EU-Eingreiftruppe bei Cyberattacken gefordert

Im Rahmen eines Digitalgipfels in Tallinn hat der estnische Regierungschef vorgeschlagen, dass die EU-Staaten gemeinsam gegen Cyberattacken vorgehen sollen.

» Von sda/dpa, 02.10.2017 06:31.

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Nach dem Digitalgipfel in Tallinn am Freitag mahnt der estnische Ministerpräsident Jüri Ratas die EU zur gemeinsamen Abwehr von Cyberangriffen. Estland hat für ein halbes Jahr den Vorsitz der 28 EU-Länder und hat die Digitalisierung Europas zum Topthema erklärt.

«Das können Länder nicht alleine schaffen», erklärte Ratas der Nachrichtenagentur DPA. «Dazu gehört alles von gemeinsamen Standards und Infrastruktur bis hin zu einer gemeinsamen Reaktion im Krisenfall.» Im Gespräch ist unter anderem eine Art Eingreiftruppe von Spezialisten für den Fall von Hackerangriffen.

«Ich war froh zu hören, dass es starke Unterstützung am ganzen Tisch für Massnahmen auf EU-Ebene gab», betonte Ratas nach den Beratungen mit seinen EU-Kollegen. Beim Gipfel sei Schutz vor Cyberattacken eines der zentralen Themen gewesen.

«Eine digitale Gesellschaft kann nicht ohne Vertrauen funktionieren», meinte der Regierungschef. «Digital auf europäische Art - das heisst, wir müssen auch die Rechte der Bürger, die Daten und die Sicherheit im Internet gewährleisten.»

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