Postfinance beteiligt sich am Fintech-Start-up Sentifi

Die Postfinance hat sich eine Minderheitsbeteiligung am Zürcher Fintech-Unternehmen Sentifi gesichert. Das Start-up analysiert mithilfe von künstlicher Intelligenz Daten aus sozialen Medien und bereitet diese für Investoren auf.

» Von Luca Perler , 20.10.2017 18:30.

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Das Zürcher Start-up Sentifi erhält eine neue Unterstützerin. Die Postfinance steigt beim Jungunternehmen ein und sicherte sich eine Minderheitsbeteiligung, wie sie in einer Medienmitteilung schreibt. Wie viel Geld die Post-Tochter dabei in die Zürcher Firma investierte, ist nicht bekannt.

Sentifi analysiert mithilfe von künstlicher Intelligenz unstrukturierte Daten aus sozialen Medien – etwa Newsfeeds, Blogs oder Twitter. Anschliessend bereitet die Firma diese für Finanzinvestoren auf. So stehe ihnen die kollektive Intelligenz von Millionen von relevanten Personen und Organisationen zur Verfügung, schreibt Postfinance weiter. Auf diese Weise sei es möglich, wichtige Ereignisse, Trends und mögliche Auswirkungen auf Aktien, Rohstoffe oder Währungen frühzeitig zu erkennen und Anlageportfolios entsprechend auszurichten.

Laut Angaben der Postfinance gehört das Start-up zu den weltweit führenden Crowd-Intelligence-Anbietern für Finanzmärkte. Mit seinen online und stündlich aktualisierten Analysen spreche es vorwiegend institutionelle Investoren, Finanzproduktmanager und Finanzanalysten an. «Mit unserem Investment würdigen wir den wissenschaftlichen Ansatz, die hohe technologische Produktreife und das grosse Marktpotenzial der Lösung», wird Hansruedi Köng, CEO der Postfinance, in der Mitteilung zitiert. Anders Bally, Gründer und CEO von Sentifi, wolle das Investment nutzen, um das Angebot zu erweitern und die globale Expansion des Start-ups voranzutreiben.

Für die Post-Tochter ist es nicht die erste Investition in ein Jungunternehmen. Erst im August kaufte sich die Postfinance Anteile an der Wiener Social-Trading-Plattform Wikifolio. Das Corporate Venturing sei für die Postfinance insofern interessant, als dass es eine neue, zinsunabhängige Ertragsquelle darstelle. Dabei stünden neben den wirtschaftlichen Erfolgsaussichten auch der Bezug zum Kerngeschäft sowie eine potenzielle zukünftige Ergänzung des Produkt- und Dienstleistungsportfolios im Vordergrund, wie die Postfinance abschliessend schreibt.

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