Patentstreit: Facebook schlägt zurück

Nachdem Yahoo den Konkurrenten Facebook wegen Patentverletzungen verklagt, kehrt der Social-Media-Gigant den Spiess um und fordert seinerseits Patente von Yahoo verletzt.

» Von Fabian Vogt , 04.04.2012 10:44.

Zehn Patente soll Yahoo verletzen, welche in Facebooks Besitz sind. Das behauptet das Soziale Netzwerk und hat darum Klage eingereicht. Dabei geht es um Funktionen von Online-Diensten, eines der Patente nennt sogar Mark Zuckerberg als Erfinder. Das Brisante: Erst vor drei  Wochen hatte Yahoo gegen Facebook geklagt, auch da ging es um zehn Patente, welche Online-Dienste verletzen sollen (Computerworld.ch berichtete). Bei der Gegenklage von Facebook geht es unter anderem um die Personalisierung von Artikeln für Mitglieder eines Online-Netzwerks, die Markierung digitaler Medien oder die Anpassung von Datenbanken.

Sollen Patentklagen Verunsicherung schüren? 

Für Facebook kamen die Patentklagen zu einem ungünstigen Zeitpunkt, stehen sie doch kurz vor dem Börsengang.  Auf der anderen Seite kann auch Yahoo nicht von sich behaupten, dass sie schlechte News momentan locker verkraften können. Erst gestern wurde bekannt, dass sie erneut tausende Stellen streichen wollen, die Geschäfte könnten also besser laufen.  

Facebook hat bereits vor einigen Tagen gezeigt, dass es Yahoos Klage nur schwer verdaut: Facebook kaufte 750 Patente von IBM, bei einigen davon soll Yahoo eine Lizenz haben. Gemäss dem Blog All Things Digital sprach Yahoo in einer ersten Reaktion von einem «zynischen Versuch» Facebooks, von der ersten Klage abzulenken:«Andere führende Unternehmen haben Lizenzen für diese Technologien erworben und Facebook muss dies auch tun oder seine Arbeitsweise verändern,» sagt Yahoo dem Blogschreiber weiter.

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