SuisseID kommt auf alle iPads

Die Weiterentwicklung der SuisseID soll vereinheitlicht werden. Der Trägerverein will dafür seine Kräfte bündeln und den elektronischen Identitätsnachweis am iPad ermöglichen.

» Von Mark Schröder , 27.08.2013 15:50.

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Der elektronische Identitätsnachweis der Schweiz ist weiterhin kaum verbreitet. Die Anschubfinanzierung in Höhe von rund 17 Millionen Franken hat nicht den vom Staatsekretariat für Wirtschaft Seco gewünschten Erfolg gebracht. Der verantwortliche Verein Trägerschaft SuisseID weiss, dass die Marktakzeptanz durch unterschiedliche Umsetzungen des Standards sowie die schleppende Einführung von Anwendungen gebremst wurde. Das konstatiert die Organisation anlässlich des SuisseID Provider Forums in Bern.

Der Trägerverein will im September gemeinsam mit Providern und Anwendern einen neuen Anlauf nehmen. Die SuisseID wird dafür auf eine einheitliche Entwicklungsplattform gehoben. Die bisherigen Anbieter BIT (Bundesamt für Informatik), QuoVadis und die Schweizerische Post sollen nicht mehr jeweils selbst Technologie entwickeln müssen, sondern eine einzige Plattform nutzen. Ausserdem soll es in Zukunft nur noch einen Identity Provider Service geben. Damit soll die SuisseID für Anbieter einfacher zu implementieren und den Verbraucher einfacher zu nutzen sein. Von den bisherigen Entwicklungen, zum Beispiel dem SuisseID-Login über Mobile Services der Post für das iPad und das iPhone, können dann auch Besitzer einer digitalen Identitätskarte von QuoVadis profitieren.

Am SuisseID Provider Forum zeigten Firmen und Behörden ausserdem neue Anwendungen für die SuisseID: Die Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers nutzt den Chip für das papierlose Büro, der Börsenbetreiber Six Terravis für den elektronischen Geschäftsverkehr und der Kantons Jura für neue Bürger-Services im virtuellen Behördenschalter. Gemeinsam mit der Post hat der Kanton bisher 3000 SuisseIDs an die Bevölkerung verteilt, 2000 weitere Identitätsnachweise liegen noch zur kostenlosen Abgabe an die Einwohner bereit.

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