Schneier zur IoT-Security: «Es wird noch ganz schön krachen»

Sicherheits-Guru Bruce Schneier sieht mit dem Internet der Dinge eine riesige IT-Gefahr auf uns zukommen, der CIOs kaum noch ausweichen werden können.

» Von Jens Stark , 14.04.2015 10:39.

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IT-Security-Experte Bruce Schneier hat sich bereits verschiedentlich zu den Gefahren des Internet der Dinge (Internet of Things; IoT) geäussert. Im jüngsten Interview, das er unserer US-Schwesterzeitschrift Networkworld gewährte, malt er eine schwarze IoT-Zukunft in Sachen IT-Sicherheit.

Unternehmen müssten sich auf alles gefasst machen, warnt er und meint zudem, dass CIOs und CSOs eigentlich machtlos der drohendenen Gefahr gegenüberstünden. «Sie können nichts tun. Die Situation ist vergleichbar mit der PC-Industrie der 90er Jahre. Niemand achtet auf die Sicherehit, niemand führt Updates durch und niemand weiss etwas», ist Schneier überzeugt und zieht das Fazit: «Es ist alles wirklich übel und es wird noch mächtig krachen».

Geringe Margen als Grund

Laut Schneier werden die geringen Margen der «Dinge» dazu führen, dass sie nie gepatcht werden. Auch die User kümmern sich laut dem Security-Guru nicht um ihre Geräte. «Sie schaffen sich alle 3 bis 5 Jahre ein neues Smartphone oder einen neuen PC an, aber Ihr Thermostat updaten sie möglicherweise nie».

Schon heute geschehe dasselbe mit WLAN-Router zuhause. «Patchen Sie Ihren Home Router? Sie werfen ihn weg und kaufen sich einen neuen», meint Schneier und ist überzeugt, dass sich die Industrie genau gleich verhalten wird, weil die Geräte kaum eine Marge besitzen. «Die Hersteller werden ein Ding herstellen und dann das nächste. Niemand wird die Systeme updaten oder patchen. Denn für die entsprechenden Leute wird kein Geld da sein», argumentiert er und sieht eine «schreckliche Katastrophe» auf uns zukommen.

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