

Noch mehr im Trend sind Zero-Day-Lücken, also Lücken, die gleich nach deren Entdeckung ausgenutzt werden. Symantec spricht hier von einem neuen Zero-Day-Angriff pro Woche. Die Zahl stieg um 125 Prozent. Cyberkriminelle nutzen die Lücken schnell, sei es zum eigenen Vorteil, oder um sie z.B. im Darknet weiterzuverkaufen. Einen beunruhigenden Trend beobachtet Symantec bei Firmen, die nicht an die Öffentlichkeit gehen, wenn sie von Datenlecks betroffen sind. Die Zahl der nicht angegebenen Hacks schätzt Symantec auf 85 Prozent. Auch vor unsicheren Webseiten muss man auf der Hut sein: Das Sicherheitsunternehmen fand im Web zahlreiche ungepatchte Sicherheitslücken, wovon 16 Prozent als kritisch eingestuft wurden. 

Die Schweiz ist weltweit auf Rang 7 bezüglich der Anzahl Ransomware-Infektionen. 2015 wurde Malware neben PCs auch auf Smartphones sowie Mac- und Linux-Systemen entdeckt.

Candid Wüest von Symantec rät Unternehmen dazu, auf den schlimmsten Fall vorbereitet zu sein, Mitarbeiter kontinuierlich zu schulen und simulationsbasierte Trainings durchzuführen. Privatanwender sollten starke Passwörter für sämtliche Accounts wählen, vor falschen E-Mail-Anhängen auf der Hut sein und sich selbst ausreichend schützen. Dazu auf der folgenden Seite eine Zusammenfassung sämtlicher Ratschläge des Unternehmens.

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