Das müssen Sie über Kryptowährungen wissen

Bitcoin ist wohl die bekannteste Kryptowährung, die im Umlauf ist. Daneben gibt es aber noch einige andere virtuelle Währungen. Computerworld erklärt, was es über diese zu wissen gibt.

» Von Alexandra Lindner, 19.07.2017 14:30.

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Kryptowährungen gibt es viele. Allen voran die wohl bekannteste, Bitcoin. Daneben gibt es jedoch noch zahlreiche andere. Bei Kryptowährungen handelt es sich in der Regel um verschlüsselte und dezentral gespeicherte Datenprotokolle. In den meisten Fällen erfolgen die Transaktionen über die Blockchain-Technologie, da es nahezu unmöglich ist, diese zu manipulieren. Im Folgenden erfahren Sie, welche Kryptowährungen den Markt prägen und auf welche Einzelheiten es bei diesen zu achten gilt:

Bitcoin

Der Erfinder von Bitcoin, Satoshi Nakamoto, beschreibt die Währung als ein «Peer-to-Peer Electronic Cash System» (P2P). Seit 2009 wird sie öffentlich gehandelt und gilt als erste Kryptowährung überhaupt. Ausserdem ist Bitcoin mit einem Marktanteil von über 40 Prozent (Stand: Juli 2017) die meistverwendete Kryptowährung weltweit. Auch für Anleger scheint die Ur-Mutter des Kryptogelds äusserst lukrativ zu sein. Der Wert von Bitcoin steigt stetig an. Zu Beginn bewegte sich der Wert einer Einheit unter zehn Franken. Inzwischen liegt der Kurs unter 2000 Franken (Stand: Mitte Juli 2017). Da die Menge der ausgegebenen Bitcoins ist streng limitiert. Bitcoin.com beziffert die maximale Anzahl an ausgegebenen Bitcoins auf 21 Millionen. Ist diese Menge erst einmal im Umlauf, werden keine weiteren generiert. Die Währung ist im Gegensatz zu Real-Währungen nicht der Inflation unterworfen. Bitcoins sind allerdings höchst volatil. Im Juni büsste die Kryptowährung innert weniger Wochen rund einen Drittel ihres Werts ein.

Die Transaktionen erfolgen über die Blockchain-Technologie. Hierbei setzt der Anbieter auf die kryptologische Hashfunktion SHA-256. Etwa alle 10 Minuten wird ein neuer Block erstellt. Nutzer, die dafür ihre Rechenleistung zur Verfügung stellen, werden mit Bitcoins belohnt. Das Verfahren wird auch «Mining» genannt und bringt derzeit 12,5 Bitcoins ein. Allerdings ist dafür auch sehr viel Rechenleistung notwendig, weshalb das «Mining» nicht von jedem durchführbar. Bitcoin-Schürfer investierten dafür Millionenbeträge in ganze Serverfarmen.

Ethereum

Ethereum ist nach Bitcoin die zweiterfolgreichste respektive die zweithäufigst-verwendete Kryptowährung weltweit. Sie hat einen Marktanteil von etwa 27 Prozent. Öffentlich gehandelt wird Ether (so der eigentliche Name der Währung im Ethereum-Netzwerk) seit Anfang 2016. Beim Markteinstieg war die Kryptowährung um einiges teurer als Bitcoin. Zu Beginn kostete ein Ether 9,20 Franken. Derzeit liegt eine Einheit bei rund 185 Franken (Stand: Mitte Juli 2017). Entwickelt wurde die Ethereum-Technologie ursprünglich nicht als reine Kryptowährung beziehungsweise Kryptowährungs-Technologie, sondern zur Absicherung von sogenannten Smart-Contracts – als «Proof-of-Work-Algorithmus». Wie auch Bitcoin basiert Ethereum auf der Blockchain-Technologie.

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