Industrie 4.0: Schweizer Industrie fordert bessere IT-Security

Die überwiegende Mehrheit von Industrie-Vertretern sind sich einig: Für das Gelingen der Digitalisierung ist IT-Security unerlässlich.

» Von Jens Stark , 15.11.2017 13:11.

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73 Prozent der Industrie-Manager rechnen damit, dass IT-Sicherheit wichtiger wird - sowohl für den Umgang mit Kunden als auch mit Lieferanten und Wettbewerbern. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von DXC Technology. Der IT-Dienstleister hat 100 Industrie-Unternehmen in der Schweiz zu den Chancen und Risiken der smarten Fabrik der Zukunft befragt.

Zwei von drei Industrie-Unternehmen in der Schweiz erwarten demnach, dass die Netzwerke der smarten Fabriken neue Sicherheitsrisiken schaffen, die sie mit eigener Kompetenz nicht abschätzen können. Ebenso viele geben an, dass sie insbesondere kein klares Bild von den dafür relevanten Akteuren besitzen. Um sich mit den erforderlichen Massnahmen an die intelligente Fabrikumgebung anzupassen, hält es die Mehrheit (68 Prozent) der befragten Industriemanager für nötig, die IT-Sicherheitsbudgets zu erhöhen. Umgekehrt ist nur gut jeder vierte Befragte überzeugt, auf neue Sicherheitsvorkehrungen verzichten zu können, die im Zuge der Industrie-4.0-Transformation benötigt wird.

«Wichtig ist, dass Industrie-Unternehmen bei der digitalen Transformation die Risiken von Sicherheitsmängeln nicht fahrlässig unterschätzen», sagt Liliana Scheck, General Manager von DXC Technology Schweiz. «64 Prozent der Schweizer Industrie-Manager gehen zutreffend davon aus, dass das Risiko von Cyberangriffen in der komplexen IT-Welt einer smarten Fabrik mit ihren zahlreichen neuen Schnittstellen steigen wird.»

Cybersicherheit für die intelligente Fabrik

Neben der jeweils neuesten Sicherheitstechnik wird es künftig unerlässlich sein, die Schulung der Mitarbeiter in einem massgeschneiderten Industrie-4.0-Konzept zu berücksichtigen. Darüber hinaus empfiehlt sich die Vernetzung der Betriebe mit einem so genannten Security Operation Center. Anonymisiert werden hier Sicherheitsmeldungen erfasst und Erfahrungen und Lösungen miteinander ausgetauscht. «Wenn Industriebetriebe ein Virus-Problem haben und eine Lösung dafür finden, können alle anderen davon profitieren. Jedoch ohne zu wissen, wer das Problem hatte und woher die Lösung kommt», erklärt Scheck weiter.

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KOMMENTARE

Marcel Schuhmann: 16-11-17 10:17

Es gut zu lesen und zu wissen, dass die Erkenntnis über die Wichtigkeit der IT Sicherheit in den Köpfen der Entscheider angekommen ist. Der digitale Wandel und die digitale Transformation mit der Industrie 4.0 stellen eine große Herausforderung dar. Der Sicherheitsaspekt spielt dabei eine große Rolle. Ich finde es beruhigend, dass nur ein geringer Teil der Manager neue Maßnahmen zu nicht wichtig hält. In meinen Augen ist das Gegenteil der Fall, nicht umsonst erleben IT-Sicherheitsdienstleister wie Protea (https://www.proteanetworks.de/) einen starken Aufschwung. Die ganze Thematik ist sehr dynamisch, daher ist dieser Standpunkt nicht richtig. Stetige Anpassung der Strategien und Maßnahmen sind erforderlich.

Thomas Fehlmann: 15-11-17 14:33

Es ist dringend nötig, dass swissICT oder am besten alle ICT Verbände zusammen eine Konsumentenkennzeichnung für den Grad der Absicherung von Software kreieren. Sodass man bei einem Smartphone oder WIndows-Update auch gleich die Mitteilung bekommt: Ihre Systemsoftware wurde um xx Punkte auf der Sicherheitsskala verbesser (oder verschlechtert). Am 27. November nachmittags führt die swissICT zu diesem Thema eine Veranstaltung durch

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