Toshiba-Chef entschuldigt sich für Verkauf der Chip-Sparte

Toshibas CEO Satoshi Tsunakawa entschuldigte sich vor Aktionären für den Verkauf der Chip-Sparte. Nach verlustreichen Jahren und einem Bilanzskandal versprach er «ehrliches Management und eine Verbesserung der Unternehmensführung».

» Von SDA , 24.10.2017 10:20.

weitere Artikel

Mit einer tiefen Verbeugung vor den Aktionären hat sich der Chef des japanischen Elektronikkonzerns Toshiba für den Verkauf der lukrativen Chip-Sparte entschuldigt. «Es tut uns aufrichtig Leid, dass wir Probleme und Sorgen bereitet haben», sagte Satoshi Tsunakawa am Dienstag vor rund 600 Anteilseignern. Das Geschäft mit Speicherchips soll für umgerechnet rund 15 Milliarden Euro an ein Konsortium um den US-Finanzinvestor Bain Capital verkauft werden. Die Generalversammlung stimmte dem Verkauf unter ärgerlichen Zwischenrufen zu. Mit den Milliarden will sich das Unternehmen wieder finanziellen Spielraum verschaffen.

Im April hatte der Traditionskonzern wegen massiver Abschreibungen auf die insolvente US-Atomtochter Westinghouse ein Milliardenminus verkünden müssen. Toshiba leidet zudem weiterhin unter den Folgen eines Bilanzskandals, der im Sommer 2015 bekannt geworden war. Am Montag hatte Toshiba mitgeteilt, auch das laufende Geschäftsjahr bis Ende März werde in den roten Zahlen enden, weil sich der Verkauf der Chip-Sparte verzögert. Tsunakawa versicherte am Dienstag, Toshiba werde den Verkauf bis März 2018 abschliessen. Er versprach zudem ein «ehrliches Management und eine Verbesserung der Unternehmensführung».

Toshiba ist hinter Samsung die weltweite Nummer zwei beim Geschäft mit Speicherchips, die unter anderem in vielen Smartphones zum Einsatz kommen. Dem Käuferkonsortium mit dem Namen Pangea gehören auch die US-Technologiekonzerne Apple und Dell sowie der südkoreanische Chip-Hersteller SK Hynix an.

Werbung

KOMMENTARE

Keine Kommentare

KOMMENTAR SCHREIBEN

*
*
*
*

Alles Pflichfelder, E-Mail-Adresse wird nicht angezeigt.

Die Redaktion hält sich vor, unangebrachte, rassistische oder ehrverletzende Kommentare zu löschen.
Die Verfasser von Leserkommentaren gewähren der NMGZ AG das unentgeltliche, zeitlich und räumlich unbegrenzte Recht, ihre Leserkommentare ganz oder teilweise auf dem Portal zu verwenden. Eingeschlossen ist zusätzlich das Recht, die Texte in andere Publikationsorgane, Medien oder Bücher zu übernehmen und zur Archivierung abzuspeichern.