Hardware-as-a-Service wird zum Trend

» Von Bernd Reder, 22.09.2017 17:30.

weitere Artikel

Weniger Routine

IT-Abteilungen von Routine-Aufgaben zu entlasten, ist IDC zufolge wesentlich, weil solche Fachleute die digitale Transformation von Unternehmen vorantreiben sollen. Sie müssen beispielsweise digitale Angebote konzipieren, Apps entwickeln und Geschäftsprozesse neu ausrichten. Daher fehlt die Zeit, sich zusätzlich mit dem Kauf und der Bereitstellung von PCs oder Notebooks zu beschäftigen. Erschwerend kommt noch der Mangel an IT-Fachkräften hinzu. Die Lösung: Alles, was nichts mit dem IT-Kerngeschäft zu tun hat, wird nach aussen verlagert. PCaaS ist ein Weg, um in IT-Abteilungen Kapazitäten für wichtigere Aufgaben freizuschaufeln.

Capex versus Opex

Ebenso wie Cloud-Dienste mit ihren As-a-Service-Modellen werben die Anbieter von Hardware-Abonnementmodellen zudem mit einem Argument, das die Finanzchefs erfreuen dürfte: Aus Capex werden Opex. Das heisst, Investitionskosten (Capital Expenditures) in Rechner, Smartphones und Tablets sowie die dazugehörige Software-Ausstattung verwandeln sich durch das Miet-Modell in Betriebskosten (Opera­tional Expenditures).

In Verbindung mit einem nutzungsorientierten Ansatz bietet das Opex-Modell Vorteile. Je nach Anbieter und Vertragsgestaltung kann ein Unternehmen beispielsweise IT-Endgeräte nach Bedarf ordern. Ändert sich die Zahl der Mitarbeiter, dann lässt sich der Bestand an Rechnern und Smartphones auf einfache Weise anpassen: Die Zahl der gemieteten Systeme wird noch oben oder unten korrigiert.

Allerdings hat dieses Modell auch bei PCaaS-Angeboten Grenzen. Denn: «Die grössten Vorteile ergeben sich bei Vertragslaufzeiten von 24 bis 36 Monaten», so Florian Beiter von HP. Lenovo empfiehlt sogar noch längere Zeitspannen: «Um bestmöglich von PCaaS zu profitieren, werden Verträge tendenziell über fünf bis acht Jahre Laufzeit geschlossen; auch dann, wenn der Produkt-Refresh vielleicht bereits nach 24, 30 oder 36 Monaten vorgesehen ist», sagt Diana Croessmann. Das heisst, dass ein Unternehmen auf das Wohlwollen des Anbieters angewiesen ist, wenn es etwa nach einem Abbau von Arbeitsplätzen nur noch 950 statt 1180 Systeme benötigt, die Restlaufzeit eines Vertrags aber noch 15 Monate beträgt.

Nächste Seite: Neue Technik und Austausch

Werbung

KOMMENTARE

Matthias Wohlgemuth: 25-09-17 10:42

Wir setzen unsere Clients (auch Notebooks) 5 Jahre ein. Insofern wird Hardware-as-a-Service wohl eher teurer sein...

KOMMENTAR SCHREIBEN

*
*
*
*

Alles Pflichfelder, E-Mail-Adresse wird nicht angezeigt.

Die Redaktion hält sich vor, unangebrachte, rassistische oder ehrverletzende Kommentare zu löschen.
Die Verfasser von Leserkommentaren gewähren der NMGZ AG das unentgeltliche, zeitlich und räumlich unbegrenzte Recht, ihre Leserkommentare ganz oder teilweise auf dem Portal zu verwenden. Eingeschlossen ist zusätzlich das Recht, die Texte in andere Publikationsorgane, Medien oder Bücher zu übernehmen und zur Archivierung abzuspeichern.